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Betrug und Urkundenfälschung - Wann wäre die Strafe verjährt gewesen?

| 04.03.2010 09:52 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ralf Morwinsky


Hallo,
ich habe vor ca 3,5 Jahren, bei meinem damaligen Arbeitgeber 2 mal Geld auf mein eigenes Konto überwiesen, Einmal waren es 1500, die habe ich damals zugegeben, ich habe dann vom Gericht eine Geldstrafe bekommen, die erledigt ist.
Nun haben sie auch die andere Tat entdeckt, das waren 18.500, ich weiß wie dumm und blöd muss man sein, ich habe damals einen spielsüchtigen Mann gehabt und hatte mit meinen Kindern extreme Existenzängtste. Dies soll keine Entschuldigung sein.
Mit welcher Strafe muss ich rechnen? Wann wäre die Strafe verjährt gewesen?

Vielen Dank im Voraus, mit freundlichen Grüßen
Die Idiotin.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese beantworte ich gerne auf der Grundlage Ihrer Angaben.

1. Höhe der zu erwartenden Strafe
In Ihrem Fall haben Sie eine Verurteilung wegen Betruges gemäß § 263 StGB und wegen Urkundenfälschung gemäß § 267 StGB zu erwarten. Diese Taten werden jeweils mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bedroht. Wegen des hohen Schadens kommt auch eine Verurteilung wegen eines besonders schweren Betruges gemäß § 263 Abs. 3 Nr. 2 StGB in Betracht. Bei einem solchen liegt der Strafrahmen zwischen sechs Monaten und zehn Jahren Freiheitsstrafe.

Eine seriöse Prognose der durch das Gericht zu verhängenden Strafe läßt sich nur in Kenntnis sämtlicher Einzelheiten des konkreten Falles abgeben. Dies setzt die Einsichtnahme in die Ermittlungsakte voraus. Daher kann an dieser Stelle nur ganz allgemein auf die Strafzumessung eingegangen werden:
Der gegen Sie erhobene Vorwurf wird sich wohl nicht bestreiten lassen, dieser wird sicher durch die Buchhaltungsunterlagen Ihres damaligen Arbeitgebers und durch entsprechende Auskünfte der Bank nachzuweisen sein. Insofern rate ich Ihnen (entgegen dem grundsätzlich sinnvollen Vorgehen), bei Gericht ein umfassendes Geständnis abzulegen.
Zu Ihren Lasten wird das Gericht vor allem die Höhe des entstandenen Schadens werten. Berücksichtigen wird es weiterhin, wie hoch die von Ihnen aufgewandte kriminelle Energie war. Insofern könnte sich günstig auswirken, daß z.B. Ihr Arbeitgeber durch laxe Organisation es Ihnen leicht gemacht hat, die Taten zu begehen.
Zu Ihren Gunsten wird das Gericht ein Geständnis sowie die verzweifelte Lage, in der Sie sich damals befanden, werten. Daher sollten Sie Ihre damalige Lebenssituation und Ihre Nöte anschaulich schildern. Weiterhin würde Ihr Bemühen, den verursachten Schaden wieder gut zu machen, strafmildernd berücksichtigt werden.

Im günstigsten Fall haben Sie eine Geldstrafe zu erwarten. Die Anzahl der Tagessätze wird allerdings deutlich höher ausfallen, als bei Ihrer ersten Verurteilung.
Nimmt das Gericht einen besonders schweren Fall des Betruges an, so sollten Sie von einer Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe ausgehen. Wenn Ihre derzeitige Lebenssituation sich deutlich positiv von der damaligen unterscheidet, so wird die Strafe höchstwahrscheinlich zur Bewährung ausgesetzt werden.

Ergänzung vom Anwalt 04.03.2010 | 11:53

2. Verjährung

Die Verfolgungsverjährung wäre gemäß § 78 Abs. 3 Nr. 4 StGB nach fünf Jahren eingetreten.

Ergänzung vom Anwalt 08.03.2010 | 12:40

Sehr geehrte Ratsuchende,

offensichtlich ist Ihnen bei der Eingabe Ihrer Bankverbindung ein Fehler unterlaufen, so daß Ihr Einsatz nicht eingezogen werden konnte. Ich darf Sie bitten, dies umgehend zu korrigieren. Anderenfalls könnte ein weiteres Ermittlungsverfahren wegen Betruges die unangenehme Folge sein.

Bewertung des Fragestellers 04.03.2010 | 11:55

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 04.03.2010 5/5,0
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