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Bild auf Homepage des alten Arbeitgebers


17.08.2007 17:05 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht



Mein letzter Arbeitgeber hat von mir verlangt eine Erklärung zu unterschreiben in der ich zustimme, dass er mit meinem Bild im Internet für sein Küchenstudio werben kann(es geht um eine gestellet Beratung mit Kundnen vor einer Dunsthaube). Wenn ich mich recht entsinne auch nach meinem Ausscheiden aus der Firma. Und dies ist nun auch schon über 5 Jahre her und das Foto ist immer noch auf der Homepage!!. Ich arbeite nun in einem Küchenstudio ca. 15km entfernt vom alten Arbeitsplatz. Meine Frage ist : kann ich vom alten Arbeitgeber verlangen das Bild mit mir von seiner Homepage zu entfernen? Und wenn nicht, wie lange darf er das Bild noch zu seinen Werbezwecken verwenden?? da ich im neuen Geschäft auch schon einen großen Kundenstamm besitze, möchte ich natürlich nicht, dass ich noch mit meinem alten Arbeitgeber in Verbindung gebracht werden kann, auch weil das Arbeitsverhältniss zum Ende nicht gerade als gut zu beschreiben war. Vielen Dank für Ihre Hilfe!

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Sehr geehrter Fragesteller,

wenn ich Sie richtig verstehe, dann haben Sie die Erklärung bereits unterschrieben. Damit haben Sie grundsätzlich die Nutzungsrechte an Ihrem urheberrechtlich geschützten Bild dem alten Arbeitgeber übertragen, so dass dieser das Bild nutzen kann, theoretisch unbefristet lange. Gegenwärtig haben Sie daher keine Handhabe gegen den Ex-Arbeitgeber wegen Ihres Bildes.

Allerdings besagt § 42 Abs. 1 UrhG, dass der Urheber (also Sie) das Nutzungsrecht zurückrufen kann, wenn das Werk (Ihr Bild)seiner Überzeugung nicht mehr entspricht und ihm deshalb die Verwertung des Werkes nicht mehr zugemutet werden kann.

Ein solcher Fall dürfte bei Ihnen vorliegen. Ihre Argumente diesbezüglich klingen sehr plausibel. Nach Ausübung o.g. Rechts wäre die weitere öffentliche Verwendung des Bildes durch den Ex-Arbeitgeber verboten. Die Kehrseite besteht darin, dass Sie ihn angemessen entschädigen müssen, da er nunmehr das Bild nicht mehr verwenden kann (vgl. § 42 Abs. 3 UrhG).

Ich rate Ihnen, zunächst eine einvernehmliche Lösung mit Ihrem ehemaligen Arbeitgeber anzustreben. Er sollte normalerweise Ihre Beweggründe verstehen und Sie sparen dadurch womöglich auch noch Ihre Entschädigungspflicht im Falle einer Rückrufs.

Sollte er sich weigern, wäre der o.g. Weg zu gehen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit einen ersten Eindruck vermitteln.

Bei weiteren Fragen oder Anliegen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Soweit aus dem Bereich www.frag-einen-anwalt.de heraus eine Kontaktaufnahme an mich persönlich gewünscht ist, bitte ich zunächst ausschließlich um Kontakt per E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen

Schneider
Rechtsanwalt
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