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'Bildrecht'

19.03.2011 17:37 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dennis Meivogel


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich weiß, ein Bildrecht gibt es nicht. Der Titel passt für mich als Leihen aber am besten.

Meine Frage:

In einem von mir geschriebenen Buch möchte ich völlig unkenntliche Beamte des KSK und der Sondereinsatzkräfte abbilden. Es sind zwei kleine Fotos. KSK maskiert und SEK mit dicken Balken vor den Augen.

Die Bilder sind sehr klein (ca. 4 mal 4cm), man ekennt die Technik aber sonst nichts, der Hintergrund ist neutral, die Personen absolut unkenntlich.

Im meinem Text findet sich lediglich die Aussage, dass Beamte des KSK bzw. des SEK u. a. Techniken meiner Sportart trainieren. Keine Aussage, dass ich diese trainiere oder, dass sie nur diese Techniken trainieren, auch keine Wertung etc.

Darf ich diese Bilder benutzen? Die Verlage und Autoren der Quellenliteratur haben mir die Erlaubnis gegeben, die Bundeswehr hat mich kritisch angerufen... es wäre kein Recht zur Weitergabe der Bilder gegeben worden.

Ist es grundsätzlich verboten Sondereinsatzkräfte oder KSK-Beamte abzubilden? Die Quellenbilder sind öffentlich zugänglich, die Beamten und Hintergründe wie schon gesagt unkenntlich.

Ich hoffe Sie können mir helfen!

Mit Freundlichen Grüßen, O. G.

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Fragen wie folgt.

Entgegen Ihrer Auffassung, ein "Bildrecht" gäbe es nicht, ist das Recht am eigenen Bild gesetzlich geschützt.

Das Recht am eigenen Bild ist als Ausprägung des allgemeinen Persönlichkeitsrechtes ein Rechtsgut des Einzelnen welches bei Verletzung Schadensersatzansprüche aus § 823 BGB nach sich zieht.

Daher ist die Verbreitung eines Bildes eines Betroffenen in welchem diese Person erkennbar ist, auch wenn nur der Bekanntenkreis die Person erkennen kann oder der Zusammenhang zur Erkennung führt, nur mit Zustimmung des Betroffenen zulässig. Somit ist auch bei Unkenntlichmachung grundsätzlich die Gefahr gegeben, dass eine Erkennbarkeit, wenn auch nur für Eingeweihte, vorliegt, welche zum Recht am eigenen Bild führt. Eine Verbreitung ohne die Zustimmung ist nach dem Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photographie - KunstUrhG, rechtswidrig, vgl. hierzu die entsprechenden Vorschriften in §§ 22, 23 KunstUrhG.

Eine Ausnahme besteht insbesondere bei Personen der Zeitgeschichte soweit nicht deren berechtigten Interessen verletzt werden.

Sie sollten deshlab vorliegend keine Veröffentlichung vornehmen und die entsprechenden Stellen um Bildmaterial bitten, welches die entsprechend benötigten Situationen zeigt, die Sie für Ihre Zwecke benötigen.

Nachfrage vom Fragesteller 19.03.2011 | 18:14

Schade, da ich schon bei einem Anwalt war, kannte ich Ihre Aussagen schon. Recht am eigenen Bild, nur Persönlichkeiten der Zeitgeschichte oder Fotosauf öffentlichen Veranstaltungen... Das sich die Fotografierten Personen selbst erkennen könnten scheint mir in allen Fällen gegeben... wieso kann man dann überhaupt vom unkenntlich machen eine Bildes sprechen, wenn sich am Ende die unkenntlich gemachten doch irgendwie selbst wieder erkennen könnten?
Dazu besteht weiterhin die Frage ob Polizei oder Spezialkräfte einem Sonderrecht unterliegen.
Dass ich das Material von der Bundeswehr bekomme ist unwahrscheinlich und es würde vermutlich Monate dauern...
Vielleicht haben Sie noch eine Idee!?
Liebe Grüße, O. G.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.03.2011 | 19:20

Nein kann ich Ihnen hierzu keine Alternative aufzeigen.

Es überrascht, wenn Sie schreiben, dass Sie die Antworten schon kannten, aber in der Frage schreiben, dass es kein Recht am Bild gebe.

Es müsste Ihnen klar sein, dass Ihnen jeder Anwalt zu dem Thema das Gleiche sagen wird. Daher kann ich Ihre einleitende Formulierung nicht nachvollziehen.

Zu Ihrem eigenen Schutz sollten Sie daher auf Bildmaterial verzichten, stattdessen Illustrationen nehmen, oder Situationen mit anderen Personen, die in die Veröffentlichung einwilligen, nachstellen und fotografieren.

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