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Bin ich nun weiterhin trotz der Volljährigkeit und dem eigenständigen Gelderwerb meiner Tochter weit


01.09.2007 21:07 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,

ich bin seit der Geburt meiner Tochter im Juni 1987 unterhaltspflichtig.
Im Juli 2007 hat sie die Schule mit Abitur abgeschlossen und im August eine Lehre zur Immobilien - Kauffrau begonnen. Sie verdient nun selbst ca. 450,00 € Ausbildungsvergütung. Des weiteren ist Sie nebenberuflich als Wochenend - Kassiererin tätig und bezieht aus dieser nichtselbstständigen Nebentätigkeit ebenfalls ca. 300,00 - 350,00 € monatl.
Bin ich nun weiterhin trotz der Volljährigkeit und dem eigenständigen Gelderwerb meiner Tochter weiterhin unterhaltspflichtig??
Wahrscheinlich gibt es eine sehr klare Rechtsprechung zu dem Thema,....wo kann ich die einsehen??

Für Ihre Information bedanke ich mich im voraus,
mit freundlichen Grüssen,
Volker Schröder

01.09.2007 | 21:46

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich anhand des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Es ist kaum anzunehmen, dass Sie unter diesen Voraussetzungen weiterhin unterhaltspflichtig sind. Letztlich hängt das aber davon ab, wie hoch der Anspruch Ihrer Tochter ist, was ggf. konkret berechnet werden müsste.

Gegenüber volljährigen Kindern sind grundsätzlich beide Elternteile barunterhaltspflichtig sofern beide leistungsfähig sind. Hat das Kind einen eigenen Haushalt, liegt der Anspruch bei 640 EUR, wohnt es noch bei der Mutter, bemisst sich die Höhe des Anspruches ggf. aus dem addierten Einkommen beider Elternteile, ist aber dann auch von beiden Elternteilen entsprechend dem Verhältnis der Einkünfte zu zahlen. .

Auf den Anspruch ist das Kindergeld (falls das noch bezahlt werden sollte, was kaum anzunehmen ist) und die Ausbildungsvergütung des Kindes, vermindert um eine Pauschale für ausbildungsbedingten Mehrbedarf, voll anzurechnen BGH, Urteil vom 26.10.2005, Az. XII ZR 34/03. Die Pauschale für den ausbildungsbedingten Mehrbedarf liegt bei 90 EUR (vgl. Ziffer 8 der Anmerkungen zur Düsseldorfer Tabelle).

Ob auch die Einkünfte aus dem Nebenjob ganz oder teilweise anzurechnen sind, richtet sich danach, ob dies unter Berücksichtigung der beiderseitigen wirtschaftlichen Verhältnisse der Billigkeit entspricht (vgl. Ziffer 13.2. der unterhaltsrechtlichen Leitlinien i.V.m. § 1577 II BGB). Das sind also immer Einzelfallentscheidungen.

Ich hoffe, Ihnen damit eine Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Koch
Rechtsanwältin


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