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Betrugsanzeige stellen gegen Ltd. mit deutschem Inhaber & Rückforderung

01.12.2009 14:04 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin seit Jahrem im Bereich Internet-Marketing taetig.

Bei meinen Recherchen fand ich einen Anbieter, der als Dienstleistung Newsletter-Versand an seine ca. 400.000 Abonennten anbot.

Die Kosten eher gering, 199 €.

Der Inhaber ist deutscher, wohnhaft in Deutschland und arbeitet auch von dort. Firmiert aber als englische Ltd. mit Briefkastenfirma in England.

Nachweislich erhielt ich aber ueber den angeblich versandten Newsletter keinerlei Traffic. Von angeblich 400.000 Empfaengern wurde der Newsletter ca. 10x gelesen (geoeffnet).

Diese unglaublich niedrige Rate spricht entweder dafuer, dass der Newsletter ueberhaupt nicht versandt wurde (Anbieter behauptet Versand fand statt!), ODER dass die eMail-Adressen komplett veraltet bzw illegal generiert wurden.
Jedem NEwsletter-Versender sind seine Oeffnungsraten und Bounceraten bekannt - d.h. ich muss davon ausgehen, dass der Versender von der miserablen Qualitaet wusste und somit seine Dienstleistung betruegerisch an mich verkaufte.

Natuerlich haette ich gerne meine 199 € zurueck - in 1. Linie geht es mir aber darum den Anbieter davon abzuhalten weitere Geschaefte in dieser Richtung zu taetigen.

Daher meine Idee der Anzeige wegen Betrugs.

Machbar trotz seines Konstrukts mit der Ltd.?

Bitte nennen Sie mir die Kosten wenn Sie mich hier vertreten wuerden.

Besten Dank.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten.

I. Sollte Ihr Vertragspartner bewusst die vereinbarte Anzahl an Newslettern nicht verschickt haben , so kann darin ein vorsätzlicher Betrug liegen. Die Konstruktion als „Ltd.“ ist dabei kein „Hindernis“, was eine Strafbarkeit angeht. Der Geschäftsführer (natürliche Person) kann sich insoweit strafbar gemacht haben. Die Strafanzeige würde sich daher ausschließlich gegen diesen richten, nicht aber gegen die Ltd. als solche.

II. Zivilrechtlich besteht ein Schadensersatzanspruch, der der Höhe nach auf den Ersatz des vollen Betrags (199,00 €) für die Dienstleistung gerichtet sein kann.

III. Die Kosten für das Verfassen einer Strafanzeige liegen bei ca. 150,00 € zzgl. Umsatzsteuer.

IV. Grundsätzlich möglich ist es zudem, im Strafverfahren den zivilrechtlichen Anspruch gegen den Vertragspartner geltend zu machen („Adhäsionsantrag“). Dies hängt allerdings davon, dass die Staatsanwaltschaft die Tat zur Anklage bringt.

Daneben kann eine Entschädigung im Strafverfahren im Rahmen einer Einstellung gegen den Beschuldigten nach § 153a StPO erfolgen. Das Verfahren wird zwar eingestellt, dem Beschuldigen wird jedoch zur Auflage gemacht, den zivilrechtlichen Schaden zu begleichen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

--
Mit freundlichen Grüßen
St. Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt
--------------
Prinz-Georg-Str. 91
40479 Düsseldorf
Tel. 0211 / 44 97 630
Fax: 0211 / 44 97 631

E-Mail: schmidt@kanzlei-sas.de
WWW: http://www.kanzlei-sas.de

Nachfrage vom Fragesteller 01.12.2009 | 15:56

Sehr geehrter Herr Schmidt,

laege ein vorsaetzlicher Betrug auch dann vor, wenn der Vertragspartner den Newsletter zwar an 400.000 Empfaenger versendet hat, er aber von vorneherein wusste, dass diese eMail-Adressen veraltet sind und niemand diese eMails empfangen wird?

Besten Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.12.2009 | 16:10

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Ein Betrug kann auch bei einer minderwertigen Leistung vorliegen (sogenannter „Erfüllungsbetrug“). Ein Betrug kommt also auch dann in Betracht, wenn die E-Mails zwar versendet worden sind, aber von vornherein für Ihren Vertragspartner offensichtlich war, dass die Empfänger nicht mehr existieren, weil die E-Mail-Adressen veraltet sind.

--
Mit freundlichen Grüßen
St. Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt
--------------
Prinz-Georg-Str. 91
40479 Düsseldorf
Tel. 0211 / 44 97 630
Fax: 0211 / 44 97 631

E-Mail: schmidt@kanzlei-sas.de
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