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Bewerber nicht eingestellt, nur weibliches Personal. Maulkorb verpassen lassen?

30.09.2014 23:25 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren Rechtsanwälte,

ich hatte mich beworben, auf eine Stelle, (aushang im Fenster eines Kiosk, Kiosk M. B. GmbH)

Die Stelle war ausgeschrieben als "Freundl. weibl. Aushilfe".

Ich habe mich als Mann beworben, bei Kiosk M. B. GmbH bei Kiosk 1( der mit der weiblichen Ausschreibung).

Kiosk 2 (auch ein Kiosk der Firma B. Kiosk GmbH) hatte nur Aushilfe drin stehen im Fenster) auch da habe ich mich beworben.

Ob 1 oder 2 Stellen zu besetzen waren weiß ich nicht.

Bei einem der beiden Kiosk- Adressen schickte ich auch fiktive "Bewerbung als Frau" und bekam zügig positive Rückmeldung.

Kurz danach wurde mir als Mann auf meine schriftliche Nachfrage mitgeteilt, dass so wörtlich "ich stelle leider kein männliches Personal ein. Mit freundl. Grüßen" Br.( Unterschrift des Geschäftsführer des Kiosk B. GmbH)

Ich verfasste daraufhin ein Schreiben in dem ich Entschädigung forderte.

Mit anwaltlichen Schreiben kam zur Antwort, dass Diskriminierung NICHT vorliegt, da die weiblich ausgeschriebene Stelle nicht besetzt werden konnte, der Mandant hätte Abstand von Besetzung genommen. Eine Diskriminierung liege daher nicht vor.


Tag drauf war Stelle in Kiosk wo die weibliche Ausschreibung gehangen hatte angeändert, es hieß nun Freundl. weibl. Aushilfe / m

Beides Fotos von mir gemacht bei Einkauf am Bedienfenster.

auch hier Bewerbung fertig gemacht, bzw. Zettel ausgefüllt am Kiosk. Gespräch mit aufgenommen, um etwas belegen zu können, für den Fall das ich klagen wollen würde, bzw. um es zu belegen.
Aushang mit weiblich Bezeichnung bzw. auch die abgeändert Version, habe ich auf Film bzw,. Fotos mit Digital-Cam / HandyVideo aufgenommen.

Auch einen normalen Einkauf im Kiosk Dokumentierte ich so, als ich die Dame am Verkauf auf den Aushang im Fenster ansprach.

Ich sagte folgendes:

Hätte da noch mal ne Frage, ihr sucht Leute, steht hier im Fenster?

Antwort der Dame:

"Ja suchen wir, aber keine Männer, mein Chef will das nicht." Aufnahme des Gespräch über Video

Auch den Einkauf beim 2. Kiosk ließ ich Handy-Cam mit laufen, hielt Handy offen in Hand klar zu sehen. Angesprochen, Dame 1. Moment mal, Gespäch geführt mit Dame 2. Zettel ausgefüllt. (1 Mal wusste Personal, dass Chef keine Männer will, ohne Mein Wort davon. einmal Beworben Kiosk 2? Obwohl ja von Stellenbesetzung Abstand genommen wurde? )

Nun teilt mir Anwalt des Herrn B. mit, ich dürfte die Aufnahmen ( Aufnahme eines Telefongespräch über Lautsprecher, aufgenommen in meiner Wohnung, wo Geschäftsfüher Herr B. Aussagen macht: , ja Stelle ist schon besetzt , aber stellen Sie sich mal vor.) bzw. Aufnahmen seiner Mitarbeiterin nicht verwenden, es wären auch keine Hilfs-Beweise, da ich nur das Ziel hätte Entschädigung zu fordern.

(was ich auch hatte nachdem man sich versucht hatte so dreist aus der Sache raus zu ziehen)

Ich habe schon lange nicht mehr das Ziel ans Geld zu kommen.

Ziel ist es aber die Kundschaft, insbesondere Männer "aufzuklären", z.B. in dem Ich den Text zitiere z.B. So:

Ich wurde von Kiosk B. GmbH mit den Worten :"ich stelle leider kein männliches Personal ein. Mit freundl. Grüßen" Br.( Unterschrift des Geschäftsführer des Kiosk B. GmbH abgelehnt, Männer bildet euch selbst ein Urteil ob ihr das gut findet!?"

Auch würde ich gern DHL bzw. Lotto Infos zu kommen lassen, da dieser Kiosk ein DHL / Lotto Service-Partner ist. Und beide Unternehmen mit FAIR werben.


Schreiben vom Anwalt kam nun:

Inhalt:
Es wird eindringlich drum gebeten nicht genehmigte Aufnahmen der Mitarbeiter bzw. Aufzeichnung von Telefongesprächen zu löschen bzw. es auch zu unterlassen.

Es komme nicht auf Aussagen der Mitarbeiter an, ( die ja ohne mein Hinweis im Gespräch wusste und sagte, dass der Chef keine Männer will).
Wenn man genehmigt dokumentiert hätte, hätte man doch nie wahre Aussage bekommen.

FRAGEN:

Darf ich also keine Wahrheiten behaupten, weil Sie der Firma SCHADEN?

Wer hat denn die "Schaden-Aussage keine Männer" verfasst?

Warum darf ich diese Aussage vom Ablehnung-Schreiben nicht öffentlich wiederholen, z.B. auf Scanner-Fotos, die ich in Stadt bzw. in der Zeitungsanzeige mit Foto verteile.?



Das ich die anderen Aufnahmen nicht öffentlich verwenden soll sehe ich ja noch ein, aber das Absageschreiben, was an mich gerichtet ist nicht zu verwenden/ veröffentlichen? Geht das so einfach?



Ist doch mein Brief/ Absage-Schreiben, wenn er sowas schreibt statt " leider für anderen Bewerber... usw." Sein Pech, warum muss ich es verschweigen?

Und wenn ich nicht sage Kauft hier bitte nix, dann schade ich doch nicht, sondern der Verbraucher bildet sich ne Meinung über meine Aussage welche lauten könnte: " Kiosk B. in W.( Ort) hat mich mit den Worten

"ich stelle leider kein männliches Personal ein. Mit freundl. Grüßen" Br.( Unterschrift des Geschäftsführer des Kiosk B. GmbH Stempel der Firma

abgelehnt. (belegbare Tatsachen-Behauptung)
Männer, bildet euch selbst ein Urteil( von mir dazu geschrieben)


Darf ich denn Fall also auch nicht z.B. an Gleichbehandlungsstellen oder Ordnungsamt/ Zoll usw. schicken, evtl. ist da ja noch mehr "aufzudecken" in Firma??

Darf ich der DHL bzw. Lotto nicht von der Ablehnung auf Grund dessen dass ich Mann bin berichten? Diskriminierung darf ich es ja angeblich nicht nennen.

01.10.2014 | 00:09

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Hinsichtlich des Briefes, mit welchem Ihre Bewerbung mit dem Hinweis auf Ihr Geschlecht abgelehnt wurde, sehe ich keine Bedenken, die gegen eine objektive Veröffentlichung des Inhaltes sprechen würden. Sie sind der Empfänger des Schreibens und können damit grundsätzlich nach Belieben verfahren. Solange Sie nur die objektiven Tatsachen und den tatsächlichen Geschehensablauf wiedergeben, ist dies unproblematisch.

Die Wahrheit können Sie selbstverständlich immer kundtun, auch wenn dies nachteilig für den Kioskbetreiber ist. Achten Sie nur darauf, dass Sie nicht über's Ziel hinausschießen und zu viel subjektive Empfindungen beimischen.


Anders verhält es sich freilich mit den Bild- und Tonaufnahmen, die Sie angefertigt haben. Hier rate ich Ihnen dringend davon an, diese unverändert zu veröffentlichen, da insofern Rechte Dritter berührt werden (Stichwort: "Recht am eigenen Bild").

Es bleibt Ihnen unbenommen, den Sachverhalt bei den geeigneten Stellen zu schildern. Ob nun der Zoll bzw. das Ordnungsamt hier der richtige Ansprechpartner ist, entzieht sich meiner Kenntnis.
Eventuell finden Sie jedoch bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes einen geeigneten Ansprechpartner für Ihr Anliegen (http://www.antidiskriminierungsstelle.de).

Ob eine Mitteilung an DHL bzw. Lotto hier erfolgversprechend ist, wage ich zu bezweifeln. Einen Grund der gegen die Schilderung des Sachverhalts spricht kann ich jedoch hier nicht erkennen.


Auf Grund der unzweifelhaft feststehenden Geschlechtsdiskriminierung steht Ihnen in der Tat eine Entschädigung zu. Diese bemisst sich in der Regel nach dem zu erwartenden Monatsgehalt der ausgeschrieben Stelle und beträgt in der Regel bis zu drei Monatsgehältern. Zur Geltendmachung dieses Anspruchs rate ich Ihnen, sich anwaltlicher Unterstützung zu bedienen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Mathias Grasel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Mathias Grasel
Fachanwalt für Strafrecht

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