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Bezahlung für Dienstleistung verweigert weil angeblich Werkvertrag

| 06.03.2019 11:24 |
Preis: 48,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Seit 10 Jahren bin ich selbständig mit einem Computer Service.
Ein langjähriger (8 Jahre) Kunde (Notar) wollte in einem Notebook eine größere zusätzliche Festplatte verbaut bekommen.
Dazu wurde mir das Notebook zur Verfügung gestellt. Dieses habe ich geöffnet um festzustellen, welche Art der SSD-Festplatte (Anschlussart) benötigt wird.
Der Kunde hat diese Festplatte selbst gekauft und direkt in meine Firma liefern lassen.
Nach dem Einbau dieser Festplatte (und einer weiteren Original-Festplatte) musste ich feststellen, dass diese Festplatten nicht erkannt wurden (weder im Bios noch im Windows 10).
Nach Rückfrage beim Hersteller des Notebooks wurde ich aufgeklärt, dass zwar der Anschluss für eine zusätzliche SSD-Festplatte verbaut sei, jedoch in diesem günstigen Modell nicht aktiviert werden könne.
Bei der Übergabe des Notebooks verweigerte mein Kunde die Annahme der Rechnung über meine Arbeitszeit mit der Begründung, dass es sich hier um keine Dienstleistung handeln würde, sondern um einen Werksvertrag.
Bisher wurden alle Dienstleistungen von mir anstandslos vom Kunden bezahlt.
Jetzt wolle er aber nicht bezahlen, weil ich gesagt habe, dass man eine größere Festplatte verbauen könne, dies im Hinterher jedoch nicht möglich sei.
Ist diese Argumentation zulässig und bleibe ich jetzt auf meiner Rechnung sitzen, obwohl nichts vorher schriftlich oder mündlich vereinbart wurde?

06.03.2019 | 12:38

Antwort

von


(1598)
Tirpitzstr.21
26122 Oldenburg
Tel: 0441-7779786
Web: http://www.jan-wilking.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach meiner Einschätzung handelt es sich hier tatsächlich um einen Werkvertrag, da ein Erfolg (Einbau der Festplatte) geschuldet wurde. Nun kann man sich darüber streiten, ob der Vertrag ordnungsgemäß erfüllt wurde (die Festplatte wurde ja eingebaut) oder ob Unmöglichkeit vorliegt (da der Anschluss in dem System nicht ansprechbar ist, die Festplatte also ohne Funktion bleibt). In der Praxis macht dies aber keinen Unterschied, wenn Sie dem Kunden vorher gesagt haben, dass der Einbau möglich ist und er auf Ihr Fachwissen vertraut hat. Denn dann würde dem Kunden ein Anspruch auf Schadensersatz zustehen, der in der Höhe mindestens den Einbaukosten entspricht (ggf. sogar zusätzlich noch den Wertverlust der für ihn jetzt nutzlosen Festplatte, wenn eine Rücksendung gegen volle Kaufpreiserstattung nicht möglich ist. Mit diesem Anspruch kann er gegen Ihre Werklohnforderung aufrechnen.

Kurz gesagt: Wenn Sie dem Kunden nur den technisch korrekten Einbau der Festplatte zugesagt haben, ohne Zusage oder Prüfung der Funktionsfähigkeit, können Sie den vereinbarten Werklohn dafür fordern. Wenn Sie dem Kunden aber im Vorfeld ohne weitere Prüfung zugesagt haben, dass Sie ihm eine größere zusätzliche Festplatte in sein Notebook verbauen können, dann sehe ich leider wenig Chancen, die Entlohnung rechtlich durchzusetzen. Vielmehr besteht dann das Risiko, dass der Kunde seinerseits Schadensersatzansprüche (Kosten der Festplatte) geltend macht. Da es sich zudem um einen langjährigen Kunden handelt, halte ich es auch in Hinblick auf zukünftige Geschäftsbeziehungen für empfehlenswert, auf Ihre Ansprüche zu verzichten.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

Bewertung des Fragestellers 06.03.2019 | 15:22

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