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Betrunken Auto gefahren!

07.02.2016 03:06 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Norman Schulze


Hallo,

folgendes ist mir letzten Abend passiert.
Ich versuche alles so gut wie möglich zu schildern.

Vor einigen Stunden fuhr ich von einer Karnevalsparty nach Hause.
Doch als diesmal, was noch nie zuvor war, eine Straßensperre der Polizei meinen Weg kreuzte geriet ich in Panik. 2 Freunde von mir waren mit im Auto. Die Polizei zog jedes vorbeifahrendes Auto zur Seite aber ohne "Kelle". Ich geriet in Panik und bin einfach daran vorbei gefahren.( Es ist schlimm betrunken zu fahren und es wird nie wieder vorkommen )
Ich fuhr die erste Straße rechts rein und die darauf folgende Straße wieder rechts rein. Die Freunde und ich stiegen aus und gingen 10 Minuten durch die Straße. Plötzlich kam die Polizei mit einem Einsatzwagen und baten uns kurz zu warten. Die Sache viel langsam auf als die Kollegen durch die Straße gingen und mein Fahrzeug geparkt vorfanden. Sie kamen wieder auf uns zu und wollten die Personalien feststellen. So schön, so gut. Es wurde, wie schon gedacht, festgestellt, dass ich der Besitzer des KFZ bin. Die Polizei wollte wissen, wer gefahren ist und warum wir nicht bei der Kontrolle rechts rangefahren sind. Ein Polizist war sehr sehr sehr heftig drauf und droh mir sogar ( nicht gelogen ) mit einem Loch im Oberarm. Ich geriet noch mehr in Panik, nachdem ich Geschichten aus der USA gehört habe und sagte ihm meine Schwester sei gefahren die jetzt aber leider nicht mehr vor Ort ist. Ich wurde mit Handschellen abgeführt und landete letzten Endes im Revier. Ein Drogentest wurde gemacht ( Schnelltest ) Negativ. Mein Blut wurde abgenommen und ich musste daraufhin nochmal pusten. Ich weiß nicht genau, was die Kollegen zu mir sagten aber es war Entweder 0.9 Promille oder auf dem Gerät hieß die gemessene Zahl 0.9, was meines Wissens das doppelte ist. 1,8 Promille. Ich musste eine Linie gerade entlang laufen, was für mich kein Problem dargestellt hat. Das wars mit dem Abend. Ich bekam meine persönlichen Unterlagen, wie Ausweis oder Handy wieder doch meinen Führerschein behielten sie.

Ich bin einsichtig und ich weiß wie schlimm es werden kann wenn man betrunken ein Auto fährt. Doch habe ich mich nicht betrunken gefühlt und war vollkommen im Stande mein KFZ zu führen. Ich weiß das, dass Gerät was anderes sagt, ja dass weiss ich nur ich weiß dass es so war.

Meine Frage:

Was wird auf mich zukommen und mit was kann ich rechnen? Mein Arbeitsplatz liegt 30km von mir entfernt und ich brauche mein KFz um dahin zu kommen.

Gibt es eine möglichkeit zu sagen, dass ich zwar das Auto gefahren bin aber erst nach aussteifen des KFz getrubken habe? Es vergingen immerhin 15m Minuten bis die Polizei kam.

Ich wurde nicht gesehen das KFz gefahren zu haben. Könnte ich behaupten, dass zB meine Schwester ( die zu mir stehen würde ) dass KFz gefahren ist?

Problem: Der brutale Polizist hat uns mit Prügel und Löschenr egdroht und meine Freunde hatten Angst und haben ausgesagt, dass ich gefahren bin.
Meine Freunde waren sehr sehr betrunken, doch es wurde kein Test bei diesen durchgeführt.

Lieber Anwalt. Was wäre der einzig richtige Weg aus dieser Sache so gut wie möglich wieder rauszukommen?


Mit freundlichen Grüßen

Anonym

Sehr geehrte(r) Rechtssuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt summarisch beantworten möchte:

Die Situation scheint nach so kurzer Zeit recht unklar.

Klar scheint bisher nur zu sein, dass Sie gefahren sind und zwar mit mindestens 0,9 Promille, dass Sie weiterhin nicht angehalten haben, obwohl die Polizei Sie darum gebeten hat.

Diese Informationen sind recht dürftig. Auf dieser Grundlage wird man in jedem Fall mit einem Ordnungswidrigkeitsverfahren auf Sie zukommen. Hierbei werden Sie mit dem Entzug der Fahrerlaubnis für mindestens 1 Monat zu rechnen haben. Ob hier noch ein Ermittlungsverfahren, z. B. wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, gegen Sie geführt wird, kann ich aus dieser Position schlecht beurteilen.

Den einzig richtigen Weg, aus dieser Sache so gut wie möglich wieder rauszukommen, gibt es leider nie. Jedoch wäre es ausgesprochen günstig, sich in dieser Situation anwaltlich vertreten zu lassen.

Lediglich durch einen Anwalt erhalten Sie die Möglichkeit, dass jemand in die Verfahrensakte schaut und Ihnen zum Stand des Verfahrens Genaueres sagen kann. Der Anwalt wird dann mit der Behörde und ggf. Staatsanwaltschaft in Verbindung treten und die Folgen für Sie abmildern können.

Nicht zuletzt, weil Sie auf Ihren Führerschein so dringend angewiesen sind, dürfte eine anwaltliche Vertretung unumgänglich sein.

Ich möchte abschießend darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich die Funktion hat, einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine vollständige und persönliche Rechtsberatung kann hierdurch nicht ersetzen werden. Auch führt das Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen unter Umständen zu einer völlig anderen rechtliche Beurteilung.

Nachfrage vom Fragesteller 07.02.2016 | 07:12

Hallo und danke für die schnelle Antwort.

Ich fragte dennoch oben:

Die Polizei weiß nicht, dass ich gefahren bin. Sie haben es zumindest nicht gesehen. Ich wurde erst 10 Minuten später draußen gefunden, weit weg vom KFZ. Kann man behaupten, dass man kurz danach getrunken hat, damit man zumindest die Alkoholgeschichte da raushat? Gibt es da grauzonen oder schlupflöcher?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.02.2016 | 07:50

Sehr geehrte(r) Rechtssuchende(r),

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage und zwar wie folgt:

Ob die Polizei davon ausgeht, dass Sie gefahren sind, lässt sich erst durch die Einsicht in die Akte mit Sicherheit feststellen. Da Sie zum Alkoholtest gebeten wurden, ist davon auszugehen, dass man Sie für den Fahrer hält. Der genaue Sachverhalt, den die Polizei annimmt, ist nur der Akte zu entnehmen.

Die Möglichkeiten, die Folgen zu mildern,bestehen in jedem Fall. Welche das sind, lässt sich aus der Ferne schwer beurteilen.

Ich muss Ihnen aber leider vorab aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und meiner Erfahrung mitteilen, dass Ihre Version wenig Aussicht darauf hat, von den Ermittlungsbehörden anerkannt zu werden.

Mit freundlichen Grüßen
N.Schulze

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