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Bewertung Erbanteil unter Geschwistern bei Übernahme der Immobilienfinanzierung


21.11.2011 13:25 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Hallo zusammen,

ich habe eine zeitkritische Anfrage zu folgendem Sachverhalt:

- Elternteil besitzt eine Immobilie (Verkehrswert ca. € 300.000) die mit Grundschulden i.H.v. € 200.000 belastet ist
- um die monatlichen Hypothekenbelastung zu senken, kauft die Tochter kauft den Eltern die Immoblie ab und finanziert über ihre Hausbank
- Sohn tritt bei der Finanzierung nicht ein

Wie kann man jetzt den Anteil berechnen, den die Tochter an den Sohn auszahlen muss?
Vorschlag Tochter: € 300.000 - € 200.000 = € 100.000 / 3 (Eltern, Tochter, Sohn)

Vielen Dank für eine schnelle Hilfe.
Viele Grüße

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

ich weise Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform eine Rechtsberatung nicht ersetzten kann. Sie erhalten hier von mir eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Problems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen.

Nun zu Ihrer Frage, welche ich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

1. kurze Antwort auf Ihre Frage:
Ich sehe hier (noch) keinen Grund, warum die Tochter Geld an den Sohn zahlen müsste.

2. Begründung:
Ich habe den Sachverhalt so verstanden:
Die Eltern haben einen Sohn und eine Tochter. Alle Personen leben noch und es gibt keinen Erbfall. Die Eltern haben ihr Hausgrundstück auf die Tochter übertragen. Die Tochter hat die Schulden übernommen und sonst keine weitere Zahlung an die Eltern geleistet.

Wenn ich den Sachverhalt so richtig verstanden habe, komme ich zunächst auch auf die von Ihnen errechnete Differenz von 100.000 EUR.

Den Vorschlag der Tochter verstehe ich nun so, dass sie 100.000 "geschenkt" bekommen hat und dass dieser Betrag aufgeteilt werden soll. Die Tochter würde also 1/3 an den Sohn und 1/3 an die Eltern zahlen. Richtig?

Rechtlich wäre die Tochter dazu nicht verpflichtet. Wenn die Tochter von den Eltern die 100.000 EUR "geschenkt" bekommen hat, dann ist es nicht ihr Problem, den Sohn daran zu beteiligen. Eltern dürfen ihre Kinder unterschiedlich beschenken. Lediglich das Pflichtteilsrecht sorgt für einen gewissen Ausgleich unter den Kindern.

Anders könnte das zu beurteilen sein, wenn die Eltern oder ein Elternteil sterben sollten. Der Sohn könnte dann einen Pflichtteilsergänzungsanspruch geltend machen.

Ob der Pflichtteilsergänzungsanspruch zu einer Zahlungsverpflichtung der Tochter führen würde, ist fraglich. Das lässt sich in dieser Erstberatung nicht mehr prüfen. Ich will dazu nur kurz ein paar Gedanken anführen:

- Die von Ihnen angegebenen Werte müssten überprüft werden, um so den geschenkten Betrag zu ermitteln.
- Die Eltern werden sich in dem Überlassungsvertrag ein lebenslanges Wohnrecht gesichert haben. Das ist eine Leistung der Tochter. Diese kann in Geld umgerechnet werden. Der ermittelte Betrag muss von den 100.000 EUR abgezogen werden.
- Die Eltern könnten in dem Überlassungsvertrag Pflichten für die Tochter (z.B. Beteiligung des Sohnes) aufgenommen haben.


3. weitere Hinweise: Falls Sie Ihre Frage im Vorfeld der Eigentumsübertragung gestellt haben, sollten Sie sich beraten lassen.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen
Carsten Meinecke
Rechtsanwalt
Ergänzung vom Anwalt 22.11.2011 | 12:24

Sehr geehrter Fragesteller,

aus dem Namen (männlich) und Ihrem Bild bei Facebook (vermutlich Ihr Sohn - so wie bei mir) schließe ich, dass Sie in der Frage der Sohn sind und von Ihrer Schwester 33.333 EUR angeboten bekommen.

Wenn die von Ihnen genannten Zahlen stimmen, sollten Sie das Angebot annehmen. Das Wohnrecht Ihrer Eltern könnte man in Anlehnung an die Erbbaupacht mit einem Jahreswert in Höhe von 4% des Wertes ansetzen. Das wären 12.000 im Jahr. Dieser Wert wäre mit der statistischen Lebenserwartung Ihrer Eltern zu multiplizieren. Heraus kommt ungefähr der Wert des Wohnrechtes Ihrer Eltern. Das ist eine Leistung der Schwester, die von den 100.000 EUR abzuziehen wären. Wenn Ihre Schwester Schulden im Wert von 200.000 EUR übernommen hat und den Eltern das Wohnrecht gewährt, könnte es sogar sein, dass sie mehr als notwendig geleistet hat. Dann gäbe es keine Schenkung und Sie hätte auf keinen Fall Anspruch auf einen Ausgleich. Selbst wenn Ihre Schwester bis zu 100.000 EUR geschenkt bekommen hätte, könnten Sie nicht mehr als 25.000 EUR als Ausgleich verlangen. Die 33.333 EUR sind daher mehr, als Sie rechtlich verlangen könnten.

Sollte Ihnen meine Antwort geholfen haben, würde ich mich über eine positive Bewertung freuen.

Mit freundlichen Grüßen
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