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Bezahlung

30.08.2006 11:21 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Hallo,
ich arbeite seit 13 Jahren Teilzeit in einem Betrieb. Nun ist es bei uns so das wir wöchentlich mind. 25 Stunden arbeiten. Vor einigen Jahren MUßTen wir einen Vertrag unterschreiben, das wir auf 12 Stunden bezahlt werden im Krankheitsfall und Urlaub. Also wir haben praktisch alle auf 12 Stunden unterschrieben, mußten jedoch 25 Stunden arbeiten. (Schichtarbeit mit Nacht- Sonn- und feiertagszuschlägen) Nun ist es so das ich ungeplant schwanger wurde und in dem Bereich wo ich gearbeitet hatte nicht mehr arbeiten darf (zu schweres Heben) nun bin ich in einen anderen Bereich gekommen und muß laut Chef 20 Stunden arbeiten in der Woche (habe ich auch schriftlich). (Bezahlt wurden natürlich auch monatlich der Durchschnitt meiner "Hätte" Zuschläge) Vor etwa 4 Wochen bin ich aber krank geschrieben worden wegen vorzeitigen Wehen, nun wollte ich natürlich wissen wie das ganze denn nun bezahlt wird im Krankheitsfall. Der Chef der Lohnbuchhaltung meinte das ich trotzallem NUR auf 12 Stunden bezahlt werde. Ist das denn rechtens? Bitte um Hilfe!
Mfg Virgillia

Sehr geehrte Fragestellerin,

unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes sowie der von Ihnen gemachten Angaben erlaube ich mir, Ihre Frage wie folgt zu beantworten:

Zwar ist eine Schwangerschaft üblicherweise nicht als „Krankheit“ im klassischen Sinne zu definieren. In Ihrem Fall ist dies jedoch anders zu bewerten, da Ihre Wehen verfrüht eingetreten sind und somit von einem normalen Schwangerschaftsverlauf abweichen. Es steht Ihnen somit ein Anspruch auf Lohnfortzahlung nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz zu.

Bezüglich der Höhe ist die gesetzliche Regelung ebenfalls recht eindeutig:
Berechnungsgrundlage ist die Vergütung, die Sie ohne die Arbeitsunfähigkeit erhalten hätten. Ist, wie in Ihrem Fall, eine Stundenvergütung vereinbart, richtet sich das Entgelt nach der Zahl der durch Ihre Arbeitsunfähigkeit ausfallenden Arbeitsstunden. Dies umfasst auch Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit, nicht jedoch Überstundenzuschläge.
Für Sie bedeutet dies, dass sie Einen Anspruch auf Auszahlung der vereinbarten 20 Arbeitsstunden haben.

Von dieser gesetzlichen Regelung kann nicht zu Lasten des Arbeitnehmers abgewichen werden. Die Vereinbarung, die Sie unterzeichnet hatten ist diesbezüglich somit ungültig. Eine abweichende Bemessungsgrundlage könnte allenfalls dann gelten, wenn die abgeschlossene Vereinbarung bezüglich eines Krankheitsfalles auf einer tarifvertraglichen Grundlage beruhte. Hiervon ist gemäß Ihren Angaben nicht auszugehen.

Ich hoffe, Ihnen durch meine Antwort weitergeholfen zu haben.
Bitte erlauben Sie mir aber noch den Hinweis darauf, dass die Antwort nur insoweit erfolgen konnte, als Angaben Ihrerseits zur Verfügung standen.


Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Christian Grema

C-G-W.de

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