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Betrug und Täuschung

| 21.10.2013 20:07 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Sgh. Damen und Herren,

eine grobe Beschreibung des Sachverhaltes. Ich war 2 1/2 Jahre mit einer Polin liiert und bin von ihr nachweislich getäuscht und betrogen worden. Habe Investitionen in Höhe von 13.000€ für Ihr Haus in Polen getätigt, wo sich hinterher herausstellte das es gar nicht Ihr Haus ist. Von Ihr wurde mir mehrfach bestätigt das es Ihr Haus sei. Habe eine Strafanzeige und ein Zivilgerichtsverfahren bei der zust. Polizei gestellt und beim zust.Gericht eingeleitet.
Beim Zivilverfahren geht es wohl in erster Linie um Schadensersatz, damit habe ich eine örtliche Kanzlei beauftragt. Die Strafanzeige habe ich selbst bei der Polizei gestellt.
Die Dame arbeitet seit dem 01.07.2013 in Willingen/Sauerland in einem Hotel.
Die zust. Polizeidirektion und das zust.Gericht ist für Willingen in Korbach/ Hess. Mit der Polizei habe ich einige Male telefoniert. Ich wohne im Siegerland, dies zur Info.
Meine Fragen:
1.Der Kripobeamte sagte mir, dass man in Korbach die Sache zunächst bearbeitet und dann an das zust. Kommisariat ins Siegerland geben würde. Von dort wird die Angelegenheitdann an die Staatsanwaltschaft Siegen weiter geleitet. Warum wird der Fall nicht in Korbach zu Ende bearbeitet? Macht für mich keinen Sinn.
2. 13.000€ sind für mich als Rentner viel Geld. Bearbeitet die Staatsanwaltschaft solche Fälle überhaupt oder sind das Peanuts?
3.Was kann ich machen, wenn eine Ablehnung von der Staatsanwaltschaft kommt?
4. Was mache ich, wenn die Dame sich kurzfristig nach Polen absetzt?
5.Kann ich in Polen vor Gericht gehen u. eine Strafanzeige stellen?
Habe ggfl. einen deutschsprach. Anwalt der mich vertreten würde.
6.Was können Sie mir noch für Tipps geben?

Vielen Dank für die schnelle Erledigung. Wünsche einen schönen Abend.

MfG WoSa Dipl.-Ing

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage im Rahmen einer Erstberatung wie folgt:

Vorausschicken möchte ich, dass ich leider keine Einsicht in die Strafakte nehmen konnte, so dass ich meine Antworten auf die übliche Vorgehensweise der Ermittlungsbehörden stützen muss und nicht auf den aktuellen Fall.

zu Frage 1.:
Ich gehe davon aus, dass das Kommissariat im Siegerland aufgrund anderweitiger (übergerordneten, örtlichen oder sachlichen) Zuständigkeit den Fall weiterbearbeitet; möglicherweise aber auch deshalb, weil dort vielleicht schon aus anderen Gründen gegen die Dame ermittelt wird.

Der tatsächliche Grund lässt sich letzendlich durch Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft leicht herausfinden. Die Abgabe an ein anderes Kommisariat ist aber durchaus üblich.

zu Frage 2.:
Die Staatsanwaltschaft wird diese Angelegenheit in jedem Fall untersuchen; auf die Schadenshöhe kommt es hierbei nicht an.

Vielmehr sind die Ermittlungsbehörden gesetztlich verpflichtet, jeder Strafanzeige nachzugehen, auch wenn es sich z.B. lediglich um einen Schaden von 100,oo € handeln würde.

zu Frage 3.:
Wenn die Staatsanwaltschaft das Verfahren nach § 170 Abs. 2 StPO einstellen sollte, da sie nicht genügend Anlaß zur Erhebung einer Klage sieht, haben Sie die Möglichkeit, hiergegen innerhalb von zwei Wochen nach der entsprechenden Benachrichtigung, Beschwerde bei der zuständigen Generalstaatsanwaltschaft einzulegen (§ 172 Abs. 1 StPO).

zu Frage 4.:
Wenn die Dame sich nach Polen absetzt hat dies für Sie zunächst keine Konsequenzen.

Das zivilrechtliche Verfahen wird hier in Deutschland weitergeführt. Sollte der Prozess zu Ihren Gunsten ausgehen, können Sie den titulierten Anspruch (Urteil) auch in Polen vollstrecken lassen.

Was die strafrechtliche Seite angeht, so werden die Deutschen Ermittlungsbehörden das Ermittlungsverfahren ebenso weiterbetreiben.

Gegebenfalls werden von den Deutschen Ermittlungsbehörden noch die Polnischen Ermittlungsbehörden einbezogen.

zu Frage 5.:
Generell können Sie auch in Polen vor Gericht gehen, wobei allerdings Polnisches Recht Anwendung finden wird.

Strafanzeige können Sie auch in Polen stellen.

Beides sollte aber unter Verweisung auf Antwort 4. nicht nötig sein.

zu Frage 6.:
Eigentlich haben Sie bislang alles Erforderliche und Richtige getan, um an Ihr Geld zu kommen, bzw. um eine Bestrafung der Dame zu erreichen.

Weitere Tipps kann ich Ihnen hier somit leider nicht geben- höchstens natürlich, dass Sie sich in Geduld üben müssen. Denn sowohl Zivil- als auch Strafverfahren dauern regellmäßig recht lange.

Ich hoffe, dass ich Ihnen für das Erste weiterhelfen konnte!

Bitte berücksichtigen Sie allerdings, dass es sich bei meiner Antwort in diesem Forum lediglich um eine erste Einschätzung handeln kann. Das persönliche Gespräch mit einem Rechtsnwalt kann hierdurch nicht ersetzt werden.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend und verbleibe mit freundlichen Grüßen aus Mainz,

Nino Jakovac
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 23.10.2013 | 07:54

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"Sgh. Damen u. Herren,
alle Aussagen waren für mich ok und ich habe mehr Klarheit.
MfG WoSa"
FRAGESTELLER 23.10.2013 5/5,0
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