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Bettkauf


20.07.2005 18:12 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Wir haben ein Bett in einem Einrichtungshaus bestellt. Grundlage für die Bestellung war ein Prospekt, indem auch die von uns gewünschte Farbe (Eiche dunkel) abgebildet war. Als das Bett geliefert wurde, war dieses allerdings schwarz. Auf Nachfrage sagte man uns, dass das Muster, welches wir aber bei der Bestellung nicht gesehen haben (natürlich schwer nachweisbar), schwarz ist und somit das Bett nicht falsch geliefert wurde. Als Kompromiss schlug man uns vor, das Bett von einem Fachmann umbeizen zu lassen und die Hälfte der Kosten zu übernehmen. (Der Fachmann bestätigte uns die Farbdifferenz von Prospektabbildung und tatsächlicher Farbe.) Müssen wir auf dieses Angebot eingehen oder können wir darauf bestehen, dass das Bett wieder zurückgenommen wird? Oder: Inwieweit sind Prospektangaben bindend?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn Sie beweisen können, dass Grundlage der Bestellung der Prospekt (Eiche dunkel) gewesen ist, ist der Verkäufer auch verpflichtet, dieses Bett zu liefern.

Sie müssen nun auf dem Bestellschein nachsehen, wer als Käufer dort aufgeführt ist; ist nur ein (Ehe)Partner genannt, könnte der andere Partner als Zeuge auftreten und Sie hätten gute Chancen, Ihre Rechte durchzusetzen. Dieses gilt erst recht, wenn auf dem Bestellschein auf den Prospekt hingewiesen oder gar Eiche dunkel genannt worden ist.


Sie werden aber beweisen müssen, dass die -ansich bindende- Prospektangabe auch Vertragsgrundlage geworden ist.

Dann können Sie auf Erfüllung (Lieferung Eiche dunkel) bestehen und brauchen sich nicht auf das "Angebot" des Verkäufers einlassen.

Sie sehen, Recht haben und Recht bekommen ist manchmal ein zweischneidiges Schwert; hier wird es von der Beweisbarkeit der Vereinbarung abhängen.

Dazu ist es natürlich auch erforderlich, das Bestellformular und den Prospekt einzusehen, was das Forum so nicht bieten kann. Sie können es mir gerne einmal zufaxen, damit ich dann ev. schon aus den Unterlagen eine weitere Prognose abgeben kann.

So, wie Sie den Fall schildern, wird sich der Gang zum RA aber sicherlich lohnen (siehe Button "Hilfe"); eine individuelle Beratung muss hier sicherlich erfolgen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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