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Bilder und Datendiebstahl bei Ebay !!


13.12.2010 10:21 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Mathias Drewelow



Hallo,

folgendes Problem. Ich habe mein Auto bei Ebay zum Verkauf angeboten. Ganz normal wie jeder andere. Mit Bildern und einer Beschreibung. Angemerkt sei das es sich um ein sehr seltenes und limitiertes Fahrzeug gehandelt hat)

Als die Auktion vorbei war wurde ich von mehreren Interessenten angeschrieben mit der Frage ob mein Auto nun doch noch zum verkauf steht. Ich war sehr verwundert und hackte nach. Es kam heraus das eine Person x meine Bilder und Angaben zum Fahrzeug gestohlen hat und bei Autoscout 24 als Angebot eingestellt hat. Ich habe den Herrn kontaktiert und mehr als beleidigt wurde ich nicht. Also stellte ich Strafantrag auf versuchten Betruges. Sicher ist bis jetzt: Das Fahrzeug besitzt der Herr nicht, die Adressangaben bei der Onlineplattform die der Herr hinterlegt hat gibt es nicht.

Der Strafantrag läuft und auch Autoscout hat das Angebot gelöscht.

Meine Frage: Kann ich den Herrn zivilrechtlich wegen Diebstahl meiner Bilder und Angaben Belangen die Er aus meiner EBAY AUKTION kopiert hat. Macht ein Zivilprozess überhaupt Sinn?

Vielen Dank

Judy Schreyer

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Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie des Einsatzes wie folgt:


Ihnen könnten verschiedenen Abwehrrechte gegen diese unbefugte Benutzung Ihres „geistigen Eigentums" zustehen, wenn es sich bei den Bildern, die Sie selbst gemacht haben um urheberrechtlich geschütztes Material handelt.


Fotos unterfallen fast immer dem Schutz des UrhG.

Nicht nur besonders individuell gestaltete und künstlerische Lichtbildwerke stellen ein Werk im Sinne von § 1 UrhG dar.


Einfache Lichtbilder werden durch § 72 UrhG geschützt.



Gerade bei Bildern, welche im Internet zugänglich sind, muss ein jeder davon ausgehen, dass die Bilder urheberrechtlich geschützt sind.

Demnach stehen Ihnen verschiedene Abwehrrechte aus dem UrhG zu. Nach § 97 UrhG haben Sie Anspruch von dem Verwender a. Auskunft zu verlangen, was er mit den Bildern getan hat und ob noch weitere irgendwo vorhanden sind.
b. Sie können Unterlassung der Veröffentlichung verlangen. C. Auch Schadensersatz kann von Ihnen verlangt werden.

Die Höhe des Schadensersatzes wird unterschiedlich bestimmt.

Zum großen Teil wird der Anspruch nach der Lizenzanalogie bestimmt – also kann das verlangt werden, was bei Abschluss eines ordnungsgemäßen Lizenzvertrages fällig geworden wäre.


Dies lässt sich gut durch die Richtlinien des mittelständischen Fotoverbandes ermitteln.

Die Nichtnennung des Urhebers führt dabei zu einer Verdoppelung des Schadensersatzes.


Ähnlich gestaltet sich die Frage bei der Kopie Ihrer Artikelbeschreibung.

Auch diese genießt urheberrechtlichen Schutz, wenn Sie von Ihnen kreiert wurde.


Die oben beschriebenen Abwehrrechte stehen Ihnen auch hier zu.


Sie müssen lediglich den Beweis führen, dass Fotos und Texte tatsächlich aus Ihrer Feder stammen.

Wenn Sie das können, etwa durch das Vorweisen von Zeugen oder Vorhandensein der Originalaufnahmen, dann hat ein zivilrechtliches Vorgehen Aussicht auf Erfolg.




Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit der Beantwortung weiterhelfen.





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