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Bewerbung Polizei trotz Eintrag im Bundeszentralregister

05.09.2018 23:23 |
Preis: 40,00 € |

Verwaltungsrecht


Beantwortet von


01:11
Hallo,

31.08.12 wurde gegen mich im Alter von 15 Jahren ein Ermittlungsverfahren wegen Besitz kinderpornografischer Schriften (kein (!!!) Sex mit Kindern, sondern das meiste waren Nacktfotos oder Videos von Selbstbefriedigung etc...) eröffnet bzw erfolgte der Beschluss zur Durchsuchung und Beschlagnahmung von Computer, USB-Sticks etc. Zum Tatzeitpunkt (laut Beschluss 19.01.11) war ich noch 13 Jahre alt. Am 05.12.12 bekam ich die Ladung zu Erziehungsgespräch. Am 10.12.12 hat die Anwältin mit Verfügung vom 05.12.12 von der Verfolgung gemäß § 45 Abs. 2 JGG abgesehen.

Mein Führungszeugnis sowie das erweiterte Führungszeugnis sind ohne Eintrag.
Lediglich im Bundeszentralregister befindet sich der Eintrag dazu, jedoch weiß ich nicht, wann diese Tat verjährt, da ich ja in dem Sinne nicht verurteilt wurde. (Könnten Sie mir bestimmt auch beantworten)
______
Nun spiele ich seit längerem damit mich bei der Polizei für eine Ausbildung im mittleren Dienst zu bewerben.
Seit 2014 bin ich ehrenamtlich im Deutschen Roten Kreuz tätig.
Bis September 2017 war ich außerdem ehrenamtlich in der freiwilligen Feuerwehr.
Hauptamtlich bin ich seit Dezember 2016 als Rettungssanitäter im DRK Rettungsdienst.

Mittlerweile bin ich 21 und habe mir seit dem Vorfall nichts mehr zu Schulden kommen lassen und bereue die Tat, auch mit 13 Jahren hätte ich nicht so dumm sein dürfen.

Es gibt ja Ausnahmen bei charakterlicher Eignung, die in meinem Falle gegeben sein sollte.

Wie hoch sehen Sie meine Chance, dass eine Bewerbung bei der Polizei von Erfolg gekrönt wäre?
Bzw habe ich mit diesem Eintrag keine Chance?

Wenn nein, wie sieht es aus, wenn die Strafe im BZRG verjährt wäre und mir somit nicht mehr negativ aufgelegt werden darf?

Mit freundlichen Grüßen




06.09.2018 | 00:03

Antwort

von


(12)
Q7, 24
68161 Mannheim
Tel: +4962143685444
Tel: +491602009461
Web: https://strafrechtskanzlei-kolivas.com/
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen sowie in Ansehung des Honorars wie folgt beantworten:

Zunächst ist zwischen dem Bundeszentralregister, dem Führungszeugnis und dem Erziehungsregister zu unterscheiden. Auf jedes dieser Register hat die Polizei bei einer Bewerbung Zugriff.

Weder in Ihrem Bundeszentralregister noch im Führungszeugnis wird sich die Einstellung nach § 45 Abs. 2 JGG finden lassen. Beide Register sind "sauber" und ohne Einträge.

Im Erziehungsregister wird sich die Einstellung nach § 45 Abs. 2 JGG jedoch finden lassen. Das Erziehungsregister wird mit Vollendung des 24. Lebensjahres gelöscht.

Da das Verfahren gegen Sie damals jedoch eingestellt wurde und Sie gerade nicht verurteilt wurden, wurde Ihre Schuld auch nie festgestellt.

Sie haben sicher auch mit diesem Eintrag eine Chance bei einer Bewerbung bei der Polizei. Wenn Sie sonst alle Einstellungsvorraussetzungen erfüllen, wird möglicherweise eine Nachfrage zu der damiligen Tat kommen. Dies sollte aber kein größeres Problem darstellen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Georgios Kolivas

Nachfrage vom Fragesteller 06.09.2018 | 00:27

Hallo Herr Kolivas,

Ich habe November 17 gemäß §42 BZRG Einsicht beantragt. Die Tat von damals steht dort drinnen, was mich jedoch wundert dass es dort heißt "Datum der (letzten) Tat: 09.03.2012". Außerdem steht als letzter Satz eindeutig "Von der Verfolgung abgesehen nach § 45 Abs 2 JGG." Es war ja gestattet den Eintrag schriftlich "festzuhalten" und das tat ich auch.

Die Schuld wurde festgestellt (ich besaß ja etwaiges Material auf dem Computer) jedoch hat die Anwältin von einer weiteren Verfolgung nach dem Erziehungsgespräch abgesehen.

Oder war dieser Eintrag den ich gesehen habe der Eintrag im Erziehungsregister und nicht im BZRG?

Ich bedanke mich an dieser Stelle schon vielmals und hoffe dass ich nach ihrer erneuten Antwort keine weiteren Unklarheiten habe.

Mit freundlichen Grüßen

(Via Handy geschrieben)

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.09.2018 | 01:11

Eine Einstellung nach § 45 Abs. 2 JGG wird nicht in das BZR eingetragen. Sie müssen daher das Erziehungsregister gesehen haben. Dort werden nach § 60 BZRG Einstellungen nach § 45 Abs. 2 JGG eingetragen.

Ihre Schuld wurde nicht festgestellt. Ein Schuldschpruch kann nur von Gericht erfolgen. Bei Ihnen hat die Staatsanwaltschaft von der Verfolgung abgesehen.

ANTWORT VON

(12)

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68161 Mannheim
Tel: +4962143685444
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