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Bezahlung nicht titulierter Mahnkosten


09.12.2015 21:44 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Rechtsmittel Zwangsvollstreckung


Guten Abend,

1996 konnte ich eine Rechnung nicht bezahlen und wurde zur Bezahlung durch einen vollstreckbaren Titel verurteilt.
Jahre war ich nicht in der Lage, diese zu begleichen. 2005 mahnte Creditreform das letzte mal. Nun bekam ich von einer Gerichtsvollzieherin die erneute Vollstreckungsandrohnung. Ich überwies nun die titulierte Forderung nebst der Kosten aus dem Vollstreckungsbescheid, die Kosten der Gerichtsvollzieherin aus dieser Vollstreckung, die Zinsen der letzten drei Jahre auf die Hauptforderung und verwies auf den §195 BGB, dass alle nicht titulierten Kosten verjährt sind. Dis geschah nach Rücksprache mit der Gerichtsvollzieherin.
Nun will jetzt die Creditreform nach Zahlungseingang der o.g. Summen aber noch die nicht titulierten die Mahnungkosten und Gerichtsvollzieherkosten von vor 2005.
Ich teilte der Gerichtsvollzieherin mit das die Forderung verjährt sei und diese sagte mir, dass sie das vollstrecken muss, was der Gläubiger fordert, auch wenn es nicht tituliert ist. Ich soll bei Gericht Einspruch gegen die Vollstreckung einlegen, obwohl ich alles titulierte, die Zinsen und die Kosten der Gerichtsvollzieherin fristgerecht überwiesen habe.
Ist das statthaft und rechtens.
Bei den o.g. Kosten handelt es sich noch einmal um knapp 200€ die die Creditreform vor 2005 entstandene als pauschalisierte von keinem Gericht festgelegte Kosten will.
Ist das rechtens und was soll ich machen? 200 € sind viel Geld für mich.

Vielen Dank für Ihre Auskunft.

MfG
09.12.2015 | 22:38

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sofern tatsächlich kein Titel der für vor 2005 entstandenen Kosten vorhanden ist, liegen die Voraussetzungen für eine rechtmäßige Vollstreckung nicht vor. Voraussetzung für eine Vollstreckung ist, dass der Gläubiger einen vollstreckbaren Titel gegen Sie erwirkt hat (Urteil, Vergleich, Vollstreckungsbescheid oder ähnliches). Liegt kein Titel vor und vollstreckt der Gerichtsvollzieher dennoch bei Ihnen, können Sie gegen die unrechtmäßige Vollstreckung die Erinnerung nach § 766 ZPO beim zuständigen Vollstreckungsgericht einlegen.

Sofern jedoch ein Titel vorliegt, aber dieser bereits verjährt sein sollte, können Sie dagegen grundsätzlich die Vollstreckungsabwehrklage nach § 767 ZPO erheben. Dabei wird beantragt, die Zwangsvollstreckung hinsichtlich der verjährten Kosten für unzulässig zu erklären.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Monika Gansel

Nachfrage vom Fragesteller 09.12.2015 | 22:54

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin Gansel,
Danke für Ihre schnelle Antwort.
Den Teil der Gesamtforderung gegen den es einen Titel gab, habe ich wie beschrieben mit allen Haupt- und Nebenkosten an die Gerichtsvollzieherin die Tage überwiesen. Die Creditreform gibt sich damit aber nicht zufrieden und besteht auch auf die Kosten, die nach der Titulierung der Creditreform zwischen 1997 und 2005 entstanden sind, über die es aber keinen Titel gibt. Meines Erachtens sind diese Forderung von vor 2005 die ohne Titel verjährt. Also muss ich beim AG Chemnitz an den § 766 ZPO erinnern. Habe ich das so richtig verstanden? Brauche ich dazu einen RA?

Vielen Dank noch einmal für Ihre Bemühungen.

Schönen Abend Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.12.2015 | 10:31

Soweit tatsächlich über diese Kosten kein Titel besteht und der Gerichtsvollzieher dennoch vollstreckt hat, können Sie gegen diese Vollstreckungsmaßnahme die Erinnerung nach § 766 ZPO einlegen. Anwaltszwang besteht nicht.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage verständlich beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Gansel
Rechtsanwältin

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