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Betrugsvorwurf bei Autokauf via Internet

08.06.2008 14:53 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich habe mein Auto zum Verkauf bei allen großen Internet- Plattformen eingestellt(Mobile.de,Autoscout24...).Das Auto ist knapp 2 Jahre alt hat 58000 km runter und sollte 9950€ bringen.
Am nächsten Tag bin ich in den Urlaub gefahren.Dort rief mich dann ein Autohändler an.Er erkundigte sich über das Auto .Ich erinnere mich an folgendes:ob das Auto mein Eigentum ist,ob alle Papiere vorhanden sind,nach sonstigen Schäden(Unfall,Beulen ,Lack).Dann vereinbarten wir einen Abholtermin für das Auto --> es war der Tag nach meiner Rückreise aus dem Urlaub.Als ich abends nach der Rückreie meine E-Mails durchsah fand ich eine Mail eines holländischen Autohändlers mit der Anfrage ob die Kilometerangabe von 9950 denn stimme.Hä?
Ich kontrollierte meine Web-Anzeigen und siehe da bei einer hatte ich in der Kilometerangabe statt 58000 noch mal den Preis eingetragen (9950).So das in der Anzeige bei Preis und Kilometerleistung der gleiche Wert stand.Dummerweise hatte ich keine Kontaktinformationen(Telefon,Adresse) vom Autohändler wegen eines klärenden Gesprächs (für mich war bis ebend noch alles klar)
Natürlich kam am nächsten Tag der Autoabholer wegen dieser Anzeige und fuhr dann wieder mit der Bahn zurück.
Nun bezichtigt er mich der arglistigen Täuschung und will wegen der ihm enstandenen Kosten 1000€.Muß ich zahlen oder nicht??

08.06.2008 | 16:20

Antwort

von


(110)
Mainzer Strasse 139-141
66121 Saarbrücken
Tel: 0681-9405552
Web: http://www.rechtsanwaeltin-stiller.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zuerst möchte ich Sie daraufhin weisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch eine Kollegin/ einen Kollegen vor Ort ersetzen kann.
Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung komplett anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund, der von Ihnen erhaltenen Angaben und dem eingesetzten Betrag wie folgt:

Ihren Angaben zufolge haben Sie am Telefon mit dem Händler einen Kaufvertrag über Ihr KFZ geschlossen.
Auch mündliche Verträge sind wirksam.

Vertragsbestandteil war der Inhalt des Inserates, der für Sie als Verkäufer bindend ist.

Vertragsbestandteil war also eine Kilometerlaufleistung von 9950 km.

Da das Fahrzeug nicht die vereinbarte Beschaffenheit aufweist, konnte der Händler als Käufer vor Ort seine Rechte aus § 437 BGB geltend machen.
Ein eventueller Haftungsausschluss würde wegen § 444 BGB nicht greifen.

Es lag somit ein Sachmangel vor, da das Fahrzeug nicht die vereinbarte Kilometerlaufleistung hatte.

Ist die Sache mangelhaft, kann der Käufer
1. Nacherfüllung verlangen
2. den Kaufpreis mindern oder zurücktreten UND
3. Schadensersatz oder Ersatz vergeblicher Aufwendungen verlangen.

Der Käufer durfte also vom Kaufvertrag zurücktreten und gleichzeitig Ersatz seiner vergeblichen Aufwendungen nach § 284 BGB verlangen.

Dabei ist Voraussetzung, dass der Käufer die Aufwendungen im Vertrauen auf den Erhalt der Leistung gemacht hat.

Der Käufer müsste also wegen der niedrigen Kilometer zu Ihnen gekommen sein und deshalb müssen die Fahrtkosten entstanden sein.

Aufwendungen sind also VERMÖGENSOPFER des Käufers.
Also auch Reisekosten.

Der Händler hätte also Anspruch auf seine tatsächlich angefallenen Kosten.

Ob ein Betrag in Höhe von 1000€ tatsächlich angefallen ist und ob diese angeblichen Kosten mit einem Kaufpreis von 9950 € im VERHÄLTNIS stehen, müsste noch geprüft werden.
Im Rahmen dieses Forums ist dies allerdings nicht möglich.

Des Weiteren trägt der Käufer die Beweislast dafür, dass die Kosten tatsächlich so hoch ausgefallen sind.
Daher sollten Sie erst einmal von ihm entsprechende Nachweise verlangen.

Außerdem rate ich Ihnen einen Kollegen/ eine Kollegin vor Ort zu beauftragen, sollte der Händler Sie weiterhin in Anspruch nehmen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen weiterhelfen und eine erste rechtliche Orientierung bieten konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Tanja Stiller
Rechtsanwältin





Rechtsanwältin Tanja Stiller

ANTWORT VON

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