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Bewährung !!!

08.04.2009 21:40 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Hallo !!!

Ich bin 4 mal wegen Betrug vorbestraft , 2 mal Gedstrafe dann 2 Jahre auf Bewährung !!

Jetzt ist es so das ich am Mittwoch wieder zum Gericht muss weil ich 4 mal in einem Kaufhaus Eingekauft habe ( insgesamt 70 euro ) mit EC karte und das geld nicht vom Konto abgebucht werden konnte !!!

Die Tat war vor meiner Bewährung . Habe seit der Beährung nichts mehr getan .

Habe die 70 Euro ( 149 inkl der anderen Kosten ) sofort als die Polizei da war online Überwiesen !!!

Welche Strafe werde ich bekommen ? Habe seit 1,5 Jahren einen Festen Job , Frau und Kind .

Sehr geehrter/e Fragesteller/in,

gerne beantworte ich Ihre Frage unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

In Ihrem Fall kommt § 55 StGB, also die nachträgliche Bildung der Gesamtstrafe in Betracht. Voraussetzung ist, dass Ihre Strafe noch nicht vollstreckt ist und die neue Tat vor der früheren Verurteilung begangen worden ist. In Ihrem Fall also vor der Verurteilung zur Bewährungsstrafe. Nach Ihrem Vortrag liegen diese Voraussetzungen bei Ihnen vor. Der Sinn dieser Regelung ist die Vermeidung der Nachteile der getrennten Aburteilung, denn hätte man bei Ihrem letzten Prozess auch die neuen Taten angeklagt bzw. abgeurteilt (die waren ja schon begangen), so hätte man ja die Gesamtstrafe bilden müssen.

Es ist weiter § 58 StGB zu beachten, der hier eingreift da im letzten Urteil Ihre Strafe auf Bewährung ausgesetzt wurde. Nach dieser Norm kann auch die neue Strafe zur Bewährung ausgesetzt werden. Maßgebend ist die Höhe der neu gebildeten Gesamtstrafe (nicht Überschreiten 1 bzw. 2 Jahresgrenze der Freiheitsstrafe). Die schon abgelaufene Bewährungszeit wird angerechnet, allerdings darf die neue Bewährungszeit nicht auf weniger als ein Jahr verkürzt werden.

In Betracht kommt allerdings auch Widerruf der Strafaussetzung nach der Bildung der neuen Gesamtstrafe (§ 58 II, S.2 StGB). Ob das der Fall sein wird ist ohne Kenntnis der Anklage bzw. des gesamten Akteninhalts schwer voraussehbar. Auf jeden Fall werden in der Entscheidung über die Aussetzung der Strafe auf Bewährung die bei Ihnen vorliegenden Umstände wie ein fester Job und familiäre Bindungen eine positive Rolle spielen.

Ich darf an dieser Stelle anmerken, dass die Erstberatung nur die erste rechtliche Beurteilung des Rechtsproblems bieten kann. Für eine umfassende Begutachtung der Sachlage müsste ein Mandat erteilt werden.

Ich wünsche Ihnen viel Glück am Mittwoch und verbleibe mit freundlichen Grüßen:

T.Kakachia
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 10.04.2009 | 15:37

Hab ich mit einer Gefängnisstrafe zu rechnen ? hab seit August 2008 Bewährung und die Tatzeit war am Sylvester 2007/2008.

Noch dazu hat die Polizei bzw das Gericht 4 monate gebraucht um mir das zu schicken ? was ist ein Beschleunigtes Verfahren ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.04.2009 | 15:55

Sehr geehrter Fragesteller,

wie schon gesagt, es besteht die Möglichkeit dass die neuzubildende Gesamtstrafe nach § 58 II, S.2 StGB nicht zur Bewährung ausgesetzt wird. Maßgebend ist die Höhe der neuen Gesamtstrafe ( diese ist schwer ohne die Kenntnis des Akteninhalts schwer vorauszusagen) und sie soziale Prognose. Ein fester Job und familiäre Bindungen sind positiv bei der Erstellung dieser Prognose positiv zu werten.

Wie gesagt dient die nachträgliche Gesamtstrafenbildung dazu, um Nachteile für Angeklagten durch die getrennte Aburteilung der Taten, die eigentlich vom Begehungszeitpunkt her zusammen abgeurteilt werden müssten auszugleichen. Sie werde also durch die nachträgliche Gesamtstrafenbildung so gestellt, wie Sie stehen würden, wenn auch diese neue Tat bei der letzten Verurteilung mitabgeurteilt worden wäre.

Ich wünsche Ihnen viel Glück und verbleibe mit freundlichen Grüßen:

T.Kakachia
-Rechtsanwalt-

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