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Bitte um Prüfung dieses Zeugnistextes und Korrekturvorschläge

24.11.2011 19:56 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Guten Tag,

ich habe vor kurzem mein Arbeitsverhältnis fristgerecht gekündigt und um einen Aufhebungsvertrag zu einem früheren Austrittsdatum sowie um ein qualifiziertes Zeugnis gebeten. Mein derzeitiger Arbeitgeber hat mir einen Zeugnisentwurf mit dem nachfolgenden Wortlaut unterbreitet.

Meine Fragen hierzu:
1)Kann ein Ausscheidungsdatum zum 15. eines Monats negativ interpretiert oder als fristlose kündigung missverstanden werden?
2)Welche der verwendeten Formulierungen können negativ interpretiert werden?
3) Ich bitte um Änderungsvorschläge für negative/ungünstige Formulierungen

Herr xxx xxx, Bachelor of Engineering, geboren am xx.xx.xxxx, war vom 17. Mai 2010 bis zum 15. Januar 2012 als Vertriebs-/Projektingenieur in unserem Unternehmen beschäftigt.

Die xxx xxxxx ist ein weltweit tätiger Anbieter für Maschinentechnologien und Systemlösungen rund um die Kernkompetenz xxx und xxx. Basierend auf einem fundierten verfahrenstechnischen Know-how und einer hohen Qualität der technischen Umsetzung werden individuelle Prozesstechnologien für zahlreiche industrielle Einsatzfälle entwickelt und zum Einsatz gebracht.

Die Tätigkeit von Herrn xxx xxx umfasste den weltweiten Vertrieb sowie die Projektierung der Maschinen und Anlagen. Zu seinen Aufgabenbereichen gehörte insbesondere:
- Akquisition von Neukunden und Pflege bestehender Kunden
- Analysieren von Anfragen und Spezifikationen
- Erarbeiten von Lösungen jeweils auf die Aufgabenstellungen der Kunden abgestimmt
- Durchführung von Versuchen gemeinsam mit den Kunden und der xxx-Verfahrenstechnik
- Machbarkeitsstudien in Zusammenarbeit mit den Abteilungen Verfahrenstechnik und Konstruktion
- Auftragsverhandlungen, Vertragsgestaltung und Vertragsprüfung

Herr xxx identifizierte sich vorbildlich mit der übernommenen Verantwortung und zeigt stets ein hohes Maß an persönlichem Engagement, Pflichtbewusstsein und Eigeninitiative, auch über die übliche Arbeitszeit hinaus.

Seine Vorgehensweise war gekennzeichnet von sorgfältiger Planung, strukturierten Prozessschritten und konsequenter Umsetzung. Herr xxx stellte dabei seine Fähigkeit unter Beweis, auch komplexe und diffizile Zusammenhänge rasch zu erfassen und sicher zu analysieren, die er weitsichtig auf die spezifischen Kunden-. Und Projektanforderungen abstimmte.

Herr xxx erzielte qualitativ hochwertige Arbeitsergebnisse, wobei er die abgestimmten Termine jederzeit eingehalten und sowohl die gesetzten als auch die vereinbarten Ziele stets erreicht hat. Sein Arbeitsstil ist geprägt durch Selbständigkeit und Genauigkeit sowie durch ein hohes Maß an Verantwortungs- und Kostenbewusstsein. Alle ihm übertragenen Aufgaben führte Herr xxx stets zu unserer vollen Zufriedenheit aus.

Sein Verhalten gegenüber unseren Kunden und Gesprächspartnern war stets vorbildlich. Er stellte sich flexibel auf die individuellen Anliegen seiner Gesprächspartner ein und gewährleistete so jederzeit eine hohe Kundenzufriedenheit.

Bei Vorgesetzten und Kollegen war Herr xxx geschätzt und beliebt.

Herr xxx verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch; wir bedauern sein Ausscheiden sehr und bedanken uns für die gute, angenehme Zusammenarbeit.

Für die Zukunft wünschen wir Herrn xxx beruflich weiterhin viel Erfolg und persönlich alles Gute.

(Ort), den 15. Januar 20111



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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


I.

Einen berechtigten Grund, wonach die Beendigung des Arbeitsverhältnisses zum 15. in Ihrem Fall negativ beurteilt werden könnte, gibt es nicht. Gemäß § 622 Abs. 1 BGB kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden. Die Beendigung zum 15. ist also nicht ungewöhnlich.


II.

Der Zeugnisentwurf ist, um es vorweg zu sagen, durchaus als positiv zu werten. Dem Leser fällt insbesondere die detaillierte Beschreibung Ihrer Arbeitsweise ins Auge, die geradezu als vorbildlich geschildert wird.

1.

In Anbetracht der überaus positiven Bewertung Ihrer Arbeitsleistung könnte man sich allerdings die "Benotung", Sie hätten die Ihnen übertragenen Aufgaben stets zur vollsten Zufriedenheit ausgeführt, denken.

Das würde dann der Note "sehr gut" entsprechen, während Sie jetzt ("stets zur vollen Zufriedenheit") ein "gut" hätten.

2.

Der Satz "bei Vorgesetzten und Kollegen war Herr xxx geschätzt und beliebt" ist wohl nicht abwertend gemeint, aber unglücklich formuliert. Der Gebrauch der Wendung, der Arbeitnehmer sei bei seinen Kollegen beliebt, kann in der Zeugnissprache auch heißen, daß es sich um eine "Betriebsnudel" gehandelt habe, dem Alles wichtig gewesen sei, nur nicht die Arbeit. Zwar stünde eine solche Interpretation im Widerspruch zu dem hohen Lob, das Sie erfahren, gleichwohl würde ich den Satz ändern. So könnte man z. B. formulieren: Herr xxx war sowohl bei Vorgesetzten als auch bei Kollegen geschätzt.


III.

Ansonsten gibt es an dem Zeugnis nichts auszusetzen.

Allerdings sollten Sie noch prüfen, ob die aufgeführten Tätigkeiten zutreffend und vor allem vollständig sind.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 20.12.2011 | 16:41

Guten Tag Herr Raab,

vielen Dank für Ihre Antwort. Welcher Note würde Ihr alternativer Formulierungsvorschlag
" Herr xxx war sowohl bei Vorgesetzten als auch bei Kollegen geschätzt" entsprechen?

Mit Freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.12.2011 | 19:24

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:

Die vorgeschlagene Alternativformulierung kann man in die Schulnotenkategorie "gut" oder auch "sehr gut" einstufen.

Man kann die Formulierung aber auch noch ergänzen, z. B. indem man sagt: "Vorgesetzte und Kollegen schätzten Herrn xxx stets als fleißigen und freundlichen Mitarbeiter."

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


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