Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Bewährung mit gemeinnütziger Arbeit zu Geld Strafe?

22.07.2013 11:32 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Hallo,

ich wurde wegen Betrug und Insolvenzverschleppung zu 8 Monaten auf 2 Jahre Bewährung verurteilt und soll 100 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten, leider geht es mir z.Z. Gesundheitlich (Körperlich mit der Leber und keine Kondition - 8 Jahre nur zuhause hocken, wegen Selbständigkeit - und psychisch krankt (depressiv etc.) nicht so gut.

Ist es möglich einen Antrag zu stellen um diese Stunden in eine Geldstrafe zu wandeln? Ich habe nämlich Angst das man mich in eine Arbeitsstelle steckt die mich Körperlich und geistig fertig macht, durch meine Psyche bin ich sehr schnell mit kleinigkeiten überfordert.

Gibt es einen solchen Antrag und auf welchen § könnte ich mich bei einem Formlosen Antrag berufen?

Gruß

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Eine Umwandlung von Arbeitsstunden in eine Geldauflage ist grundsätzlich gemäß §§ 56b, 56e StGB möglich.

Die Bewährungsauflage, gemeinnützige Arbeit zu leisten, kann jedoch nur dann abgeändert werden, wenn neu entstandene oder dem Gericht bekannt gewordene Tatsachen dies rechtfertigen.

Die von Ihnen geschilderten körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen können solche neuen Tatsachen darstellen.

Das Gericht kann diesbezüglich jedoch Auskünfte über Ihre persönlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen verlangen, bevor es eine abändernde Entscheidung trifft.

Ein genereller Anspruch besteht jedenfalls nicht. Eine Entscheidung hierüber liegt im Ermessen des Gerichts.

Insofern dürfte das Vorlegen von entsprechenden ärztlichen Attesten oder anderen Nachweisen auch in Ihrem Interesse liegen.

Der Antrag ist bei dem Gericht zu stellen, welches Sie verurteilt hat. Dies ist formlos möglich, hierbei sollten jedoch das gerichtliche Aktenzeichen, der konkrete Antrag auf Umwandlung sowie die entsprechenden Gründe (möglichst mit Nachweis) aufgeführt werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Peter Schlegel , Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 68596 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Hat uns weitergeholfen ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle Antwort, weitere Hilfestellung angeboten, Top! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr schnelle und ausführliche Antwort auf meine Frage. Auch bei der Nachfrage fühle ich mich gut aufgehoben. Sehr zu empfehlen, wenn man Hilfe braucht! ...
FRAGESTELLER