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Betrugsversuch durch Käufer, negative Bewertung Rufschädigung?


10.04.2007 20:04 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen



Sehr geehrte Damen und Herren,

am 23.02.2007 habe ich über Ebay einen TFT Monitor verkauft.

Zuerst sei jedoch gesagt, das sich der Verkäufer weder vor noch direkt nach dem Kauf (außer nach Erkundigung der Bankdaten) mit mir in Kontakt getreten ist um evtl. Fragen zu stellen oder zu klären.

In der Auktion wurde eine Garantie und Gewährleistung für diesen Artikel ausgeschlossen.

Originalauszug:
"Aufgrund der Rechtslage kann ich jedoch für diesen Artikel keine Garantie und Gewährleistung übernehmen.

Dies ist eine reine Privatauktion, die Einstellung des Artikels erfolgte nach bestem Wissen und Gewissen.

Eine Rücknahme des Artikels ist hiermit ausgeschlossen.

Offene Fragen sind bitte vor dem Kauf der Artikel zu stellen, eine Nachverhandlung ist nicht möglich.

Versand nur als versichertes Paket oder per Selbstabholung."

Am 28.02.2007 ging dann das Geld für die Auktion nebst Versandkosten auf meinem Konto ein und wurde daraufhin auch gleich am 28.02.2007 von mir als versichertes Paket bei DHL aufgegeben und natürlich auch gleich positiv bewertet.

Am 01.03.2007 ist der Monitor dann zugestellt worden.

Der Käufer hat sich abermals nicht bei mir gemeldet nach Eingang des Monitors, sondern schickte mir am 06.03.2007 über das Ebaysystem folgende Mitteilung:

Originalauszug:
Bin sehr verärgert!Der Monitor funktioniert nicht,auch nicht als Zweitmonitor am Laptop !Ich habe das Gerät daraufhin in einer Fachwerkstatt prüfen lassen.Das Gerät kann nicht funktionieren,da wichtige Teile für den Betrieb defekt sind,die nicht beim Transport kaputt gegangen sein können!Ihre Angaben in der Artikelbeschreibung entsprachen nicht der Wahrheit!--BETRUG-- ? Ich wäre an einer gütlichen Einigung interessiert bevor ich eine negative Bewertung abgebe !

(Original Email vom Käufer über Ebaysystem ist noch vorhanden und kann bei Bedarf zugesendet werden).

Das ist die erste und einzige Mitteilung die ich von dem Käufer erhalten habe.

Hier zu sei gesagt, das der Monitor 2 Jahre in einem Fast Food Restaurant im Drive Inn im Einsatz als Bestellungsdisplay diente und einweindfrei funktionierte.Technische Änderungen an dem Gerät sind vor mir nicht vorgenommen worden.

Ich betreibe ein eigenes Mobilfunkforum mit einer Ebayuntersektion.
Aufgrund meiner 7 jährigen Tätigkeit bei Ebay habe ich auch in einem anderem Forum eine Ebaysektion einrichten lassen und dort Tips für Käufer und Verkäufer aufgestellt.

Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung bei Ebay habe ich dann dem Käufer folgende Mail zurückgeschrieben:

Originalauszug:
Sehr geehrter Herr Mxxxxx,

der Monitor wurde vor dem Versand noch einmal eingehend an meinem Laptop überprüft und funktionierte vor dem Versand einwandfrei als Desktoperweiterung.(Wie in der Auktion beschrieben!)

Wenn der Monitor nicht funktioniert hätte, dann hätte ich in der Artikelbschreibung mitgeteilt das ich den Monitor als defekt verkaufe.Daher von meiner Seite kein wissentlicher Betrug. Siehe meine Bewertungen letzter Verkäufe durch die Käufer.

Desweiteren schreibt man den Verkäufer dann vor dem Eingriff in das Gerät an, um evtl. Mißverständnisse aus dem Weg zu räumen.

Da ich dieses nun nicht mehr nachvollziehen kann, da das Gerät wohl durch fremde Hand geöffnet wurde, und eine Garantie sowie Sachmängelhaftung während der Auktion ausgeschlossen wurde kann und werde ich somit weder das Gerät zurücknehmen noch eine Rückvergütung vornehmen, da ich nicht weiß was mit dem Gerät nach dem Versand gemacht wurde.

Eine negative Bewertung in diesem Fall werte ich als Rufschädigung, da ich den Artikel nach bestem Wissen und Gewissen eingestellt habe und Sie den Artikel ohne mein Wissen durch fremde Hand haben öffnen lassen ohne mich vorher zu kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Am 12.03.2007 wurde ich dann vom Käufer ohne weitere Benachrichtigungen negativ bewertet.

Die Bewertung wurde demnach von mir auch entsprechend kommentiert.

Nun zu meinen Fragen:

1. Ist die Mitteilung des Käufers als Erpressung,Nötigung,Verleumdung und evtl. als Betrugsversuch anzusehen? (es gibt von der Seite des Käufers keine Belege eines Fachmannes)

Meine Lebensgefährtin war bei beiden Tests des Monitors anwesend, ebenso beim verpacken etc.

2. Da die Bewertung in meinen Augen nicht gerechtfertigt ist und sich negativ auf spätere Auktion auswirken könnte (auch mit kommentierter Bewertung),
wie gehe ich nun am besten dagegen vor?

Eine eingerichtete Frist von 7 Tagen nach Abgabe der negativen Bewertung ist fruchtlos verstrichen.

3. Besteht evtl. Schadensersatz wegen Nötigung, Erpressung, Verleumdung und Rufschädigung?

Bitte verzeihen Sie den geringen Einsatz, befinde mich gerade in Vorbereitung auf eine INSO.

Vielen Dank für Ihr Verständnis

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Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und kann Ihnen diesbezüglich in dem Ihrem Einsatz angemessener Kürze mitteilen:

Es kommt darauf an, ob der Monitor nun wirklich kaputt war oder nicht. Wenn Sie sich sicher sind, dass er nicht kaputt war, dann können Sie Anzeige erstatten. Dann wird die Staatsanwaltschaft ermitteln. Sollte sich herausstellen, dass jedoch doch ein Defekt vorlag,der offensichtlich war, könnten Sie wegen falscher Verdächtigung angezeigt werden. So wie es sich anhört, ist es schon komisch, wenn Ihnen Betrug vorgeworfen wird, aber eine gütliche Einigung angestrebt werden soll. Die Drohung, Sie negativ zu bewerten, ist jedoch kein empfindliches Übel, welches vom Gesetz gefordert wird. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, wurde Ihnen auch nie in Aussicht gestellt, angezeigt zu werden. Wenn der Käufer jedoch davon ausging, dass Sie einen Betrug begangen haben, wundere ich mich, dass er dies nicht getan hat. Das mutet alles etwas komisch an.

Bezüglich der Bewertung können Sie Unterlassung und Löschung verlangen, wenn es sich um eine falsche Tatsachenbewertung handelt.Dies können Sie sogar gerichtlich durchsetzen, wenn nötig. Eine Löschungs- und Unterlassungserklärung mit Androhung von Geldstrafe ist möglich.

Schadensersatz auf Grund von Erpressung etc. sehe ich als nicht gegeben an. Möglicherweise könnten Sie Schadensersatz geltend machen, wenn Sie weniger Verkäufe etc. durch die Bewertung hatten. Einen Schaden müßten Sie jedoch nachweisen können.

Eine Anzeige ist jederzeit möglich unter den gegebenen Voraussetzungen. Dort wird dann unter jedem strafrechtlichen Gesichtspunkt ermittelt werden.

Ich hoffe, dass ich Ihnen im Rahmen der Erstberatung auf Grund Ihrer Angaben eine erste rechtliche Orientierung geben konnte. Bitte beachten Sie, dass auf Grund von Umständen, die der Bearbeiterin nicht bekannt sind, eine andere rechtliche Beurteilung möglich ist.

Mit freundlichen Grüßen

Christine Gerlach
Rechtsanwältin
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