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Bewertung des Arbeitszeugnisses

| 10.05.2009 21:12 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bitte um Bewertung folgenden Arbeitszeugnisses für mich. Welche Benotung ergibt sich jeweils für folgende Bereiche:
- Bereitschaft
- Befähigung
- Wissen
- Arbeitsweise
- Arbeitserfolg
- Gesamturteil
- Verhalten
Insbesondere bitte ich um Überprüfung, ob das Zeugnis versteckte negative Aussagen (Stichwort Leerstellentechnik) beinhaltet, und um Änderungs-/Verbesserungsvorschläge sowie um eine Bewertung, wie das Zeugnis insgesamt einzustufen ist.

Als Hintergrundinformation:
Das Arbeitsverhältnis wurde zum Ende der Probezeit von 6 Monaten vom Arbeitgeber fristgerecht gekündigt. Das Arbeitsverhältnis beinhaltete gleichzeitig ein Ausbildungsverhältnis, wobei die Ausbildung ein abgeschlossenes Hochschulstudium voraussetzt.

Arbeitszeugnis

- Die Beschreibung des Arbeitgebers befindet sich an dieser Stelle-.

Herr X, geboren am X in X, war vom XX.XX.XXXX bis zum XX.XX.XXXX als X bei uns tätig.

Zu seinen Hauptaufgaben gehörte:

- Die Aufgabebeschreibung befindet sich an dieser Stelle-

Herr X hat von Anfang an seine Ausbildung zum X mit starkem Engagement und großem Interesse betrieben. Er zeigte stets Eigeninitiative, Fleiß, Eifer und Lernbereitschaft. Herr X zeigte die Fähigkeit, Sachverhalte rasch zu erfassen, zu analysieren und praktikable Problemlösungen aufzuzeigen und zu entwickeln. Er verfügt über ein sehr gutes und umfassendes Fachwissen im Bereich X sowie in verwandten Fachbereichen.

Herr X zeichnete sich stets durch einen konzentrierten und effizienten Arbeitsstil aus. Er bewältigte seinen Arbeitsbereich sicher und fand brauchbare Lösungen. Seine Aufgaben waren in hohem Maße termingebunden. Er hat die vereinbarten Termine immer eingehalten.

Insgesamt waren wir mit den Leistungen von Herrn X voll zufrieden.

Herr X war ein verantwortungsbewusster und zuverlässiger Mitarbeiter, der zu Vorgesetzten und Kollegen stets ein gutes Verhältnis hatte. An Aktivitäten, die von der Kanzlei außerhalb der Berufstätigkeit angeboten wurden, nahm er gerne teil. Hervorzuheben ist sein bestimmtes und konsequentes Verhalten bei auftretenden Sachproblemen, wobei Herr X zugleich auch Kompromissbereitschaft im gebotenen Maße zeigte.

Das Arbeitsverhältnis endete zum 30. April 2009. Wir danken Herrn X für die stets gute und erfolgreiche Zusammenarbeit sehr. Wir wünschen ihm für die Zukunft beruflich und persönlich alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

-Ort-, den XX.XX.XXXX

Manfred Mustermann

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

Zunächst ist zu sagen, dass es zwar eine gewisse Zeugnissprache gibt, dass ein Anspruch des AN auf ganz bestimmte Formulierungen aber nicht gegeben ist.

Die Bewertung des Bereichs Bereitschaft ist eine 2. Dies folgt aus den Formulierungen "starkem.... und stets Eigeninitiative".

Auch die Benotung in den Bereichen Befähigung und Fachwissen ist ein "gut".

Bei der Arbeitsweise ist die Benotung schlechter, auf keinen Fall besser als 3. Eine konzentrierte Arbeitsweise sollte eine Selbstverständlichkeit sein und ist eher negativ. Die Beschreibung des Arbeitsstils als effizient ist üblicherweise ein "befriedigend". Da aber ein "stets" enthalten ist, ist die Benotung auch nicht schlechter als 3.

Die Benotung des Arbeitserfolges ist durchschnittlich. Das Sie "brauchbare Lösungen" gefunden haben, liegt eher im Bereich zwischen 3 und 4, hier müsste mindestens ein "stets" enthalten sein, oder aber die Formulierung "seine Arbeitsergebnisse waren stets uneingeschränkt verwendbar und von hoher Qualität."

Ebenfalls selbstverständlich ist die Einhaltung von Terminen. Hier sollte es besser heissen:"Der Termingebundenheit ist er stets in vollster Weise gerecht geworden".

Die generelle Bewertung der Arbeitsleistung ist ebenfalls eine 3. Die Formulierung "voll zufrieden" ist eher ungewöhnlich. Um ein "gut" zu erhalten, müsste es heissen: "Die ihm übertragenen Aufgaben erfüllte er stets zu unserer vollen Zufriedenheit". Dieser Satz ist der wichtigste im ganzen Zeugnis und hier sollten Sie auf eine Änderung drängen, falls die Leistung nicht ausreichend gewürdigt wurde.

Die Geamtbeurteilung des Verhaltens ist im Bereich von 2-3. Den Satz mit den außerberuflichen Aktivitäten würde ich steichen lassen, weil er eher negativ ist. Wenn ein solcher Satz enthalten ist, kann dem AN unterstellt werden, dass er lieber gefeiert als gearbeitet hat. Unklar ist auch, was der AG mit "Sachproblemen" meint und warum dieser Satz beim Verhalten auftaucht. Hier könnte man bei einem Hochschulabsolventen eher erwarten, dass etwas zu den Fähigkeiten im Bereich Mitarbeiterführung gesagt wird.

Der letzte Absatz ist nicht zu beanstanden.

Insgesamt kein schlechtes, aber auch kein gutes, sondern ein durchschnittliches Zeugnis mit leichter Tendenz nach oben.






Rückfrage vom Fragesteller 18.05.2009 | 21:19

Sehr geehrter Herr Wöhler,

danke für die schnelle Antwort.

Das Zeugnis wurde nun noch etwas geändert und wurde mir nun in folgender Form ausgestellt. Ich würde gerne wissen, welche Auswirkungen die gemachten Änderungen auf die einzelnen Bewertungen und die Gesamtbewertung haben, d.h. welche Noten sich nun ergeben.

Danke.



Herr X hat von Anfang an seine Ausbildung zum X mit starkem Engagement und großem Interesse betrieben. Er zeigte stets Eigeninitiative, Fleiß, Eifer und Lernbereitschaft. Herr X zeigte die Fähigkeit, Sachverhalte rasch zu erfassen, zu analysieren und praktikable Problemlösungen aufzuzeigen und zu entwickeln. Er verfügt über ein sehr gutes und umfassendes Fachwissen im Bereich X sowie in verwandten Fachbereichen.

Herr X zeichnete sich stets durch einen konzentrierten und effizienten Arbeitsstil aus. Er bewältigte seinen Arbeitsbereich sicher und fand gute Lösungen. Seine Aufgaben waren in hohem Maße termingebunden. Er hat die vereinbarten Termine immer eingehalten und hierbei gute Leistungen gezeigt.

Wir waren mit den Leistungen von Herrn X voll und ganz zufrieden.

Herr X war ein verantwortungsbewusster und zuverlässiger Mitarbeiter, der zu Vorgesetzten und Kollegen stets ein gutes Verhältnis hatte. Hervorzuheben ist sein bestimmtes und konsequentes Verhalten bei auftretenden Sachproblemen, wobei Herr X zugleich auch Kompromissbereitschaft im gebotenen Maße zeigte.

Das Arbeitsverhältnis endete zum XX.XX.XXXX. Wir danken Herrn X für die stets gute und erfolgreiche Zusammenarbeit sehr. Wir wünschen ihm für die Zukunft beruflich und persönlich alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 18.05.2009 | 21:31

Sehr geehrter Fragesteller,

ich würde das Zeugnis im Bereich 2-3 ansiedeln. Beim Arbeitserfolg sollte es heissen "...und fand stets/immer gute Lösungen". Statt gut könnte es auch brauchbar heissen.

Der einzige Kritikpunkt neben diesen Dingen wäre die Gesamtbenotung, die immer noch im Bereich 2-3 liegt. Die gewählte Formulierung ist eher ungebräuchlich und sollte durch den bereits in meiner Antwort genannten Satz "stets zu unserer vollen Zufriedenheit" ersetzt werden, weil jeder auf diesen einen Satz schaut. Nach meiner Auffassung können Sie auch diesen Satz verlangen, weil das BAG die Zeugnissprache anerkannt hat und Abweichungen als Nachteil für den AN ansieht.

Das Zeugnis ist aber nicht schlecht, so dass Sie durchaus überlegen sollten, inweiweit eine Auseinnandersetzung Sinn macht, denn alles was besser als 3 ist, muss der AN vor Gericht beweisen und das ist nach der Erfahrung sehr schwer.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht und Familienrecht

Bewertung des Fragestellers 21.05.2009 | 15:53

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