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Bewährungswiderruf: Muss ich nun ins Gefängnis?

10.11.2010 17:12 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin Kämpf


Hallo,
es geht um folgendes. Ich wurde letztes Jahr im Juli zu einer 18 monatigen Bewährungsstrafe verurteilt und darüber hinaus muss ich 120 Sozialstunden und den Schaden finanziell wieder gut machen. Ich überweise monatlich auch die Beträge, allerdings bin ich mit den Sozialstunden in Verzug. Diese sollten bis ein Jahr nach der Verurteilung erledigt sein. Ich habe daraufhin heute einen Brief vom Amtsgericht bekommen, dass ich zum 01.12 zu einer Anhörung eingeladen bin, weil ich die Bewährungsauflagen zum Teil nicht erfüllt habe. Muss ich nun ins Gefängnis? Was ist wenn ich bis zum 01.12. alle Sozialstunden erledigt habe? Und welche Rechtsmittel habe ich, dieses abzuwenden?
Danke im voraus.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage! Diese beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

Der Widerruf der Strafaussetzung zur Bewährung ist in § 56f StGB (Strafgesetzbuch) geregelt.

Danach hatte das Gericht die Strafe zu widerrufen, wenn der Verurteilte gröblich und beharrlich gegen die ihm auferlegten Weisungen oder Auflagen verstößt oder innerhalb der Bewährungszeit neue Straftaten begeht.
Ein solcher gröblicher und beharrlicher Verstoß gegen die Bewährungsauflagen liegt vor, wenn der Verurteilte immer wieder und über einen längeren Zeitraum die Bewährungsauflagen nicht erfüllt. Dies dürfte vorliegend gegeben seien, da Sie nach Ihrer Sachverhaltsschilderung bereits im Juli dieses Jahres die Sozialstunden abgeleistet hätten müssen und diese Bewährungsauflage eben nicht erfüllten.

Ich empfehle Ihnen dringend (!), die noch nicht abgeleisteten Sozialstunden schnellstmöglich – spätestens bis zur Anhörung am 1. Dezember 2010 – nachzuholen.
In der Regel sollte dies das Gericht milde stimmen, so dass dieses ggf. dann vom Widerruf der Strafaussetzung zur Bewährung absehen wird.

Gegen den die Bewährung widerufenden Beschluss haben Sie das Rechtsmittel der sofortigen Beschwerde (nach § 453 Abs. S. 3 StPO).
Diese ist binnen einer Woche nach Bekanntgabe der Entscheidung einzulegen! Diese Frist kann nicht verlängert werden.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick ermöglicht zu haben, und stehe Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion ebenso wie für eine weitere Wahrnehmung Ihrer rechtlichen Interessen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

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