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Bewertung von Erbvorauszahlung

| 03.03.2012 20:48 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


22:06
Folgender Sachverhalt liegt vor:

1. Von meinen Eltern bekam ich 1989 ein Darlehen von 155.000 Euro, um ein Haus für unsere Familie zu kaufen.
2. In dem notariell beglaubigten Darlehensvertrag wurden folgende Bedingungen festgesetzt:
- Das Darlehen ist gestundet und wird beim Tod des letztverstorbenen Elternteils fällig.
- Das Darlehen ist mit 4 % jährlich zu verzinsen.
3. Diese Zinsen waren gedacht als Alterssicherung für die Eltern und als Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt wieder Kapital zur Verfügung zu haben, um meinen jüngeren Bruder finanziell in ähnlicher Weise unterstützen zu können. Zu einer Zahlung an meinen Bruder ist es aus verschiedenen Gründen aber nie gekommen.
4. Auf Initiative der Eltern hin wurden die Zinszahlungen ab dem Jahr 2002 ausgesetzt.
5. Im Testament der Eltern steht, dass das Vermögen „zu gleichen Teilen" an mich und meinen Bruder übergehen soll. Es ist da ein Wert von ca. 350 000 Euro zu erwarten.


Nun meine Fragen

1. Ist folgende Rechenweise im Prinzip richtig? Gesamtvermögen: 150 000 von damals + 350 000 jetzt = 500 000. Mein Bruder bekommt davon die Hälfte also 250 000 und ich noch die verbleibenden 100 000 Euro?
2. Nun gibt es noch eine zusätzliche Argumentation: Aufgrund der viel früheren Vorabzahlung ist mir im Zusammenhang mit billigem Wohnen, Wertsteigerung der Immobilie etc. über die vielen Jahre ein finanzieller Vorteil entstanden. Wegen der dadurch entstandenen Benachteiligung meines Bruders stünde ihm jetzt noch eine Ausgleichszahlung zu, d.h. er sollte mehr als 250 000 Euro bekommen.
Hat mein Bruder einen Rechtsanspruch auf solch eine Ausgleichszahlung?
3. Wenn Frage 2 mit ja beantwortet wird: Nach welchen Kriterien würde man die Höhe der Ausgleichszahlung berechnen?
03.03.2012 | 21:12

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

hinsichtlich Ihrer ist diese korrekt, da es sich um ein Darlehen handelte, das zurück zu zahlen ist und daher auch weiterhin in der Erbmasse Berücksichtigung finden muss.

Ihr Anteil wären dann grob € 100.000,00 unter Aufrechnung mit der Darlehensrückzahlung.

Wenn Ihnen durch aufgrund der frühen Vorabzahlung ein Vorteil erwachsen ist, dann ist dieser jedoch nicht ausgleichsfähig, da der Vermögenszuwachs Ihre persönliche Leistung darstellt und nichts mit dem Erbe zu tun hat, also die Erbmasse nicht berührt hat.

Es müssen jedoch, und das betrifft die Ausgleichspflicht, die damals vereinbarten Zinsen berücksichtigt und ggf. nachgezahlt werden ab dem Jahre 2002, da dies dem Erbvermögen noch zusteht und die Zinsen in die Erbmasse mit eingehören.

Dieser Wert ist dann durch zwei zu teilen.


Nachfrage vom Fragesteller 03.03.2012 | 21:30

Woher begründet sich die von Ihnen erwähnte "Ausgleichspflicht"? Schließlich haben die Eltern 2002 frei entschieden, dass die Zinsen nicht mehr bezahlt werden sollen.
Was meinem Sie mit dem Begriff g e g e b e n e n f a l l s , d. h. unter welchen Bedingungen müssen die Zinsen noch nachgezahlt werden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.03.2012 | 22:06

Sehr geehrter Fragesteller,

grundsätzlich steht es natürlich den Eltern frei, auf die Zinsen zu verzichten, allerdings nur solange, bis die Erbschaft eintritt, da die Erben dann in das REchtsverhältnis eintreten und die Zinsen daher nachträglich fällig werden und eingefordert werden können, die noch nicht der dreijährigen Verjährung unterliegen.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben sollten, sprechen Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber weiterhin Auskunft geben möchte.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 07.03.2012 | 18:04

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