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Bin nicht Vater des Kindes !

3. September 2009 20:16 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Hallo, am xxxxx.xxxxx.xxxxx wurde xxxxxx xxxxx geboren. Ich habe xxxx die Vaterschaft anerkannt und die ganze Zeit keinen Kontakt gehabt. Ende 2008 hat meine Tochter xxxxx Kontakt zu mir aufgenommen. Um sicher zu gehen haben wir xxxxx und ich Ende 2008 einen Vaterschaftstest machen lassen.
Das Ergebis des Vaterschaftstestes ist:
Das ich nicht der Erzeuger sein kann.
Diesen Vaterschaftstest erkennt die Mutter und xxxxx nicht an. Ich bin bereit bei einem Amtsarzt einen neuen Vaterschaftstest zu machen - aber die Mutter und xxxxx nicht. Was kann man tun. Mein Ziel ist es, da xxxxx nicht meine Tochter ist, das xxxxx
keinen gesetzlichen Erbanspruch hat, wann ich versterbe. koennen Sie mir helfen ? Vielen Dank !

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Anfrage möchte ich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Solange Christin als Ihre Tochter gilt, ist sie voll erbberechtigt. Sie können sie zwar durch Testament von der Erbfolge ausschließen, allerdings bleibt sie als Abkömmling pflichtteilsberechtigt. Der Pflichtteilsanspruch besteht in Höhe der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils.

Wenn Sie eine komplette Enterbung möchten, müssen Sie die Vaterschaft anfechten. Hierfür gibt es 2 Verfahren:


1. Anspruch auf Klärung der Abstammung

Sowohl Vater als auch Mutter und Kind haben jeweils gegenüber den anderen beiden Familienangehörigen einen Anspruch auf Klärung der Abstammung. Das heißt, die Betroffenen müssen in die genetische Abstammungsuntersuchung einwilligen und die Entnahme der erforderlichen Proben dulden. Der Anspruch ist an keine weiteren Voraussetzungen geknüpft. Auch Fristen sind nicht vorgesehen. Willigen die anderen Familienangehörigen nicht in die Abstammungsuntersuchung ein, wird ihre Einwilligung grundsätzlich vom Familiengericht ersetzt.


2. Verfahren zur Anfechtung der Vaterschaft

Das Anfechtungsverfahren ist unabhängig von dem Verfahren zur Durchsetzung des Klärungsanspruchs. Das zweifelnde Familienmitglied hat die Wahl, ob es eines oder beide Verfahren, d.h. zunächst Klärungsverfahren und dann Anfechtungsverfahren, in Anspruch nehmen will.

Für die Anfechtung der Vaterschaft gilt eine Frist von zwei Jahren. Die Frist beginnt mit Kenntnis von allen Umständen des Berechtigten, die gegen die Vaterschaft sprechen. In ihrem Fall läuft diese Frist mithin ab Kenntnis des Ergebnisses des Vaterschaftstest. Nach Fristablauf tritt Rechtssicherheit ein.

Für den Betroffenen bedeutet das: Erfährt er von Umständen, die ihn ernsthaft an seiner Vaterschaft zweifeln lassen, muss er seine Vaterschaft innerhalb von zwei Jahren anfechten. Diese Anfechtungsfrist wird allerdings gehemmt, wenn der Vater ein Verfahren zur Klärung der Abstammung durchführt.

Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass ein heimlicher Vaterschaftstest zwar immer noch zulässig ist, aber nicht vor Gericht verwendet werden darf. Da nach Ihren Angaben der Vaterschaftstest mit Einverständnis von Christin gemacht wurde, also nicht heimlich, kann er auch verwertet werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben.

Mit freundlichen Grüßen

Ute Bildstein
Rechtsanwältin

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