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Bilderklau im Onlinehandel


| 28.05.2007 17:41 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Mauritz



Sehr geehrte Damen und Herren,

leider mussten wir heute feststellen, dass zwei unserer eigens hergestellten Produktfotos, die wir im Rahmen unseres gewerblichen Onlinehandels (Shop und Ebay) einzusetzen, aus einem unserer Angebote kopiert und von einen Onlinehändler auf der Verkaufsform amazon ohne unser Einverständnis genutzt werden.
Wie können wir dagegen vorgehen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich wie folgt beantworten:

Die unberechtigte Verwendung fremder Bilder stellt einen Verstoß gegen das Urheberrecht dar. Insbesondere Produktbilder im geschäftlichen Verkehr dürfen nur mit der ausdrücklichen Zustimmung des Bilderstellers, des Urhebers, verwendet werden.

Zum einen haben Sie die Möglichkeit, die entsprechenden Angebote auf Amazon.de löschen zu lassen. Hierzu genügt eine Mitteilung an Amazon.de über die Verletzung gewerblicher Schutzrechte. Eine entsprechende Mustererklärung finden Sie unter einem Link am Ende der AGB von Amazon.de.

Zuvor sollten Sie aber aus Gründen der Beweissicherung Screenshots der entsprechenden Angebote machen.

Des weiteren haben Sie die Möglichkeit, den Onlinehändler im Wege einer sog. Abmahnung in Anspruch zu nehmen.
Im Rahmen einer solchen Abmahnung wird der Rechteverletzer mit einer Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung dazu aufgefordert, die Angebote, die Ihre Bilder enthalten, zu entfernen bzw. es zu unterlassen, diese Bilder künftig nochmals zu verwenden. Bei Nichteinhaltung einer abgegebenen Unterlassungsverpflichtung drohen dann Vertragsstrafen.

Daneben können Sie für die bereits erfolgte Verwendung Ihrer Fotos Schadensersatz geltend machen. Dieser wird üblicherweise im Wege der sog. Lizenzanalogie berechnet; d.h. es wird der Betrag zugrunde gelegt, den Sie vom Onlinehändler hätten verlangen können, wenn Sie ihm zur Nutzung der Bilder eine Erlaubnis erteilt hätten.

Gibt der Onlinehändler die Unterlassungserklärung nicht wie verlangt ab, könnten sie zunächst im Wege einer sog. einstweiligen Verfügung gerichtlich gegen Ihn vorgehen.

Sie könnten sich auch darauf beschränken, den Onlinehänddler "unverbindlich" auf Ihre bestehenden Urhebrechte hinzuweisen und ihn, ohne auf Abgabe einer Unterlassungserklärung zu bestehen, dazu aufzufordern, eine Benutzung Ihrer Bilder zu unterlassen. Dann hätten Sie aber nicht die Rechtssicherheit, dass der Onlinehändler Ihre Bilder nicht künftig doch wieder verwendet bzw. dass im Falle einer Verwendung eine Vertragsstrafe fällig wird.

Sie können eine solche Abmahnung grds. selber vornehmen. Ich rate Ihnen jedoch dazu, hierzu einen Anwalt zu beauftragen, da es viele formale Besonderheiten gibt, deren Fehlen eine Abmahnung u.U. unwirksam werden lassen kann.
Im Fall einer berechtigten Abmahnung hat im übrigen der Abgemahnte die Anwaltskosten zu tragen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen zunächst weiter helfen. Ich möchte Sie auf die kostenlose Nachfragefunktion hinweisen und stehe Ihnen für eine weiterführende Interessenwahrnehmung selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz
Rechtsanwalt
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