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Bilder urheberrechtlich schützen


04.06.2005 18:32 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Hallo

Wenn ich selbstgemachte Bilder bei Internetauktionen verwende und diese NICHT schütze (mit Wasserzeichen, oder Hinweis) und jemand benutzt diese Bilder für seine Auktionen, wie bin ich gegen urheberrechtlichen Diebstahl geschützt?
Muss ich meine Bilder mit einem Copyright versehen, um sie zu schützen?
Wie kann man auch beweisen, dass dieses Bild das eigene ist?
Kann derjenige mein Bild verwenden, wenn er es etwas überarbeitet (ein paar Farbtöne anders etc.)?

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Guten Abend,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

1)
Das Urheberrecht schützt Werke der Literatur, der Wissenschaft und der Kunst. Geschützt sind daher schriftliche Ausarbeitungen, Programme der Datenverarbeitung, Musikwerke, Darbietungen der bildenden Künste, der Baukunst, Entwürfe, Lichtbilder, Filmwerke, Zeichnungen, Pläne, Skizzen, Tabellen usw.. Es muss allerdings eine eigene individuelle Arbeit bejaht werden können, die die ganz persönliche Vorstellungskraft des Verfassers wiedergibt. Das Recht entsteht von selbst, ohne dass es einer Registrierung - wie beispielsweise bei der Marke - bedarf.

2)
Eine Anbringung eines Copyright-Vermerkes, Wasserbildes oder einer sonstigen Markierung ist daher nicht notwendig.

Es ist allerdings zu empfehlen, die Lichtbilder mit einer Bestimmung des Urhebers zu markieren.

Das Recht der Bestimmung der Urheberbezeichnung umfasst die Befugnis des Urhebers zu bestimmen, ob und wie die Urheberbezeichnung auf die Schöpfung aufgebracht wird. Es kann der bürgerliche Name oder eine Art Künstlername sein oder ein eigener gefertigter Stempel, der für den jeweiligen Künstler als Copyright (corporate identity) gilt.

3)
Die Entstehung des Urheberrechts setzt keine formellen Voraussetzungen voraus. Insbesondere das Anbringen des Copyright-Vermerks ist hierzu nicht erforderlich. Der Hinweis auf den Urheber gewinnt allerdings rechtliche Bedeutung, wenn um den Beweis der Urheberschaft gestritten wird (§ 10 UrhG) oder wenn sich der Verletzer zu Unrecht die Urheberschaft an einem Werk anmaßt (§§ 13, 107 Abs. 1 Nr. 2 UrhG).

Als Beweis dient in den meisten Fällen also über den angebrachten Urhebervermerk geführt.

4)
Das Selbstbestimmungsrecht des Urhebers gebietet es, die Bearbeitung seiner Werke alleine in seine Hand zu legen. Er soll allein das Recht haben, eine Veränderung an seiner Schöpfung vorzunehmen. Aus diesem Grund sieht auch § 23 UrheberG, daß Bearbeitungen und andere Gestaltungen eines Werkes zur Veröffentlichung nur mit Zustimmung des Urhebers erfolgen dürfen. Die Umgestaltung ist die leichte Veränderung eines Werkes, etwa das Kleinerschneiden eines Fotos, Auswechseln einer Farbe des Bildes usw. Die Bearbeitung hingegen setzt voraus, dass ein Original derart verändert wird, dass der Bearbeitung eigene Schöpfungsqualität zugesprochen wird. Das Endprodukt muß also selbst schutzfähig im Sinne des § 2 UrheberG sein. Je weiter sich die Bearbeitung von dem Erstwerk also Original entfernt und eigene Schöpfungsqualität annimmt, wird aus der Umgestaltung eine Bearbeitung im rechtlichen Sinne.

Diese darf jedoch nur der Urheber vornehmen.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de

Nachfrage vom Fragesteller 04.06.2005 | 18:53

Wie sieht es auch, wenn ich ein geklautes Bild nehme und es überarbeite (andere Farbtöne, ein paar Kleckse drauf mache, usw..) ? Darf ich es dann verwenden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.06.2005 | 20:02

Nein. Das recht zur Bearbeitung steht nur dem Urheber zu.

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