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Bin ich verpflichtet, meinem Ex-Vermieter meine neue Adresse zu nennen?

| 06.09.2019 12:37 |
Preis: 25,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Lembcke


Zusammenfassung: Keine gesetzliche Pflicht des Mieters zur Benennung einer Nachfolgeadresse gegenüber dem Vermieter. Dennoch bestehen rechtliche Risiken bei Unterlassung.

Mein Ex-Vermieter ist für Nachstellungen und Bedrohungen auch nach Beendigung des Mietverhältnisses bekannt. Ich möchte ihm meine neue Adresse nicht nennen.
Bin ich dazu verpflichtet? Oder reicht auch eine c/o Adresse bei einer ehemaligen Nachbarin aus?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Nein das müssen Sie nicht. Eine wirkliche Verpflichtung für die Mitteilung der neuen Adresse an den Vermieter gibt es nicht - der Gesetzgeber hat dies nicht geregelt.

Jedoch kann die Nichtbennenung einer Nachfolgeadresse auch zu gewissen Risiken führen, daher ist die von Ihnen angedachte Möglichkeit einer c/o Adresse von Bekannten/Eltern und Freunden grundsätzlich denkbar und möglich um mögliche Risiken zu vermeiden. Dies ersetzt aber nicht, dass Sie sich polizeilich ummelden.

Aber eine Nichtbenennung einer zustellfähigen Anschrift kann insbesondere dann zu Problemen führen, wenn zwischen den Mietvertragsparteien noch Ansprüche nach Auszug zu regeln sind. Denkabr wäre dies bei Mietkautionen, Nebenkostenabrechnung, Schadensersatzansprüchen etc..

Der Vermieter kann daher versuchen die neue Adresse des bisherigen Mieters durch Anfrage beim Einwohnermeldeamt zu ermitteln. Ist der ausgezogene Mieter unter einer neuen Anschrift gemeldet, dann bekommt der Vermieter die neue Adresse, die Post kann dann an die neue Anschrift zugestellt werden.

Ist aber der bisherige Mieter irgendwohin gezogen, in eine andere Stadt, noch dazu in ein anderes Bundesland, oder gar ins Ausland, dann wird das mit der Anschriftenermittlung für den Vermieter sehr viel schwieriger bzw. ist manchmal dann kaum möglich. In diesem Fall kann der Vermieter versuchen, sofern die Voraussetzungen gegeben sind, und die Anschriftenermittlung nicht gelingt, im Rahmen der öffentlichen Zustellung eine Klage, mithin ein Versäumnisurteil gegen den bisherigen Mieter zu erreichen. Die Folgen daraus können sehr unangenehm sein.

Daher empfiehlt es sich zumindest eine c/o Adresse bei Bekannten/Verwandten zu hinterlegen und dort auch den Posteingang regelmäßig zu kontrollieren.

Eine gesetzliche Pflicht zur Benennung einer Anschrift besteht dennoch nicht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 06.09.2019 | 13:31

Lieben Dank für Ihre Antwort!
Sie sprechen von einer "zustellfähigen Anschrift". Beinhaltet diese eine c/o-Adresse?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.09.2019 | 13:46

Vielen Dank für Ihre Rückfrage.

Für normale Briefpost wäre ein c/o Anschrift grundsätzlich ausreichend.

Für gerichtliche Schreiben wäre dies nicht ausreichend, denn diese setzen eine ladungsfähige Anschrift voraus, also eine solche, an der Sie sich auch aufhalten und das Schriftstück zur Kenntnis nehmen können. Dies ist bei Anschriften mit c/o nach derzeitiger Rechtsprechung nicht erfüllt.

MfG
RA Lembcke



Bewertung des Fragestellers 06.09.2019 | 13:47

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