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Beurteilung einer Elternbürgschaft für Mietvertrag des studierenden Kindes


| 16.11.2017 22:06 |
Preis: 25,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Um meinem Sohn am Studienort eine Wohnungsanmietung zu ermöglichen, soll ich für Ihn bürgen. Meine Frage ist, ob ich mit dem nachfolgenden Mustertext für die "Bürgschaftserklärung" meine Haftung auch tatsächlich auf die 3 Nettokaltmieten begrenzen werde, oder ob ich trotz Betragsnennung evtl. unbegrenzt hafte.

Ich xxx übernehme hiermit die Bürgschaft für alle Forderungen, die der Wohnungseigentümer xxx gegen Frau / Herrn xxx geb. xxx als Mieter der Wohnung xxx stellt.
Ich verpflichte mich für sämtliche aus dem Mietvertrag entstandenen Verpflichtungen ohne zeitliche Begrenzung und auf Aufforderung zu bürgen. Die Bürgschaft beläuft sich auf XXXX € (drei Nettokaltmieten).
Aus dieser Bürgschaft werde ich auf erstes schriftliches Anfordern umgehend Zahlung leisten, sofern mir vom Vermieter mitgeteilt wird, dass der Mieter seinen Vertraglichen Verpflichtungen nicht in vollem Umfang nachgekommen ist.
Die Bürgschaft erlischt automatisch mit der Beendigung des Mietverhältnisses.
16.11.2017 | 23:07

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Aus Gründen anwaltlicher Vorsicht empfehle ich, die Worte "Die Bürgschaft beläuft sich auf ..." durch "Die Bürgschaft ist begrenzt auf... " zu ersetzen.

Zwar wird man auch bei dem vorgelegten Text im Wege der Auslegung zu dem Ergebnis gelangen, dass die Bürgschaft auf den eingesetzten Betrag begrenzt ist. Dafür spricht neben dem Wortlaut, dass eine Bürgschaft durch gesetzliche Definition zu den Mietsicherheiten gehört. Und Mietsicherheiten sind nach § 551 BGB auf drei Monatsmieten begrenzt. Eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung wäre unwirksam. § 551 Abs. 4 BGB.

Nach der Rechtsprechung darf der Bürge über den Betrag von drei Monatsmieten hinaus nicht in Anspruch genommen werden kann, wenn der Vermieter den Abschluss eines Mietvertrages über Wohnraum von der Bürgschaft abhängig gemacht hat. Andererseits soll diese Begrenzung nicht gelten, wenn Eltern "unaufgefordert", "von sich aus" die Bürgschaft anbieten.

Diese Punkte "unaufgefordert" und "von sich aus" lassen letztlich Potential für Streit offen. Deshalb sollte vorsichtshalber die Begrenzung unmissverständlich in die Erklärung aufgenommen werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Roger Neumann

Bewertung des Fragestellers 16.11.2017 | 23:24


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"Unter Berücksichtigung des ausgelobten Preises wurde die Frage sehr ordentlich beantwortet."
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 16.11.2017
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Unter Berücksichtigung des ausgelobten Preises wurde die Frage sehr ordentlich beantwortet.


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