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Bin ich überhaupt noch unterhaltspflichtig, die Erstausbildung ist ja bereits abgeschlossen?

17.01.2008 15:47 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


16:53

Mein Sohn, aus geschiedener Ehe, (jetzt 22 Jahre alt) wechselte im Jahr 2001 wegen fehlender Leistung vom Gymnasium (Klassenstufe 10) zur Realschule und wurde hier in die Klassenstufe 9 eingestuft. Im Jahr 2003 erwarb er, nach nunmehr 11 Schuljahren den Realschulabschluss. Im Jahr 2003 stand er vor der Entscheidung drei Jahre Schulausbildung mit dem Abschluss Abitur oder dreieinhalb Jahre Schulausbildung mit dem Abschluss allgemeine Hochschulreife mit Berufausbildung zu beginnen. Er hat sich zur zweiten Variante entschieden. Im Februar 2007 hat er diesen
Bildungsweg erfolgreich abgeschlossen und besitzt nun die allgemeine Hochschulreife und eine Berufsausbildung mit Abschluss „Staatlich geprüfter kaufmännischer Assistent für Informationsverarbeitung“. Im Jahre 2007 hat er mehrfach versucht „irgend etwas“ zu studieren (Sport etc.). Am 01.102007 hat er mit einem Diplomstudium, Studiengang „Landschaftsarchitektur“ begonnen. Dies war mit einem Ortswechsel, eigener Wohnung, PKW usw. verbunden und zu keinem Zeitpunkt mit mir abgestimmt. Bisher habe ich 320,- Euro Unterhalt gezahlt. Mein Sohn erhält 104,- Euro BaföG, 154,- Euro Kindergeld und verlangt von mir einen Barunterhalt in Höhe von 332,- Euro. Die Kindesmutter ist nicht leistungsfähig da sie nur 389,- Euro „Hartz 4“ bezieht. Mein Einkommen
beläuft sich auf ca. 2000,- Euro, Netto.
Nun meine Frage – bin ich überhaupt noch unterhaltspflichtig, die Erstausbildung ist ja bereits abgeschlossen und das jetzige Studium geht in ein völlig anderes Sachgebiet. Wenn möglich, wäre es hilfreich Gerichtsurteile benennen.
Ich bedanke mich im Voraus und verbleibe mit freundlichen Grüßen.

17.01.2008 | 16:16

Antwort

von


(94)
Stettiner Str. 106
40595 Düsseldorf
Tel: 0176-43025411
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie sind verpflichtet, Ihrem Sohn eine seinen Fähigkeiten und Neigungen entsprechende Ausbildung zu finanzieren. Dies ist nach Ihren Angaben bereits geschehen. Eine Verpflichtung zur Finanzierung einer akademischen Ausbildung besteht nicht zwingend.

Der BGH bejaht beim Ablauf Abitur/Lehre/Studium einen weiteren Unterhaltsanspruch, wenn das Studium in einem inhaltlichen Zusammenhang mit der Lehre steht und kurz nach der Lehre,d.h. in der Regel zum nächstmöglichen Zeitpunkt, aufgenommen wird.

Einen inhaltlicher Zusammenhang zwischen der kaufmännischen Ausbildung und dem Studiengang Landschaftsarchitektur vermag ich - wie Sie - nicht zu erkennen, so dass hier keine weitere Verpflichtung zu Unterhaltszahlungen bestehen dürfte, insbesondere ein "Ausprobieren" verschiedener Studiengänge müssen Sie nicht finanzieren.

Mit freundlichem Gruss
Lausch
- Rechtsanwältin -









Rückfrage vom Fragesteller 17.01.2008 | 16:36

Danke für die schnelle Rückantwort, können Sie mir Gerichtsurteile
benennen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 17.01.2008 | 16:53

Sehr geehrter Fragesteller,

Exemplarisch folgende Rechtsprechung:

Zur Unterhaltsverpflichtung wenn zunächst eine praktische Ausbildung durchlaufen wird, vorausgesetzt, das Studium steht in einem engen sachlichen und zeitlichen Zusammenhang (BGH - IVb ZR 51/88 , XII ZR 111/89 , XII ZR 174/90 , XII ZR 18/92 ).

Zum Bezug von Lehre und Studium (BGH - IVb ZR 51/88 , IVb ZR 83/ 88 , XII ZR 163/90 , XII ZR 174/90 , XII, XII ZR 148/99 )

Mit freundlichem Gruss
Lausch
- Rechtsanwältin -

ANTWORT VON

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