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Beurteilung Arbeitszeugnis-Frist für Widerspruch?

14.07.2008 12:00 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte gerne in Erfahrung bringen, wie das Arbeitszeugnis meines Lebensgefährten zu beurteilen ist. Gleichzeitig würde ich gerne wissen, wie bzw. ob hier ein Widerspruch sinnvoll ist.

Herr xxxx geboren am xx.xx.xxxx in xxx war seit dem 01.09.2000 als Sachbearbeiter für den Geschaäftsbereich Customer Contact Centre in unserem Unternehmen tätig.
Dabei setzten wir Herrn xxxx zunächst in der Abteilung Telefonservice ein. Dort war er mit folgenden Aufgaben betraut:
-schnellstmögliche Entgegennahme der Anrufe der Kreditkarteninteressenten bzw. Kreditkarteninhaber
-Servicegerechte Beantwortung sämtlicher Anfragen zum Kreditkartenkonto u. den Serviceleistungen
-Weiterleitung der Gespräche nach Prüfung an andere Fachbereiche
-Erstellung von Telefonnotizen bei Notwendigkeit der Dokumentation der Gespräche

Mit dem 01.07.2001 wechselte Herr xxx in die Abteilung Outgoing Chargeback. In dieser Funktion war er für die folgenden Tätigkeiten verantwortlich:
-Bearbeit von Karteninhaberreklamationen im Sinne der gültigen Regularien der Kreditkartenorganisationen
-Abwicklung von Beleganforderungen und Rückläufen (Nutzung der xxx View Station)
-Abwicklung der Chargebacks u. Sonderfälle im Sinne der gültigen Regularien, Übersetzung der Chargeback Fälle ins Englische
-Überwachung der Retrieval- und Chargeback Bearbeitungsfristen
-Bearbeitung von Representment
-Bearbeitung von Kulanzanfragen (Collection Letter)
-Koordination und Kommunikation mit den Partnerbanken und Karteninhabern (auch in Englisch)
-Bearbeitung von Schiedsgerichtsfällen (Pre Arbitration), auch über xxx Online
-Allgemeine administrative Tätigkeiten
-Verteilung der eingehenden Post

Herr xxx verfügt über solide Fachkenntnisse, die er sicher und zielgerichtet in der Praxis einsetzte. Zur Erledigung seiner Aufgaben nutzte er einen Personal Computer mit Online-Verbindung, die Microsoft-Office Anwendungen Word u. Excel unter Windows und das Kommunikationssystem Lotus Notes. Herr xx arbeitete jederzeit planvoll und systematisch. Auch unter starker Belastung behielt er die Übersicht, handelte überlegt und bewältigte alle Aufgaben in zufriedenstellender Weise. Herr xxx identifizierte sich mit seinen Aufgaben und übernahm bei Bedarf auch zusätzliche Verantwortung.

Er trat natürlich und korrekt auf, wobei er die Zusammenarbeit im Team förderte.

Herr xxx nahm regelmäßig an einem wöchentlichen Englisch-Training teil.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass er die ihm übertragenen Aufgaben stetes zu unserer Zufriedenheit erledigt hat.

Herr xxx verläßt unser Unternehmen mit dem heutigen Tag auf eigenen Wunsch.
Wir wünschen ihm für seine berufliche und private Zukunft alles Gute.

Da ich nicht beurteilen kann, wie hoch der Betrag für eine Beantwortung ist, möchte ich Sie bitten, mir doch per Mail eine Information zukommen zu lassen.

Besten Dank!


Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts wie folgt:

Bei der Formulierung des Arbeitszeugnisses hat der AG einen Beurteilungsspielraum. Nach der Rechtssprechnung ist der AG verpflichtet, ein wahres und wohlwollendes Zeugnis auszustellen.

Insgesamt kann das Zeugnis bestenfalls mit einem "befriedigend" bewertet werden.
Zum einen sprechen für diese Bewertung die "soliden Fachkenntnisse", die Bewertung er "bewältigte alle Aufgaben in zufriedenstellender Weise" sowie die Formulierung, dass er "die ihm übertragenen Aufgaben stetes zu unserer Zufriedenheit" erledigte. Zum anderen fehlen auch klare Aussgaen zur Eigeninitative, Zuverlässigkeit und Denk- und Urteilsvermögen etc. .
Weiterhin fällt auf, dass zwar das Verhalten im Team erwähnt wird, nicht aber das Verhalten gegenüber den Vorgesetzten. Diese Lücke wirkt sich negativ aus und ist durch das Fehlen in diesem Punkt sogar noch schlecht als befriedigend zu bewerten.

Weiterhin fällt negativ die Schlussformel aus, welche nicht das Bedauern des AG ausdrückt, diesen Mitarbeiter zu verlieren.

Eine bestimmte Frist für die Korrektur des Arbeitszeugnisses besteht nicht; empfehlenswert ist es aber, diese Korrekturen unverzüglich anzusprechen.

Inwieweit ggf. vor einem Arbeitsgericht ein Anspruch auf Korrektur des Zeugnisses besteht, kann nicht beurteilt werden. Entscheidend ist hier die tatsächliche Arbeitsleistung im Gleichgewicht mit der Pflicht der AG ein wahres, aber auch wohlwollendes Zeugnis zu erstellen.


Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

Florian Günthner
Rechtsanwalt

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