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Betrug keine Ware kein Geld

18.04.2013 17:50 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Wehle


Ich bin auf ein Betrüger reingefallen, und zwar hab ein TV bestellt für 850,00 Euro. Bezahlt per Überweisung und jetzt Geld ist weg am Telefon geht keiner dran. Denn Shop existiert nicht mehr. Auf Email antwortet keiner. War schon bei meinem Bank die können auch nichts machen. Soll ich bei Polizei anzeige machen? Was würde mich Anwalt und alles kosten? Betrüger wohnt 750 km von mir wenn jetzt zur Gericht kommen sollte muss ich auch dahin kommen? Und Fahrkosten wer zahlt die? Wenn da nichts zu holen ist , dann muss ich alles bezahlen? Lohn sieh das überhaupt?

Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für die eingestellte Frage. Diese möchte ich aufgrund ihrer Sachverhaltsangaben und in Ansehung des Einsatzes wie folgt beantworten.

Die Entscheidung, ob sich das lohnt, kann und möchte ich Ihnen an dieser Stelle nicht abnehmen und dies ist auch nicht meine Aufgabe. Die Aufgabe des Rechtsanwaltes besteht vielmehr darin zu beraten und alle Facetten eines Sachverhaltes aufzuzeigen, so dass Sie in der Lage sind aufgrund der Informationen eine Entscheidung zu treffen.

Eines vorab, soweit Sie einen Auftrag erteilen, schulden Sie auch die Entlohnung des Auftragnehmers.

Insoweit dieser Auftrag jedoch durch einen Vertragspartner wie ggf. hier, sich vertragswidrig verhält oder einen Schaden verursacht, besteht ggf. ein Anspruch auf Ersatz dieses Schadens bzw. bei erfolgtem Rücktritt vom Vertrag auch dessen Rückabwicklung, so dass auch die Kosten der Rechtsdurchsetzung als Schaden vom Gegner verlangt werden können.

Sollte jedoch der Anspruchsgegner nicht leisten können oder nicht auffindbar sein, geht eventuell die Vollstreckung ins Leere und Sie bleiben auf den entstandenen Kosten sitzen.

Die gesetzlichen Kosten nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) bei einer normalen Klage ohne vorherige anwaltliche außergerichtliche Leistung und nur einem Rechtszug würden bei einem Streitwert in Höhe von 850,00 Euro ausschließlich Auslagen für Kopier-, Fahr- und Reisekosten ungefähr so aussehen.

1,30 Verfahrensgebühr 84,50 Euro
1,20 Terminsgebühr 78,00 Euro
Auslagenpauschale 20,00 Euro
19% Umsatzsteuer 34,67 Euro
________________________________________
Summe Klageverfahren 217,17 Euro

Die Fahrkosten mit dem PKW nach dem RVG betragen 0,30 Euro pro gefahrenen Kilometer. Genauere Angaben finden Sie hierzu in der Anlage 1 zum RVG unter http://www.gesetze-im-internet.de/rvg/anlage_1_84.html .

Soll ich bei der Polizei eine Anzeige erstatten?
Dies in jedem Falle empfehlenswert und unterstützt sie ggf. bei der Durchsetzung Ihres zivilrechtlichen Anspruches, sprich die Rückerstattung der 850 Euro. Durch die Anzeige entstehen Ihnen in aller Regel keine Kosten, wenn Sie von dem Zeitaufwand der Befragung als Zeuge einmal absehen. Sollte es zur Verhandlung einer Strafsache kommen, werden Ihnen als vorgeladener Zeuge die Auslagen für Anreise und Arbeitsausfall von der Staatkasse ersetzt. Sie müssen hier die Kosten nur im Vorhinein auslegen.

Was würde mich der Anwalt kosten?
Soweit Sie einen Anwalt finden, der sich der Sache für den gesetzlichen Gebührenrahmen annimmt, gelten die oben genannten Kosten. Im Fall einer Vergütungsvereinbarung gilt der dort ausgehandelte Preis bzw. Preis pro Stunde oder ähnliches.
… und alles kosten?
Hierauf kann ich Ihnen leider nicht antworten, da ich nicht weiß, was Sie mit „Alles" meinen.

Wer zahlt die Fahrkosten?
Wie gesagt kommt es hier darauf an, aus welchem Anlass Sie die 750 km fahren und auch wer fährt. Ihren Anwalt der die 750 km für Sie fährt, bezahlen erst einmal Sie. Diesen Schaden können Sie aber, soweit der Schuldner solvent ist, von diesem im Rahmen des Zivilverfahrens zurückerhalten. Bei 750 km hin und zurück kommt hier schon eine Rechnung von 450 Euro (750km x 2 x 0,30 Euro) zusammen.
Bei einem Strafverfahren zu dem Sie als Zeuge geladen sind, gilt das oben gesagte.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Wehle, Rechtsanwalt

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