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Bezugsrecht private Rentenversicherung

07.06.2010 18:01 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Ich bin in 2. Ehe verheiratet, habe aus 1. Ehe 3 Kinder.
Vor 1 Jahr habe ich eine private Rentenversicherung abgeschlossen, die nach 12-jähriger Laufzeit fällig werden soll.
Als Bezugsberechtigte habe ich 2 meiner Kinder zu je 1/2 eingesetzt, da meine jetzige Ehefrau anderweitig abgesichert ist.
Mein 3. Kind habe ich bzgl. eines Bezugsrechtes nicht berücksichtigt.
Wie ist nun die Festlegung dieses Bezugsrechtes evtl. zusätzlich zu gestalten, dass von keiner Seite der Unberücksichtigten (also meine 2. Ehefrau, mein 3. Kind aus erster Ehe) ggf. ein Ergänzungsanspruch in 12 Jahren erhoben werden kann ?

-- Einsatz geändert am 08.06.2010 13:10:47

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage anhand Ihrer Angaben wie folgt:

Zunächst ist zu unterscheiden, ob die Auszahlung in 12 Jahren an die Bezugsberechtigten erfolgen soll und Sie zu diesem Zeitpunkt noch leben, oder ob im Fall Ihres Versterbens vor Ablauf der 12 Jahre die Rentenversicherung fällig und an die Bezugsberechtigten ausbezahlt werden soll.

1. Auszahlung zu Ihren Lebzeiten in 12 Jahren

a) Wird die Versicherung in 12 Jahren fällig und Sie leben zu diesem Zeitpunkt noch, haben zu diesem Zeitpunkt die nicht Bedachten keinen Erstattungsanspruch. Denn Sie können mit Ihrem Vermögen zu Ihren Lebzeiten nach Ihren Vorstellungen verfahren.

b) Ggf. kommt allerdings ein sog. Pflichtteilsergänzungsanspruch der nicht Bedachten in Betracht, wenn Sie anschließend innerhalb von 10 Jahren versterben sollten, § 2325 BGB. Dieser richtet sich sodann nach den konkreten Beteiligungen bzw. der Höhe der Versicherung, da die jeweiligen Bezüge als Schenkungen an die Bezugsberechtigten berücksichtigt werden.

c) Einen derartigen Ergänzungsanspruch der Pflichtteilsberechtigten (also der mit Ihnen im Zeitpunkt Ihres Todes verheirateten Ehefrau sowie Ihrer Kinder) können Sie jedoch nur ausschließen, wenn entweder alle möglichen Berechtigten zu gleichen Teilen bei der Rentenversicherung bezugsberechtigt sind oder aber die nicht Bedachten Angehörigen noch zu Ihren Lebzeiten durch notarielle Regelung auf ihre entsprechenden Ergänzungsansprüche verzichten.

2. Auszahlung der Rentenversicherung bei Ihrem Tode vor Ablauf von 12 Jahren

Hier gilt nichts anderes als unter Ziffer 1 b) und c) ausgeführt, wobei selbstverständlich die Wartezeit von 10 Jahren hinfällig, also nicht zuberücksichtigen ist. Die Folgen wären also identisch wie unter Ziffer 1 b) und c) dargestellt, weil sodann bei Ihrem Tode die Auszahlung an die Bezugsberechtigten und die Benachteiligung an die nicht Bedachten realisiert wird. Einen entsprechenden Ergänzungsanspruch können Sie nur durch gleichhohe Beteiligungen an den Bezugsrechten aller Pflichtteilsberechtigten oder einen Verzicht der nicht Bedachten vor Ihrem Tode ausschließen, vgl. Ziffer 1 c).

Nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfrageoption, sollten noch Unklarheiten bestehen oder ich von falschen Voraussetzungen ausgegangen sein.

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