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Beurlaubung/Kündigung in der Probezeit

| 25.04.2017 08:56 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim


Hallo,

Ich bin seit 5 Monaten Leiter einer kleinen Abteilung in einem grossen Mode Logistik Zentrum.
Der Fall:
Ich benötigte für Testläufe der Anlage eine Woche lang Hilfskräfte. Ich bekam über eine Zeitarbeitsfirma 8 Leiharbeiter. Als sie kamen bin ich erst etwas erschrocken weil es allesamt Flüchtlinge in allen Farben waren. Ich dachte da schon "Oje".
Nichts desto trotz haben die Leute dann aber geschuftet und sich echt Mühe gegeben. Sie waren freundlich, pünktlich also wirklich richtig Top. Ich habe die Leute auch nachweislich unter Zeugen richtig gut eingearbeitet. Also seitens mir und den Flüchtlingen war alles bestens. Jeder Aussenstehende hat sich auch positiv über die Leute und mich geäussert.

Nun hatte aber die Fremd-Firma die für die Anlage zuständig war grosse Probleme mit den Tests, die aber ausschließlich auf die Technik der Anlage zurückzuführen ist.

Nun kamm dann einen Tag nach Testende der Abschlussbericht dieser Firma und daran schrieb der Leiter dieser Firma (Der gar nicht vor Ort war):

***"Punkt aus der Tup Liste...
Helfer waren schlecht eingewießen bzw. unmotiviert. Es wurde Teilweise die Arbeit (Umsetzen von Wannen) nicht gemacht. Dies führte zu Stillständen***

Ich war da natürlich entsetzt das er so einen Bericht sendet und habe ihm eine Aufklärende Mail geschrieben das er diese Behauptungen die sich gegen mich und die Leiharbeiter/Flüchtlinge richten bitte zurückziehen bzw. klarstellen soll da keiner der drei Punkte in diesem Satz wahr sind.

Nun ja. Das hat er nicht, sondern er hat sich über mich beschwert und daraufhin bin ich jetzt Beurlaubt und werde mit Sicherheit auch meine Probezeit nicht überleben.

Das alles nur weil ich die Lügen über die arbeit der Flüchtlinge und natürlich auch meine nicht so stehen lassen wollte. Wie gesagt es gibt ca. 20 Zeugen die bestätigen können das wir unsere Arbeit vorbildlich gemacht haben.

Frage: kann ich etwas dagegen machen das ich aufgrund dessen meinen Arbeitsvertrag wohl nicht bekommen werde (Vertraglich 6 Monate Probezeit, ich bin seit 5 Monaten da)? Falls nicht nun ja.. dann kann ich wenigstens erhobenen Hauptes aus der Firma gehen und kann sagen das ich Flüchtlinge/Menschen die wirklich gut gearbeitet haben verteidigt habe.
(Und das obwohl ich bis vor der zusammenarbeit mit den Jungs echt sehr "Anti.Asyl" eingestellt war)

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Leider kann ich Ihnen nur wenig Hoffnung machen, falls eine Probezeitkündigung ausgesprochen wird oder ein beabsichtigter Anschlussvertrag nicht geschlossen wird, dass Sie sich hiergegen mit Erfolg wehren können. Grundsätzlich benötigt eine Kündigung in der Probezeit keinen Kündigungsgrund, da gerade diese Zeit zum Kennenlernen und zum Abschätzen, ob das Arbeitsverhältnis weitergeführt werden soll, genutzt wird.

Ihren Unmut kann ich durchaus verstehen und würde daher empfehlen, sofern dies möglich ist, mit der Geschäftsführung noch einmal konkret über die Angelegenheit zu sprechen und gegebenenfalls auch hier Dritte zu motivieren, an die Geschäftsleitung heranzutreten, allerdings immer in einem normalen und sachlichen Maß.

Sie stellen dar, dass ein weiterer Arbeitsvertrag erst nach der Probezeit geschlossen werden soll, so dass es dann gegebenenfalls auch überhaupt keiner Kündigung bedarf. Insofern hätten sie auch keinen konkreten Anspruch auf einen neuen Arbeitsvertrag, es sei denn, es ergeben sich anderweitige Formulierungen aus dem bisherigen Probearbeitszeitvertrag.

Für den Fall einer Kündigung, also falls bereits ein Arbeitsvertrag vorliegt, der eine Probearbeitszeit beinhaltet, könnten Sie nur erfolgreich dagegen klagen, wenn aus der Kündigung hervorgeht, als dass hier eine schlechte Arbeit geleistet worden ist, was tatsächlich nicht stimmt, was sie dann allerdings auch nachweisen müssten. In der Regel wird eine entsprechende Kündigung, sofern hier eben ein Arbeitsvertrag bereits über die längere Zeit vorliegt, dann aber gerade auch ohne Gründe ausgesprochen werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 25.04.2017 | 09:27

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 25.04.2017 5/5,0
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