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Beweislast im Strafverfahren Betrug

14.05.2012 13:18 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Hallo,

Also folgendes ist mir passiert: ich habe mir aus dem Internet einen sogenanntes AutoFill Tool runtergeladen. Es soll Automatisch webformulare für mich Ausfüllen und wenn nötig auch eine Mail Adresse registrieren und im Nachhinein mir alle Daten zur verfügung stellen.... soweit so gut.... ich wollte mich nun bei einem Online Shop anmelden und das AutoFill nutzen. Das Programm hat soweit alles richtig eingetragen außer die Bankverbindung. Da ich die nicht eingegegen habe, hat es sich einfach irgendeine Bankverbindung gesucht und eingetragen. Das habe ich aber erst später bemerkt. Ich hatte schon eine Bestellung aufgegeben. Wie gesagt, habe ich erst nach paar tagen bemerkt, dass da falsche angaben gemacht wurden, und habe den shop sofort angeschrieben mit der Bitte der Stornierung und das ich zu dem erstellten Account keine Daten hätte, da das ein Programm für mich gemacht hat. Ich bekam keine Antwort aber es wurde auch nix geliefert. Somit ging ich davon aus, dass alles okay sei. Und jetzt fast 7 Monate später bekomme ich eineLadung von der Polizei mit dem Tatvorwurf Betrug. Weil ja doch versucht wurde, von einem Konto geld abzubuchen, das mir garnicht gehört. Jetzt meine Frage: hab ich was zu befürchten? Ich habe keinen Betrug begangen, da ich es auch damals.sofort gemeldet habe beim Shop. Ich bin vorbeszraft wegen betrug habe aber schon jahrelang nix zu schulde kommen lassen... kann ich als beweiss meine 7 Monate alte Mail mitnehmen? Ich will einfach beweisen, dass es kein Betrug war oder ist....

Sehr geehrter Ratsuchender,

so wie Sie es schildern, haben Sie gar nichts zu befürchten.

Nach den offenbar vorliegenden Emails fehlt es an dem notwendigen Betrugsvorsatz. Daher haben Sie einen Betrug nicht begangen.

Trotzdem würde ich Ihnen raten, keine Angaben zu machen und auch nicht zur Vernehmung zu erscheinen.

Sichern Sie lieber die Emails und beauftragen Sie einen Rechtsanwalt.

Dieser wird dann die Beweise sichern, Akteneinsicht anfordern und dann eine Stellungnahme abgeben.

So wird dann sicherlich eine Einstellung des Verfahrens erreicht werden können.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de


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