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Bitte um eine berecunung der Pfändungsgrenze


23.11.2006 17:34 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger



Bitte berechnen sie mir weiviel muss ich von mein Lohn abgeben.

Grundvergütung 1181,18
Ortszuschlag 354,91
Algemeine Zulage 80,58
Schichtzulage 35,79
Zuwendung (Weinachtsgeld) 1232,57
Zuwendung Kinderanteil 19,19
Zuschlag Sonntag 63,86
Zulage Pflegestation 34,52
Ortzuschlag VH 38,18
Zuschlag Nachtdienst 7,36
Zuschlag Samstag 4,64
---------------------------------------
Gesamt 3120,69

Auszahlung 1908,40


zu berüchsichtigen sind 2 unterhaltspflichtige, mein Ehemann (hat Arbeitslosengeld) und mein Sohn 3 Jahre alt.
Bitte um eine berechnung der Pfändbaren Einkommen.
Sehr geehrte Fragestellerin

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehmen möchte:

Voll pfändbar sind Zuschläge für Nacht-, Schichtarbeit sowie Zuschläge für Arbeit an Sonn- und Feiertagen, nicht pfändbar sind dagegen bei Arbeitnehmern betriebliche Leistungen für die Altersvorsorge und auch Beiträge für Vermögenswirksame Leistungen (VL-Sparen), da sie zum Pfändungszeitpunkt dem Arbeitnehmer nicht zur Verfügung stehen. Weiterhin unpfändbar sind Weihnachtsvergütungen bis zum Betrag der Hälfte des monatlichen Arbeitseinkommens, höchstens aber bis zum Betrag von EUR 500,-.
Die Steuern und Sozialabgaben, die auf das Weihnachtsgeld entfallen sind nicht aus dem pfandfreien Weihnachtsgeld, sondern aus dem sonstigen Bruttoeinkommen abzudecken, so dass dem Schuldner der Freibetrag voll bis EUR 500,- € zur Verfügung steht. Der die Hälfte des Monatslohns bzw. EUR 500,- übersteigende Betrag wird dem pfändbaren Einkommen hinzugerechnet.

Nachdem Sie Ihr Nettogehalt mit EUR 1.908,40 angeben und darin das Weihnachtsgeld enthalten ist, kann keine exakte Berechnung erfolgen. Vorbehaltlich einer genauen Berechnung unterstelle ich einen unpfändbaren Betrag in Höhe von maximal EUR 500,-, so dass sich ein Nettoeinkommen von EUR 1.408,40 ergibt. - Ob Ihr Ehemann als unterhaltspflichtige Person zu berücksichtigen ist hängt von der Höhe seines Arbeitslosengeldes ab. Unterstellt dieses würde lediglich bis zu rund EUR 500,- betragen, wird er als unterhaltberechtigte Person anzuerkennen sein, so dass sich bei insgesamt zwei unterhaltsberechtigten Personen kein pfändbarer Betrag errechnet. Sollte das Arbeitslosengeld weitaus höher sein und insbesondere die Grundfreibeträge des § 850 c Abs. 1 ZPO (EUR 930 ,- monatlich, EUR 217,50 wöchentlich oder EUR 43,50 täglich) übersteigen, errechnet sich bei einem Nettoeinkommen von EUR 1.408,40 und nur einer unterhaltspflichtigen Person ein pfändbarer Betrag von mtl. EUR 22,05.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Petry-Berger
Rechtsanwältin
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