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Bild eines Prominenten auf kleiner Internetseite benutzt


| 09.04.2005 14:32 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Ich habe auf einen privaten Internetseite ein Bild eines Prominenten in einer Banner-Rotation verwendet. "Hier könnte auch ihre Werbung stehen", stand darunter.

Ich habe nun eine Unterlassungsverpflichtungserklärung erhalten sowie eine Kostennote. Gegenstandswert wurden 20.000 Euro angesetzt, bei einer 1.3-Gebühr. Insgesamt inkl. Auslagen und MwSt. fast 1000 Euro.

Der Promi sieht sich in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt. Die Anzeige war 3 Tage online.

Das verstehe ich jetzt auch absolut, habe jetzt aber auf Grund meines Alters (erst 22) Angst vor einer Schadensersatz-Klage.

Es stand jedoch weder in der Unterlassungserklärung etwas von Schadensersatz oder weiteren rechtlichen Ansprüchen, noch in dem neuen Schreiben mit der Kostennote.

Kann so etwas doch noch kommen? Ich kann jetzt mit Mühe und Not die Kosten von 1000 Euro bezahlen und habe schreckliche Angst und schlafnose Nächte hinter mir.

Vielen Dank.
09.04.2005 | 14:59

Antwort

von


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Nürnberger Strasse 24
63450 Hanau
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Sehr geehrter Rechtssuchender,

wenn Sie der Aufforderung nachgekommen sind und das Prominentenbild aus Ihrer Bannerwerbung rausgenommen haben, brauchen Sie sich keine Sorgen mehr zu machen.

Grds besteht zwar die Möglichkeit bei Persönlichkeitrechtsverletzungen Schadensersatz in Form von Schmerzensgeld zu verlangen. Die zugestandenen Schadensersatzansprüche fallen in Deutschland aber meist sehr gering aus. Des Weiteren handelte es sich bei der betreffenden Person auch noch um einen Prominenten, der sowieso nicht so uneingeschränkt Persönlichkeitsrechte inne hat, wie ein Privater. Des Weitern haben Sie wahrscheinlich auch kein Bild gezeigt, dass den Prominenten in seiner Privatsphäre zeigt. Alle diese Faktoren würden den Schmerzensgeldanspruch noch mal mindern.

Wenn der gegenerische Anwalt eine Möglichkeit gesehehen hätte, aussichtsreich noch Schadensersatz einzuklagen, dann hätte er dies schon gleich in der ersten Klage gegen Sie getan.

Meines Erachtens ist die Sache daher erledigt und Sie brauchen sich keine Sorge wegen einer weiteren Schadensersatzklage zu machen.

P.S.

Passen Sie in Zukunft bei solchen Sachen aber auf, denn der Europäische Gerichtshof hat die Rechte der Prominenten auf Einhaltung ihrer Persönlichkeitsrechte gestärkt. Allerdings steht der Europäische Gerichtshof hierüber in ständigem Krieg mit dem deutschen Bundesverfassungsgericht, das die Persönllichkeitsrechte bei Prominenten eher eingeschränkt sieht.

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 12.04.2005 | 19:58

Da die Domain in den nächsten Tagen an einen neuen Besitzer gehen wird:

Angenommen der neue Besitzer macht in einem Jahr den gleichen Fehler.

Tritt dann die Vertragsstrafe der Unterlassungserklärung für mich in Kraft, obwohl ich mit der Domain überhaupt nichts mehr zu tun habe? Wenn ja, wie kann ich das umgehen?

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.04.2005 | 09:49

Sehr geehrter Rechtssuchender,

die Vertragsstrafe dürfte Sie nicht mehr treffen. Sie haben ja zu Ihrer Zeit das Bild auf der Domain gelöscht. Wenn nun Ihr Rechtsnachfolger mit der übernommenen Domain vorsätzlichen Schindluder treibt, kann Sie kein Schuldvorwurf mehr treffen.

Aus Beweisgründen wäre natürlich ganz günstig, wenn auf dem Domainübergabevertrag der Zeitpunkt fixiert wird, ab wann der Rechtsnachfolger für diese alleine zuständig ist. Wird dann nach dem Übergabezeitpunkt erneut das Prominentbild eingesetzt, liegt es klar auf der Hand, dass dies nicht mehr in Ihrem Einflussbereich lag.

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt

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