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Bildrechte für Portfolio nutzen

12.04.2017 00:42 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von


Hallo,
ich habe damals nach dem Studium ein Praktikum bei einer Firma für Ausstellungsgestaltung absolviert und an einigen Projekten grafisch mitgewirkt. Diese Ausstellungen wurden von Fotografen dokumentiert. Die Rechte liegen bei der Firma. Nach Beendigung des Praktikums habe ich von der Firma eine mündliche Zusage erhalten diese Bilder für mein Portfolio zu nutzen (Bilder des Fotografen sind in einem von mir gestalteten Booklets zu sehen, was abfotografiert wurde + ein Bild von der Ausstellung selbst als Vorschaubild). Die Bilder habe ich in mein Online-Portfolio gestellt. 2 Jahre danach meldet der Fotograf sich und hat mir direkt eine Rechnung von 1.190 €(inklusive 19 % Mwst.) gesendet mit dem Hinweis ich solle die Rechnung binnen 7 Tagen überweisen sonst droht er mit einer Schadensersatzforderung, die noch höher ausfallen wird. Nun frage ich mich, ob die Hohe Summe berechtigt ist und wie ich damit umgehen soll. Das Projekt habe ich sofort von meiner Webseite gelöscht und mich beim Fotografen entschuldigt, da mit nicht bewusst war, dass ich nicht berechtigt bin die Bilder zu nutzen. Ich verdiene ja kein Geld damit und habe die Bilder auch unverzüglich herausgenommen. Eine Ermahnung habe ich auch nicht erhalten sondern direkt eine Rechnung mit Nachlizensierung für unrechtmäßige Nutzung von Bildern. Ich freue mich auf Ihre Antwort.

12.04.2017 | 15:38

Antwort

von


(817)
Langener Landstraße 266
27578 Bremerhaven
Tel: 0471/ 483 99 88 - 0
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.
Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist es so, dass Sie nachweisen müssen, dass Sie zur Nutzung des Bildes berechtigt sind.
Dieses wäre dann der Fall, wenn der Fotograf die Nutzungsrechte (grundsätzlich ausschließliche Nutzungsrechte) der Firma insoweit eingeräumt hat, dass diese wiederum berechtigt ist, Ihnen ebenfalls ein Nutzungsrecht einzuräumen, also praktisch unterzulizenzieren.

Es genügt also nicht, dass ihnen beispielsweise die Firma eine Erlaubnis gegeben hat. Die Firma muss auch vom tatsächlichen Urheber (also vom Fotograf) die Berechtigung gehabt haben, Ihnen die Erlaubnis zu geben. Dieses müssten sie im Streitfall nachweisen können. Auch eine mündliche Zusage wäre ausreichend, sofern Sie diese nachweisen können. Hier kämen beispielsweise Zeugen in Betracht.

Daher würde es Sinn machen, sich an die Firma zu wenden, sich gegebenenfalls bestätigen zu lassen, dass man Ihnen die Erlaubnis gegeben hat und gleichzeitig Ihnen gegenüber nachzuweisen, dass die Firma auch berechtigt gewesen ist, Ihnen die Erlaubnis hierfür zu geben.

Sollten Sie eine solche Bestätigung nicht erhalten, so sieht es für einen Rechtsstreit leider schlecht aus. Dann wäre die Position grundsätzlich so, dass der Urheber Ihnen gegenüber Schadensersatzansprüche und Unterlassungsansprüche geltend machen könnte. Der Urheber könnte zur Durchsetzung dieser Ansprüche einen Rechtsanwalt mit einer außergerichtlichen Abmahnung beauftragen. Die hierdurch entstehenden zusätzlichen Anwaltskosten (grundsätzlich nicht unter 500 €) hätten Sie dann ebenfalls zu tragen.

Vor diesem Hintergrund wäre es sinnvoll, wie bereits gesagt abzuklären, ob sie nachweisen können, dass die Firma berechtigt gewesen ist, Ihnen die Erlaubnis zu geben. Sollte dieser Nachweis nicht möglich sein und auch die Firma ihnen keine verwertbare Bestätigung hierüber geben können, wäre ihnen anzuraten, sich mit dem Fotografen zu einigen, um zu vermeiden, dass weitere Kosten entstehen.

Ob der geforderte Betrag berechtigt ist hängt letztendlich von Art und Umfang der Nutzung ab. Da ich die konkrete Nutzung nicht im Detail kenne und auch das Bild nicht gesehen habe, kann ich dieses im Rahmen dieser Erstberatung leider nicht abschließend beurteilen. Sofern Sie eine Einschätzung hierzu wünschen, können Sie sich gerne per E-Mail (info@drnewerla.de ) an mich wenden, dann würde ich Ihnen ein unverbindliches Angebot für diese Einschätzung zukommen lassen. Auch stehe ich Ihnen gerne im Rahmen einer weiteren Beauftragung für eine Vertretung gegenüber dem Fotografen zur Verfügung.

Ich hoffe, dass ich Ihnen helfen konnte.

Mit freundlichen Grüßen von der Nordseeküste

Dr. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt
- Fachanwalt für IT-Recht-
- Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz-


Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla
Fachanwalt für Informationstechnologierecht, Fachanwalt für Gewerblicher Rechtsschutz, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht

ANTWORT VON

(817)

Langener Landstraße 266
27578 Bremerhaven
Tel: 0471/ 483 99 88 - 0
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