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Bin ich bei dieser hohen Ausbildungvergütung zum Unterhalt noch verpflichtet?


| 22.12.2007 16:41 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Sehr geehrte Damen und Herren,

aus einer früheren Beziehung habe ich eine Tochter. Sie wurde im November 2007 18 Jahre alt, hat seit 01.04.2007 ein Ausbildungsverhältnis bis zum 31.03.2010. Ihre Ausbildungsvergütung (Brutto) beträgt im ersten Jahr 737,00 Euro, im zweiten 797,00 Euro und im dritten Ausbildungsjahr 896,00 Euro. Über Sonderzahlungen , betr. Weihnachtsgeld/Urlaubsgeld, habe ich keine Kenntnis erhalten. Die Miete beträgt 236,06 Euro.

Ich habe 1992 geheiratet und das Kind meiner Ehefrau adoptiert. Sie ist 19 Jahre alt, Studentin und erhält kein Bafög und kein sonsiges Einkommen. Ihre Miete beträgt 330,00 Euro.

Mein Nettogehalt monatlich 1504,41 (mit enthalten sind Weihnachts- und Urlaubsgeld). Da ich jeden Tag 95 km (Hin- und Rückfahrt zur Arbeit) habe, war ich gezwungen, mir ein Auto auf Kredit zu kaufen (158,00 Euro monatlich).

Das Kind aus der früheren Beziehung verlangt jetzt von mir die Neuberechnung des Unterhaltes , da nach ihrer Meinung, ihr jetzt ein höherer Unterhalt (bis jetzt zahlte ich 150,00€)zustände.

Nun habe ich folgede Fragen:

1) Wie beläuft sich die Unterhaltsberechnung?
2) Bin ich bei dieser hohen Ausbildungvergütung zum Unterhalt noch verpflichtet?
3) Muss ich eine neue Beurkundung vornehmen lassen, der Titel ist mit dem 18. Lebensjahr abgelaufen?
4) Wer ist für eine rechtswirksame Berechnung zuständig?
5) Welche Auslagen und in welcher Höhe können zur Unterhaltsberechnung mit herangezogen werden.


Für die Beantwortung der Fragen bedanke ich mich und wünsche Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und für das Jahr 2008 alles Gute.

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Sehr geehrter Fragesteller,

herzlichen Dank für Ihre Fragen.

1.
Dies kommt auf den tatsächlichen Bedarf an Unterhalt des Kindes an. Grundsätzlich sind Volljährige verpflichtet für Ihren Unterhalt selbst zu sorgen, im Rahmen der Ausbildung besteht jedoch eine (Bar)unterhaltspflicht der Eltern.

Vorliegend erzielt das Kind relativ hohes Einkommen. Gemessen an den Unterhaltssätzen der Düsseldorfer Tabelle und dem sich hieraus ergebenden Bedarf (Euro 429,00 ab 1.1.2008) Danach dürfte die Ausbildungsvergütung (netto) über diesen Bedarf auch abzüglich der Mietzahlung hinausgehend, zumindest, wenn man Ihre jetzige Unterhaltszahlung in Höhe von Euro 150,00 berücksichtigt.

Ihre derzeitige Unterhaltspflicht würde sich daher auf Null berechnen.

2.
Eine Unterhaltspflicht besteht, wie o.g. grds. nicht.

3.
Soweit der Titel zeitlich befristet ist, läuft er mit Ablauf der Frist aus. Eine neue Beurkundung wäre dann nicht notwendig. Wenn der Titel unbefristet ist, sollten ggf. Sie an eine Abänderung denken.

4.
Eine Titulierung und darin enthaltene Berechnung kann in Form einer Jugendamtsurkunde oder notariell (einvernehmlich) oder gerichtlich (streitig) erfolgen.

5.
Grds. wird bei der Unterhaltsberechnung das Bruttoeinkommen sowie sonstiges Einkommen berücksichtigt. Davon können abgezogen werden:

• Beiträge zur Sozialversicherung, zu Berufsverbänden,
Steuern
• Berufsbedingte Aufwendungen
• Nachgewiesene Werbungskosten
• Schulden
• Versicherungen

Ich hoffe, Ihre Fragen hilfreich und informativ beantwortet zu haben und wünsche Ihnen ebenfalls angenehme Feiertage und einen guten Start in das neue Jahr. Gerne stehe ich Ihnen, auch im Rahmen der kostenfreien Nachfrage, weiterhin zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.rechtsbuero24.de

Nachfrage vom Fragesteller 22.12.2007 | 17:40

Sehr geehrter Herr RA Joachim,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Eine Frage hätte ich noch:

Kann ich Ihre Auskunft für diese Unterhaltssache verwenden?

Besten Dank?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.12.2007 | 17:45

Natürlich, hierzu habe ich Sie Ihnen ja gegeben.

Herzliche Grüße

Christian Joachim
-Rechtanwalt-


www.rechtsbuero24.de

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