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Bilder

| 14.08.2009 15:23 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Frau Petry-Berger ,

Kurze Schilderung des Falles ,

Da ich eine Private Homepage habe
dreht sich alles um High Heels

Meine Ex Freundin stand selbst Modell waren ca 3 Jahre in einer Beziehung .
wählte selbst auch mit die Bilder aus für die HP
es wurden Bilder von Schuhen gemacht
Früher war sie auch teils mit Gesicht zuerkennen.
Wurden von mir entfernt .
mehrzahl Bilder von 2005
Mittlerweile haben wir 2009 !!!

Man sieht demfall nur die Schuhe und Beine
*****

Nun vor 3 Tagen schriebe sie mir
Nachricht:
Hiermit bitte ich Dich darum alle Bilder/Videos von mir aus dem Internet umgehend zu entfernen.
Ich möchte nicht mehr, das auch nur eines dieser Bilder/Videos in irgendeiner Form veröffentlicht bleibt/wird.

Danke für Dein Verständnis und Umsetzung bis 19.08.09

Meines Wissens steht das Urrheberrecht zu 50 zu 50 %
demfall kann sie nicht verlangen das ich Alle Bilder entfernen
sollte .
Sie ist weder zuerkennen auf den Bildern
da es auf die Schuhe bezogen ist .

Nun sieht man nur Schuhe und Beine .
wie verhält sich das nun ?

MFG



"Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Die Einwilligung gilt im Zweifel als erteilt, wenn der Abgebildete dafür, daß er sich abbilden ließ, eine Entlohnung erhielt. Nach dem Tode des Abgebildeten bedarf es bis zum Ablaufe von 10 Jahren der Einwilligung der Angehörigen des Abgebildeten. Angehörige im Sinne dieses Gesetzes sind der überlebende Ehegatte oder Lebenspartner und die Kinder des Abgebildeten und, wenn weder ein Ehegatte oder Lebenspartner noch Kinder vorhanden sind, die Eltern des Abgebildeten."
Eingrenzung vom Fragesteller
14.08.2009 | 15:48
14.08.2009 | 18:21

Antwort

von


(20)
Beethovenstr. 3
59174 Kamen
Tel: 02307/17062
Web: http://www.kanzlei-heidicker.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass diese Plattform keine ausführliche und persönliche Beratung ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste summarische Einschätzung des Rechtsproblems auf der Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten. Durch Hinzufügen oder Weglassen weiterer Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beratung anders ausfallen, da sie entscheidend von wichtigen Details abhängen kann.

Da Sie die in Ihrer Anrede genannte Kollegin nicht direkt beauftragen wollten, beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes gerne wie folgt:

Der von Ihnen geschilderte Sachverhalt richtet sich nach den §§ 22 , 23 KunstUrhG (Kunsturhebergesetz). Danach dürfen Bildnisse nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder veröffentlicht werden. Diese Einwilligung ist durch Ihre ehemalige Lebensgefährtin nach Ihrer Schilderung im Jahre 2005 bei Erstellung und Einstellung der Bilder in das Internet ausdrücklich oder zumindest konkludent, also schlüssig, erteilt worden.

Fraglich wäre nun, ob Ihre ehemalige Lebensgefährtin durch die an Sie gesendete Nachricht die Einwilligung wirksam widerrufen hat. Eine solche Einwilligung ist jedoch grundsätzlich bindend. Ein entsprechender wirksamer Widerruf durch Ihre Ex-Lebensgefährin wäre nur denkbar, wenn sie geltend machen könnte, dass ein wichtiger Grund vorliegt, der sie in ihrem Persönlichkeitsrecht verletzt. Solche Umstände hat sie anscheinend nicht vorgetragen. Nach Ihrer Schilderung hat Ihre Ex-Lebensgefährtin die erteilte Einwilligung auch nicht zeitlich beschränkt, so dass sie auch aus diesem Grund an Ihre damalige Einwilligung gebunden ist.

Des Weiteren kommt hinzu, dass § 22 KunstUrhG nach der Rechtsprechung voraussetzt, dass die abgebildete Person zumindest für einen bestimmten Personenkreis überhaupt erkennbar ist (BGH <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201979,%202205" target="_blank" class="djo_link" title="BGH, 26.06.1979 - VI ZR 108/78: Schadensersatz für die nicht genehmigte Werbung mit einer Abbil...">NJW 1979, 2205</a> ). Dies dürfte wohl bei einem Bildnis der Beine in High Heels im Regelfall zu verneinen sein, soweit nicht besondere Merkmale (wie z.B. etwaige individuelle Tätowierungen, Narben etc.) eine leichte Identifikation durch Dritte ermöglichen.

Ich hoffe, die Frage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben. Um diesen Service für andere Ratsuchende transparenter zu machen, möchte ich Sie höflichst auf die Bewertungsfunktion aufmerksam machen. Schließlich verweise ich bei Bedarf auch auf die kostenlose Nachfragefunktion und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Dipl. Jur. Jan B. Heidicker

Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 14.08.2009 | 18:48

Danke für die Info

Demfall kann sie es nicht verlangen , das ich die Bilder von meiner Seite entferne ,
zumal ich der Fotograf bin
und dreht sich ja um High Heels.
Eine Verletzung findet ja nicht statt da sich nicht erkennbar ist .
Es handelt sich ausschliesslich um Schuhe die mir gehören.

Bilder wo Sie eindeutig erkennbar war habe ich schon längst
entfernt gehabt.

Fraglich wäre nun, ob Ihre ehemalige Lebensgefährtin durch die an Sie gesendete Nachricht die Einwilligung wirksam widerrufen hat

Hiermit bitte ich Dich darum alle Bilder/Videos von mir aus dem Internet umgehend zu entfernen.
Ich möchte nicht mehr, das auch nur eines dieser Bilder/Videos in irgendeiner Form veröffentlicht bleibt/wird.

Danke für Dein Verständnis und Umsetzung bis 19.08.09

Das ist für mich kein Widerruf sondern eine drohung.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 14.08.2009 | 18:58

Genau, eine Entfernung der Bilder kann sie demnach nicht verlangen. Auch ein wirksamer Wideruf ist durch die Nachricht nicht erfolgt.


Mit freundlichen Grüßen


Dipl. Jur. Jan B. Heidicker

Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 14.08.2009 | 18:59

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