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Bieterverfahren im Immobilienverkauf (Privatperson)

12.09.2018 17:26 |
Preis: 57,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte mein Einfamilienhaus verkaufen und habe hierzu folgende Frage (Zusammenhang: Bieterverfahren beim Immobilienverkauf durch Privatperson).

Hintergrund:
- Privatperson (ich bin kein Makler)
- Verkauft wird ein Einfamilienhaus
- Haus in hervoragender Lage (hohe Nachfrage). Jedoch nur teilrenoviert
- Ich traue mir zu, das Haus selbst zu verkaufen

Ich halte aufgrund der o.g. Eigenschaften die Anwendung des sog. „Bieterverfahrens" für gut geeignet, um dieses Haus zu verkaufen. Ich würde dieses Verfahren jedoch gerne in Teilen anpassen (u.a. individuelle Besichtigungstermine statt Sammelbesichtigung).

In den Beschreibungen des Bieterverfahrens taucht immer wieder folgender Satz auf:
- „Der Verkäufer oder dessen Makler muss in der Anzeige vermerken, dass es sich um ein Bieterverfahren handelt"

Ich würde den Begriff „Bieterverfahren" in meiner Anzeige aus div. Gründen jedoch gerne vermeiden und in der Anzeige gerne schlicht wie folgt formulieren:
„Der genannte Verkaufspreis definiert die Mindest-Preiserwartung. Der Verkauf erfolgt an das höchste Gebot."

Meine Frage(n) hierzu:
- Wieso MUSS ein privater Verkäufer den Begriff „Bieterverfahren" in der Anzeige vermerken ? Gibt es hierzu irgendeine relevante Rechtsgrundlage im Falle eines Privatverkaufs ?
- Spricht rechtlich irgendetwas gegen meine obige Wunsch-Formulierung ? Gehe ich mit dieser Formulierung irgendein Risiko ein ? (etwa: ich lande mit dieser Formulierung ungewollt im rechtlichen Status einer Auktion und muss zwingend an den Höchstbietenden der ersten Gebotsrunde verkaufen ?, etc.)

Vielen Dank für Ihre Antworten!
12.09.2018 | 18:41

Antwort

von


(1013)
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Es gibt kein formalisiertes Bieterverfahren, d.h. kein Gesetz, in dem das Verfahren genau vorgeschrieben ist. Sie sind daher weitgehend frei in der Ausgestaltung des Bieterverfahrens.

Der Begriff "Bieterverfahren" ist nicht zwingend notwendig, jedoch müssen Sie deutlich machen, dass Ihre Anzeige kein bindendes Verkaufsangebot darstellt, sondern eine Aufforderung zur Abgabe von Kaufpreisgeboten.

Mit Ihrer Formulierung binden Sie sich an das höchste Gebot, d.h. Sie müssen dann an den höchsten Bieter verkaufen. Das kann negativ sein, wenn Ihnen das höchste Gebot zu niedrig erscheint oder der Bieter aus anderen Gründen unpassend erscheint. Daher sollten Sie deutlich machen, dass Sie sich aus den Geboten das Ihnen Passendste auswählen.

Sammeltermine sind nicht notwendig, aus psychologischen Gründen aber hilfreich. Ebenso können Einzelermine auch hilfreich sein. Sie sind da frei, es sollte aber von vorneherein festgelegt und für alle Bieter gleich sein.

Ich empfehle, den endgültigen Text von einem Anwalt prüfen zu lassen, um Fehler/Mißverständnisse zu vermeiden.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt


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