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Bewährungswiderruf, hat die Beschwerde Aussicht auf Erfolg?

13.06.2010 11:59 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Mein Freund wurde voriges Jahr wegen Betruges zu 18 Monaten auf Bewährung verurteilt. Mit folgendem Bewährungsauflagen: fester Wohnsitz, Therapie (Spielsucht), Arbeitsstunden. An keine der Auflagen hat er sich gehalten. In dieser Zeit habe ich ihn dann kennengelernt. Dadurch hat sich was bei ihm geändert und er wollte das dann alles angehen, Mietvertrag z.B, hätte er schon gehabt, Nun wurde aber am 08.04. ein Sicherunghaftbefehl gemacht und am 27.05. wurde er dann in meinem Ort verhaftet. Am nä Tag kam es zu einer Anhörung (wo ich mit dabei war), der zuständige Richter hebte den Haftbefehl nicht auf, da er nichts vorweisen konnte. Nun befindet er sich noch in Sicherungshaft bis der Bewährungswiderruf rechtskräftig ist. Es wurde bereits Beschwerde eingelegt. In der Haft hat er nun mit Therapie begonnen und er wird sich nun erstmal zu mir als Nebenwohnsitz melden. (hab dies bereits mit Sozialarbeiterin besprochen.Nach dem Urteil der Bewährung voriges Jahr kam es aber zu erneuten Betrugsfällen. Da er keinen festen Wohnsitz hatte, hat er immer in Pensionen geschlafen und konnte das irgendwann nimmer zahlen, da er jeden Euro verwettet hat (Sportwetten). Hierzu ist bereits ein Gutachten in Arbeiten zwecks der Spielsucht Es handelt sich um 8 Anzeigen (Wert jedesmal so um die 100 €) Ich habe nun diesbezüglich folgende Fragen:

1. Hat die Beschwerde Aussicht auf Erfolg, das Bewährung doch nicht widerrufen wird, wenn er glaubhaft machen kann das er nun die Bewährungsauflagen erfüllen wird, bzw. wenn in dem Gutachten bestätigt wird das er durch die Spielsucht sich nicht daran halten konnte?
2. Mit welchem Strafmaß muß er bei den anderen Sachen rechnen, Verhandlung dazu steht ja noch aus, da erst das Gutachten abgewartet wird.
3. Hat er Chancen auf Halbstrafe oder 2/3 sollte Beschwerde keinen Erfolg haben bzw. wenns zu ner Haftstrafe bei den anderen Sachen kommt Danke im Voraus

Sehr geehrte Ratsuchende,


die Aussichten für eine erfolgreiche Beschwerde sind gering.


Denn wenn er gleichwohl neue Straftaten begangen hat, wird er als sogenannter Bewährungsversager behandelt werden.

Daher wird es derzeit schlecht aussehen. Auch der Beginn der Therapie wird wohl wenig nützen. Denn die müsste schon erfolgreich abgeschlossen sein, bevor das Gericht dieses zugunsten des Freundes berücksichtigt.


Das Straßmaß der anderen Taten lässt sich ohne Akteneinsicht schwer vorhersagen. Als vorsichtige Prognose würde ich ebenfalls 18 Monate schätzen. Es wird dann aber eine Gesamtstrafe gebildet werden.
Hier könnte neben dem Gutachten wirklich nur die ernsthafte Fortsetzung der Therapie, die Zusammenarbeit mit der Sozialarbeitern helfen, um eine günstige Sozialprognose vorlegen zu können.


Chancen auf Haftverkürzung hat er sicherlich. Es kommt darauf an, wie er sich verhält und wie er zusammenarbeitet und sich führt. Dieses alles lässt sich nicht vorhersagen. Gleichwohl besteht, wenn er vernünftig wird, diese Chance.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanältin
Sylvia True-Bohle




Nachfrage vom Fragesteller 13.06.2010 | 12:23

welche Vorraussetzungen müssten gegeben sein um bei den anderen Sachen Bewährung zu bekommen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.06.2010 | 12:30

Sehr geehrte Ratsuchende,

Sie müssten das Gericht von einer positiven Sozialprognose überzeugen. Dieses ist ungleich schwerer, wenn es sich, wie hier, um ein Bewährungsversagen handelt.

Die Therapie wird also entscheidend sein. Dazu müsste dann alles dargelegt und vorgetragen werden, dass die Therapie erfolgreich sein wird.

Auch das Zusammenarbeiten mit der Sozialarbeiter und dem Gutachten wird entscheidend sein. Entscheidend ist dann auch, wie die Zukunft aussehen wird. Allein das Anmelden bei Ihnen wird nicht ausreichend sein. Dazu müsste schon erheblich mehr vorgetragen werden, was das Gericht dann überzeugen könnte, dass die Verurteilung - nochmals - zur Wahrnung dienen kann.

Aber dieses alles ohne Aktenkenntnis zu beantworten, ist nicht möglich.

Beauftragen Sie einen Anwalt. Das ist eine ehrlich gemeinte Empfehlung. Denn nur dann kann vielleicht noch eine Bewährung erreicht werden.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Ergänzung vom Anwalt 17.06.2010 | 16:58

Es gibt Probleme mit dem Gebühreneinzug. Bitte beseitigen Sie mögliche Hindernisse schnell, bevor es sich ausweitet.

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