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Bewährrungswiderruf


01.02.2006 13:12 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Hallo!
Ich habe folgendes Problem. Und zwar habe ich aufgrund meiner Drogensucht vor ca. 2 Jahren einen Raub begangen, was ich natürlich sehr bereue! :-( Ich wurde damals vor der Verhandlung 6 Monate in U-Haft gehalten und anschließend zu 1 Jahr und 7 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Eine meiner Auflagen war, regelmäßig die Drogenberatung zu besuchen. Da ich jedoch, wie ich ERST KÜRZLICH erfuhr ADHS habe (siehe sehr passende beschreibung auf wikipedia.de!), nahm ich weiter Marihuana, da dies für mich die einzige Möglichkeit war, meine Depressionen und die ständige Unruhe unter Kontrolle zu halten. Auch mein unruhiger Schlaf, der maximal 4 bis 5 Stunden andauert, zeigt durch den Konsum von THC deutliche Besserung und ich bin wesentlich ausgeglichener. Jedoch hat diese Droge, wie allgemein bekannt auch gewisse Nebenwirkungen, wodurch es dazu kam, daß ich im Stress des von mir gerade gegründeten Gewerbes (Webdesign) sowie einer mehrmonatigen Krankmeldung wegen einer demnächst bevorstehenden Operation die Auflagen mehrere Monate schleifen ließ, bzw. gewisse Termine aus verschiedensten Gründen nicht wahrnehmen konnte und immer wieder aufschob. Daraus resultierend wurde nun meine Bewährung vom Richter widerrufen, da ich laut dem Richter ja trotz meiner Krankmeldung und den Schwierigkeiten beim Gehen mit dem Bus zur Drogenberatung hätte fahren können. Vom ADS habe ich bei der Anhörung erst garnichts mehr erwähnt, da der Richter nicht sonderlich auf meine Entschuldigungen bzw. Erklärungen reagierte... Nun frage ich mich;
1. ob dies aufgrund der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung denn überhaupt rechtens ist,
2. ob eine Therapie statt Haft nicht evtl. in Frage käme, da die Straftat selbst (Beschaffungskriminalität) sowie der Grund für den Bewährungswiderruf bei der Drogensucht liegt und was ich dafür tun muß,
3. was ich denn im allgemeinen tun könnte, um eine nochmalige Inhaftierung zu vermeiden, da ich ja kein gewöhnlicher Verbrecher bin, sondern inzwischen mit meiner Verlobten ein relativ normales und 100% anständiges Leben führe (bis auf meinen "medizinischen" Canabis-konsum) und eher psychologische wie auch ärztliche Hilfe aufgrund des ADHS und der daraus resultierenden Drogensucht brauche. Eine Inhaftierung würde meinen Gemütszustand wohl eher noch verschlechtern und womöglich einen wirklichen Verbrecher aus mir machen, da sich der Charakter in einem solchen Umfeld ja in gewisser Weise prägt und sich außerdem die Chancen auf einen Arbeitsplatz dadurch noch weiter verschlechtern würde.

Außerdem wüßte ich gerne, was ich schlimmstenfalls zu erwarten habe bei 1 Jahr und 7 Monaten wobei ich ja 6 Monate schon in U-Haft verbracht habe...

Über eine schnelle Antwort und Hilfestellung wäre ich wirklich sehr dankbar, da der Widerruf wohl in den nächsten Tagen schriftlich hier eingehen wird!

Liebe Grüße
Andreas

und DANKE!!!

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Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und kann Ihnen diesbezüglich folgendes mitteilen:

Ich sehe keine große Chancen, Ihren Bewährungswiderruf in irgendeiner Art und Weise aufzuhalten. Wenn der Besuch bei der Drogenberatung zu einer Auflage bei der Bewährungsaussetzung gemacht wurde, müssen Sie dieser nachkommen. Ansonsten ist der Widerruf gerechtfertigt. Sie haben ebenfalls weiter Drogen genommen, obwohl das gerade Sinn und Zweck der Drogenberatung ist, davon wegzukommen.

Sie hätten bevor Sie gegen die Auflage verstoßen haben, Ihre gesundheitliche Situation schildern müssen, dann hätte man vielleicht noch zu einer Lösung kommen können.

Die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt ist gem. § 64 StGb dann voarzunehmen, wenn man befürchten muss, dass auf Grund der Sucht weitere Straftaten begangen werden.

Sie hat aber nichts mit der Strafe an sich zu tun, es handelt sich um eine Maßregelung der Besserung.

Ich sehe auch keine Möglichkeit, Ihre Inhaftierung aus einem anderen Grund zu vermeiden.

Die Untersuchungshaft wird bei der Gesamtstrafe abgezogen.

Es tut mir leid, dass ich keine positivere Antwort für Sie habe.

Ich hoffe, dass ich Ihnen im rahmen der Erstberatung auf Grund Ihrer Angaben eine erste rechtliche Orientierung geben konnte.

Falls Sie noch Fragen haben sollten, können Sie sich jederzeit gerne an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Christine Gerlach
Rechtsanwältin
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