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Beurteilung Arbeitsvertrag - ist er Befristet oder nicht?


| 15.10.2006 00:13 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille



Seit April 1993 arbeite ich in einem Unternehmen und wurde erst als Saisonarbeiter eingestellt, arbeitete ununterbrochen dort.1996 wurde "in Abänderung zum bestehenden Vertrag nachstehend neu... beschlossen:Dauer:Das AV endet spätestens...er das 65. Lebensjahr vollendet!"Am 26.11.2003 erhielt ich eine "Ordentliche Betriebsbedingte Kündigung" zum 31.03.2004.Übers Wochenende war ich arbeitslos und wurde am 5.4.2004 wieder eingestellt und zwar so:"Das AV beginnt am 5.4.2004 und ist bis zum 30.11.2004 befristet.Je nach Vertragsabschluß mit den Auftraggebern und nach Witterungslage kann diese Zeit verändert werden.Während der Saisonarbeit kann das Arbeitsverhältnis von beiden seiten mit einer Frist von 3 Tagen,auch ohne Angabe von Gründen, gekündigt werden".
Seit diesem Tag arbeite ich dort. Voriges Jahr fragte ich mal nach einem festen Arbeitsvertrag und mein Chef meinte: "Brauchst Du doch nicht.Vor mir brauchst Du keine Angst haben.Solange Arbeit da ist, hast Du keine Sorgen.Aber ich setze mich trotzdem nicht hin und schreibe so ein Ding.Du machst Deine Arbeit und bekommst Deinen Lohn.Alles andere ist doch nur Papier."Ich habe ein gutes Verhältnis zu meinem Chef,glaube ich, würde aber gern wissen, wie man das einordnet Befristet oder jetzt Fest? Will auch nicht zu einem Anwalt, da es ja keinen Grund gibt, aber man weiß ja nie.Auch möchte ich wissen,ob ich ihn weiter drängen soll,zue es ab und an, denn die andern 20 haben einen "festen Vertrag", nur drei oder vier nicht. Anmerkung:Natürlich ist es ein Vollzeitjob mit allen Sozialabgaben,welche auch bezahlt werden.Vielen Dank für Ihre Mühe.

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Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Bestimmte sachliche Gründe rechtfertigen den Abschluss eines befristeten Arbeitsvertrages. Dies bestimmt das sog. Teilzeit- und Befristungsgesetz. So ist dies u.a. bei vorübergehendem Personalbedarf möglich.

Wenn aber das Arbeitsverhältnis nach Ablauf der Befristung mit Wissen des Arbeitgebers fortgesetzt wird, so gilt das Arbeitsverhältnis als auf unbestimmte Zeit verlängert.

Da Sie von 2004 bis heute durchgängig, d.h. ununterbrochen bei Ihrem Arbeitgeber gearbeitet haben, ist von einem unbefristeten Arbeitsvertrag auszugehen. Im Zweifelsfalle würden Sie dies durch das Arbeitsgericht klären lassen müssen.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 16.10.2006 | 21:24

Vielen Dank nochmal für die schnelle Antwort.Eine Frage habe ich dennoch.Als ich "entlassen wurde,hatte ich noch ca. 200 Stunden auf dem Arbeitszeitkonto, welche ich sozusagen übernommen habe.Also vom Arbeitsvertrag alt in den AV neu ab 5.4.2004.Hatte sie mir auch nicht auszahlen lassen.D. h. ich war praktisch arbeitslos,obwohl Stunden vorhanden waren,welche aber nicht "benutzt" wurden. Der zweite Chef bestand aber auf meiner Entlassung, weil es den anderen gegenüber unfair wäre, die Kündigung zurückzunehmen.Wegen der langen Kündigungsfrist war ich im Vorteil. Würde mir das im Falle eines Falles etwas nützen um, sagen wir mal, die damalige Kündigung mit einzubeziehen oder nützt mir das gar nichts und ich kann die alten Lohnscheine,die dies belegen wegwerfen.Ich weiß, das ich dann zu einem Fachanwalt gehen müßte und habe auch eine Rechtschutzversicherung ohne SB. Ist sowieso nur theoretisch, aber damals hatte ich auch nie an Kündigung gedacht.Man sollte immer ein wenig Bescheid wissen.Übrigens:Von 20 gekündigten hatte nicht einer dagegen geklagt, aber nur 6 sind wieder da.Alle dachten,daß sie wiederkommen.... Vielen Dank und einen schönen Tag!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.10.2006 | 01:15

Problematisch wird sein, daß die Ansprüche aus dem alten Arbeitsvertrag u.U. verwirkt sein werden. Denn viele Arbeitsverträge enthalten eine Ausschlußklaussel, daß man Ansprüche innerhalb von einer Frist geltend machen muß.

Bewertung des Fragestellers |


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