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Betrugsanzeigen - Warenkreditbetrug Strafmaß


20.01.2007 18:05 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Bitte nur um Antworten von Änwälten auf dem Fachgebiet Strafrecht !!!

Folgender Sachverhalt:

Ich 28j. hatte in der letzten Zeit mehrere Betrugsanzeigen wegen Warenkreditbetrug. Bei einer dieser (Warenwert 50 Euro) gab es ein Urteil was mir schriftlich zugestellt wurde. 15 Tagessätze a´10 Euro, dies zahle ich derzeit monatlich ab. Bei einer anderen Sache (Hotelrechnung - Latschrift von 98 Euro ging zurück), trieb es der "Geschädigte" bis zur Verhandlung bei Gericht (ich erschien dort aus Angst wegen Haft nicht) dies war ein Fehler was ich heute weiss.Urteil 90 Tagessätze a´11 Euro, dies zahle ich ebenso monatlich in Raten ab.

Im letzten Jahr 2006 hatte ich mehrmals Kleinigkeiten bei diversen Versandunternehmen bestellt Warenwert war nie über 100 Euro, irgendwann merkte ich das ich finanziell fast am Abgrund stand, konnte meinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen, auch die bestellen Waren nicht mehr begleichen. Mit vielen Gläubigern lies sich einvernehlich reden, aber 6 davon erstatteten Anzeige wegen Betruges. Von 2 erhielt ich bereits ein Schreiben der Staatsanwaltschaft, das das Verfahren eingestellt wird sofern ich innerhalb 4-Wochen Frist den Schaden wieder gut mache. In meiner Dummheit, bzw. weil ich damals das Geld nicht sofort hatte, konnte ich diesen 2 Schreiben bis heute nicht folgen. Ich werde aber jetzt Ende diesen Monats das zahlen, da ich ein Betrag aus einer hinterlegten Mietkaution zurück erhalte.

Bei den anderen 4 Anzeigen kam noch nichts von der Staatsanwaltschaft. Die letzte Anzeige kam nun am 08.01.2007, von einer Forderung aus Oktober 2006 (Warenwert 20 Euro) dies wurde von mir allerdings bezahlt, bevor ich die Anzeige erhielt. Ich war für diese Sache erstmals der Vorladung bei der Polizei gefolgt, da ich beweisen wollte es ist bezahlt. Der Beamte überredete mich allerdings zu einer Aussage, und dazu mir die anderen Dinge einzugestehen und sie zuzugeben, dies sei immer besser.
Ferner wurde eine erkennungsdienstliche Behandlung durchgeführt. Nun fühle ich mich wie ein Schwerverbrecher.

Ich habe nie in der Absicht gehandelt, jemanden betrügen zu wollen, ich hatte zu der Zeit nur erhebliche finanzielle Schwierigkeiten, habe danach auch nie mehr etwas bestellt.

Meine Fragen wären hierzu:

1. bin ich schon vorbetraft ?
2. wie ist das mit diesen 2 Dingen von der StAa wo mir mitgeteilt wurde das Verfahren wird eingestellt, ich werde dies jetzt nde des Monats zahlen ??
3. wie ist das jetzt bei den anderen Anzeigen wo ich noch nichts bekommen habe von der StAa ?

Ich bin bemüht, jeden Schaden durch Zahlung wieder gut zu machen, muss ich jetzt mit Haftstrafe rechnen ?? Ich sehe meine Fehler ein, und bereue es, ich bin Mutter einer 4j. Tochter. Habe nun Angst vor Haftstrafe.

Zu erwähnen wäre hier noch das der Gesamtbetrag dieser ganzen Anzeigen ca. 400 Euro ist, eher noch weniger.

Bitte dringend um Antwort, vielen Dank !!!

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Sehr geehrte Ratsuchende,


sicherlich mögen Sie sich nun als "Schwerverbrecher" fühlen, aber so ganz unbeteiligt sind Sie an diesem Gefühlr nicht. Denn das Problem, das Sie haben, ist, dass sich gleichgelagerte Straftaten ereignet haben, die dann einen Richter bei künftigen Aburteilungen sicherlich nicht mehr wohlwollend stimmen.

Daher sollten Sie KÜNFTIG alles unterlassen, was auch nur in die Richtung eines Vermögensdiliktes geht, da es dann nicht mehr bei einer Geldstrafe bleiben wird. Dabei kommt es auch nicht sosehr auf die Einzelbeträge, sondern die Vielzahl der Taten an. Kommt also eine weitere Tat hinzu, wird es aller Wahrscheinlichkeit nicht mehr bei einer Geldstarfe bleiben.


Zu den Fragen:


1.)
Nein, derzeit haben Sie noch Glück, da die Strafe 90 Tagessäte NICHT übersteigt, sondern genau diese Grenze erreicht ist. Sofern nicht eine Einzeltat diese Grenze überschreitet, gelten Sie noch nicht als vorbestraft.


2.)
Die Einstellung wurde an die Zahlung geknüpft, die Sie nicht fristgemäss eingehalten haben. Aber auch hier werden Sie noch Glück haben, sofern diese Beträge nun auch gezahlt werden. Diese Zahlung müssen Sie dann sofort nachweisen und es wird zur Einstellung kommen.


3.)
Die Verfahren laufen noch, so dass es sein kann, dass dort Anklage erhoben wird; spätestens dann sollten Sie einen Rechtsanwalt einschalten. Wird der Schaden nun vorab beglichen, könnte es zu einer Einstellung kommen, wobei die die Zahlungen dann unaufgefordert nachweisen sollten.



Die Angst vor einer Haftstrafe ist aber nicht so ganz unberechtigt; sollte ein weiterer Fall auftreten (unbezahlte Rechung, Rücklastschrift bei Einzugsermächtigung; Bestellung von Waren trotz Kenntnis der Zahlungsunfähigkeit), wird eine Haftstrafe wahrscheinlich; ich verweise auf die obigen Ausführungen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 20.01.2007 | 18:41

Guten Abend,

haben sie zuerst einmal vielen Dank für die beantwortung meines Beitrages.

Also wird mir dahin nichts weiter passieren, wenn ich eben diese 2 Aufforderungen zur Zahlung jetzt in der kommenden Woche zahle ?? Wohin muss ich dann den Beweis der Zahlung senden ??

Und nochmal zum Thema Haftstrafe, NEIN etwas erneutes bzgl. Betrugsanzeigen wird nicht folgen, ich habe nun alles im Griff mit meinen Schulden. Falls es eine Haftstrafe geben sollte aufgrund eben meiner Geschilderten Situation, kann ich dort mit Bewährung rechnen ?

Nochmals vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.01.2007 | 18:49

Es wird Ihnen wahrscheinlich außer der Geldstrafe nichts weiter passieren. Da die Polizei Sie vernommen hat, sollten Sie den Nachweis dort abgeben; diese wird es dan an die Staatsanwaltschaft weiterleiten - behalten Sie aber noch eine zusätzliche Kopie.

Sie werden mit einer Bewährung rechnen können, sofern nicht weitere Taten hinzukommen, da dann die erforderliche Sozialprognose nicht mehr zu Ihren Gunsten ausfallen wird.

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