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BewerbungSchwerbehinderter Stellenausschreibung. Stadt spricht von Fehler Arbeitsamt

| 22.04.2015 12:51 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Zusammenfassung: Schadensersatz für Schwerbehinderte durch Diskriminierung bei Bewerbung auf einen Arbeitsplatz

Ich bekam mit Datum vom 10.02.15 einen Vermittlungsvorschlag
Referenznummer: 10000 - 1123757886 - S Reinigungskraft im Kindergarten der Stadt V...

Stellenbeschreibung:
Bei der Stadt Varel - www.varel.de ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle einer Reinigungskraft (m/w)
für kurzfristige Teilzeiteinsätze als Krankheits- und Abwesenheitsvertretung zu besetzen.

Wir erwarten Einsatzbereitschaft, körperliche Belastbarkeit und Flexibilität.
Die Stelle ist zunächst befristet Es wird nach den Vorschriften des Tarifvertrag öffentlicher Dienst (TVöD) gezahlt.

Anforderung war:
Teppichreinigung,
Entsorgung,
Bodenbeläge Reinigen, Sanitärräume reinigen, und nochmals Reinigen waren angegeben in Ausschreibung.

Alle Felder mit der Ausprägung "Grundkenntnisse"

Vom Arbeitgeber geforderte Stärken:

Leistungsbereitschaft/Motivation, Belastbarkeit und Flexiblilität


Beworben hatte ich mich mit folgendem Text:

Sehr geehrter Herr H.

ich bewerbe mich auf die Stelle als Reinigungskraft, welche mir als Vermittlungsvorschlag der Agentur für Arbeit vorliegt.

Durch meine abgeschlossene Berufsausbildung zum Hauswirtschafter sind mir verschiedene Reinigungsarten vertraut, diese können z.B. sein:
Unterhaltsreinigung von Sanitäranlagen, Grundreinigung von Böden mit verschiedenen Geräten,Hilfsmitteln, Reinigungsmitteln, je nach Aufgabenstellung.

Auch die Umsetzung des HACCP und das führen der Dokumentation der durchgeführten Reinigungsaufgaben ist mir vertraut.

Leider ist es mir nicht möglich alle Zeugnisse beizulegen,da mir im Laufe der Zeit einige abhanden kamen bzw. auch manche Arbeitgeber es nicht für nötig gehalten haben welche zu schicken, trotz Nachfrage.

Diese Tatsachen und meine im wahrsten Sinne des Wortes offensichtliche Schwerbehinderung machen es mir oft zusätzlich schwer, auch wenn die Gehbehinderung mit leichter Spastik mich im Alltag nur wenig einschränkt.
Durch die Schwerbehinderung habe ich zur Zeit einen Grad der Behinderung von zur Zeit 50% .

Eine weitere Einschränkung wäre meine begrenzte Mobilität, welche sich auf Bus, Bahn und Fahrrad beschränkt.
Spontane Einsätze, z.B. innerhalb weniger Minuten in Varel als Springer/ Vertretungskraft zu erscheinen sind mir nur mit Führerschein aber ohne PKW nicht möglich, geplante Einsätze sind aber natürlich kein Problem. Ich denke nur Sie sollten das wissen.
Zu meinen Stärken zähle ich mit Sicherheit meine Einsatzbereitschaft.

Wenn sie nun der meinung sind es könnte passen, dann würde ich mich auf eine positive Rückmeldung freuen. Bis dahin verbleibe ich

Mit freundlichen Grüßen.

Anlage:
Bewerbungsunterlagen



Am 14.04 stellte ich dann eine Nachfrage per Email, und rief am 17.04. den Herr H. ( Ansprechpartner Bewerbung) an.

Ergebnis war ein Gespräch, Inhalt war:

Sinngemäße Aussage am Tel. von Herr H.:

"Peinlicher Fehler Der Arbeitsverwaltung, wir suchten Vertretungskräfte für einen Personal pool, hatten es auch so angefragt. Nun liegen hier hunderte Bewerbungen vor und wir haben das Chaos"

"Wir suchen Aushilfen aus der Nähe, spontane Bewerber. Leider kann man Sie nicht berücksichtigen"

Wir verblieben so dass man mir eine Absage per Email schickt. Ich hatte mich per Post beworben im Februar, aber per Email nachgefragt war denn wäre mit Bewerbung.

Absage Text per Email vom 20.04. etwa 12 Uhr:

Sehr geehrter Herr K...,



unter Bezugnahme auf unser Telefonat am 17.0.2015 (sollte wohl 17.04. heißen)bestätige ich Ihnen hiermit, dass wir keine befristet zu besetzende Stelle im Bereich der Reinigung des städtischen Kindergartens zur Verfügung haben. Wir sind lediglich an der Gewinnung von Aushilfskräften (kurzfristige Urlaubs- und Krankheitsvertretungen) interessiert. Deshalb werden wir von Ihrer Bewerbung keinen Gebrauch machen.



Wir danken Ihnen für das uns entgegengebrachte Vertrauen und bedauern sehr, Ihnen keinen günstigeren Bescheid geben zu können. Für Ihre berufliche Zukunft wünschen wir Ihnen alles Gute und viel Erfolg.



Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrage





Meine Fragen wären nun:


- Löst diese Absage, auf Grund der angeblichen Fehler, (Stelle war nie zu besetzen, nur Pool wäre angedacht gewesen, da hätte Arbeitsamt Fehler gemacht) einen Anspruch auf Entschädigung aus wegen Nichtberücksichtigung der Bewerbung eines Schwerbehinderten Bewerber?

- Ich bin der Meinung es stand auch ein Stellenangebot online auf seite der Stadt, leider hatte ich mir das nicht gedruckt. Gibt es möglichkeiten das noch nachzuvollziehen?

- Wie sehen Sie die Möglichkeiten hier einen Vorteil draus zu ziehen, also Geld auf Grund des Fehlers, dass man Schwerbehindert ist und weder eingeladen wird noch wird man berücksichtigt und noch in Pool aufgenommen wird?

Angegeben war die Stelle laut Arbeitsamt mit Teilzeit flexibel 19,9 Wochenstunden, befristet 6 Monate EG 1




Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Löst diese Absage, auf Grund der angeblichen Fehler, (Stelle war nie zu besetzen, nur Pool wäre angedacht gewesen, da hätte Arbeitsamt Fehler gemacht) einen Anspruch auf Entschädigung aus wegen Nichtberücksichtigung der Bewerbung eines Schwerbehinderten Bewerber?

Nein, tut es nicht. Wenn Sie sich auf eine konkrete Stellenanzeige beworben haben, dann muss ich die Stadt ein etwaiges Verschulden der BA zurechnen lassen.

Man kontrolliert ja, was man in Auftrag gibt.

2. Ich bin der Meinung es stand auch ein Stellenangebot online auf seite der Stadt, leider hatte ich mir das nicht gedruckt. Gibt es möglichkeiten das noch nachzuvollziehen?

Man kann sich entweder von der BA oder von der Stadt Varel die Ausschreibung besorgen. Da es eine öffentliche Stelle war, ist dies auch einfacher als bei privaten Stellen.

3. Wie sehen Sie die Möglichkeiten hier einen Vorteil draus zu ziehen, also Geld auf Grund des Fehlers, dass man Schwerbehindert ist und weder eingeladen wird noch wird man berücksichtigt und noch in Pool aufgenommen wird?

Schwerbehinderte sind von öffentlichen Arbeitgebern zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen, das bedeutet, die Stadt Varel hätte Sie einladen müssen, so dass die Nichteinladung bereits den Verdacht der Diskriminierung eröffnet, weshalb ein Schandesersatz nach § 15 AGG in Betracht kommt.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 20.08.2015 | 13:33

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