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Blacklists für Escorts


14.11.2007 23:12 |
Preis: ***,00 € |

Datenschutzrecht



Hallo,
ich habe vor kurzem eine Escortagentur verlassen, da diese rechtlich nicht korrekt gearbeitet hat und ich gezwungen war mir neue Agenturen zu suchen, was ich auch getan habe.
Aus Ärger darüber, hat man ganz gezielt gegen meine Person gearbeitet und Einträge in sog. Blacklists für Escorts und Kunden vorgenommen, was mir von anderen Agenturen zugetragen worden ist.
Hier werden Bilder, Namen und Links zu den neuen Agenturen wohl genannt. Zugriff hab ich leider keinen, da ich ja keine Agentur bin. Ich kann mich also diesbezüglich nicht wehren und frage jetzt ganz gezielt, inwieweit ist eine ehem. Agentur berechtigt Daten zu ehem. Mitarbeiterinnen, deren Vertrag gekündigt wurde und somit alle Daten zu löschen sind, in sog. Black-lists weiter zu führen und Dritten - auch wenn es nur Agenturen sind - öffentlich zugänglich zu machen.
Wie kann man sich gegen solche Machenschaften schützen?
Haben die Agenturen überhaupt das Recht eine solche Datenbank zu erstellen und mit Daten von Personen öffentlich Dritten zugänglich zu machen?
Welche rechtliche Grundlage regelt solche Dinge?

Herzlichen Dank
Sehr geehrte Fragestellerin,

solche Blacklists sind unzulässig und rechtswidrig, wenn nicht im Arbeitsvertrag Entsprechendes vereinbart wurde (was kaum vorstellbar ist). Das ergibt sich zum einen aus dem Datenschutzrecht, zum anderen aus allgemeinen arbeitsvertraglichen Rechtsgrundsätzen und Urteilen der Arbeitsgerichte.

Insofern hätten Sie hier Anspruch auf Löschung, Unterlassung zukünftiger Eintragungen und Schadensersatz. Letzteres aus dem Gesichtspunkt, dass Ihnen durch die Blacklist sicherlich Kundenaufträge verloren gegangen sind, was allerdings schwer zu beweisen ist.

Ihr Problem liegt auch eher auf der praktischen Seite. Sie müssen 1. die Existenz einer solchen Liste, 2. Ihre Nennung darin und 3. Ihre Ex-Agentur (oder jedenfalls eine Person bzw. Unternehmen) als Urheber Ihrer Eintragung nachweisen können. Zwar hätten Sie theoretisch einen Auskunftanspruch diesbezüglich gegen Ihren ehemaligen Arbeitgeber/Auftraggeber, der jedoch praktisch daran scheitern wird, dass dieser einfach leugnet. Besorgen Sie sich daher diese Liste oder beauftragen Sie sich dazu einen Detektiv oder Rechtsanwalt. Dann können Sie auch gegen Ihre Ex-Agentur vorgehen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit einen ersten Eindruck vermitteln. Beachten Sie bitte, dass dieses Frageportal den Gang zum Rechtsanwalt nicht ersetzt, sondern allenfalls eine erste Tendenz aufzeigt. Bei weiteren Fragen oder Anliegen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Soweit aus dem Bereich www.frag-einen-anwalt.de heraus eine Kontaktaufnahme an mich persönlich gewünscht ist, bitte ich zunächst ausschließlich um Kontakt per E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Schneider
Rechtsanwalt




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