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Betrug i. e. bes. schw. Fall TM Urkundenfälschung


21.01.2005 14:58 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,

ich poste hier zum ersten Mal. Ich hoffe ich drücke mich kurz und einfeutig aus.

Mir wird vorgeworfen: Gewerbsmäßiger Betrug und Urkundenfälschung.

Ich soll H&M-Gutscheine gefälscht und per eBay in Umlauf gebracht haben. (17 Mal)

Dazu soll ich den eBay-Zugang und das Bankkonto eines dritten genutzt haben.
Eine Anklageschrift wurde verfasst. Die Beweismittel lauten alle: Anschreiben, Ersteigerungsbestätigung, Kontoauszüge der Gschädigten, in manchen Fällen liegen auch die Gutscheine oder Kopien dieser vor. Ferner werden als Beweismittel Umsatzdaten und Kontoeröffnungsvertrag des dritten genannt. MEHR NICHT.

Es gibt keine Beweismittel, die objektiv gegen mich sprechen, außer der Zeugenaussage dieses dritten, der die Tat, so vermute ich selbst begangen hat und mir in die Schuhe schieben will.

Was nun passiert ist, nach Zustellung der Anklageschrift passierte erst nichts, dann kam unerwartet Post, jedoch wieder von der Polizei, Einladung zur ED-Behandlung, seitdem wieder lange Zeit nichts, bis heute.

Kann mir jemand sagen, wie ich mich verhalten soll, ein Pflichtverteidiger wurde mir in der Anklageschrift nicht zugesprochen.
Kann mir jemand ferner sagen, warum nach der Anklageschrift kein Hauptverfahren eröffnet wird, sondern erkennungsdienstliche Behandlung angeordnet wurde.

Wie lange bleiben die Daten gespeichert?

Kann ich aufgrund dieser Beweismittel, die in der Anklageschrift aufgeführt wurden verurteilt werden?

Vielen Dank
21.01.2005 | 16:27

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

1.
Ein Pflichtverteidiger könnte Ihnen hier beigeordnet werden. Ich hatte neulich einen Fall von ca. 20 x Betrug. Ein Pflichtverteidiger wurde bestellt.

Sie können selbst beim Gericht beantragen, dass Ihnen ein Pflichtverteidiger bestellt wird. Dabei können Sie selbst einen Anwalt Ihres Vertrauens benennen. Am einfachsten ist es, wenn Sie sogleich einen Anwalt aufsuchen und dieser die Beiordnung beantragt. Ihr Fall ist allerdings kein eindeutiger Fall einer Pflichtverteidigerbestellung. Ein gewisses Risiko bleibt. Sollten Sie unter Bewährung stehen, müsste Sie mit ziemlicher Sicherheit einen Pflichtverteidiger bekommen.

2.
Die Anordnung erkennungsdienstlicher Maßnahmen kann unabhängig von einer Eröffnung des Hauptverfahrens angeordnet werden. Ob die gesetzlichen Voraussetzungen in ihrem Fall gewahrt sind, lässt sich erst nach Einsichtnahme in Ihre Verfahrensakten beurteilen.

Wenn Sie freigespreochen werden, müssen die Daten idR gelöscht werden. Ansonsten kommt es darauf an, ob nach kriminalistischer Erfahrung Anahltspunkte dafür vorliegen, dass der Bschuldigte künftig strafrechtlich in Erscheinung treten wird und die angefertigten Unterlagen dann die Ermittlungen der Polizei fördern können.

3.
Kann ich aufgrund dieser Beweismittel, die in der Anklageschrift aufgeführt wurden verurteilt werden?

Das kann man per Ferndiagnose unmöglich beantworten. Erfahrungsgemäß ist die Verteidigungsmöglichkeiten in Verfahren wie Ihrem groß oder umgekehrt die Beweismöglichkeiten für das Gericht schwierig. Erst nach Einsicht der Beweismittel ist eine seriöse und verlässliche Einschätzung dazu möglich.

Bitte bedenken Sie in Ihrem Fall aber auch, dass gerade bei schwieriger Beweislast einem Geständnis besondere strafmildernde Bedeutung zukommen kann.

Welches Strafmaß Sie im Falle eines Geständnisses zu erwarten haben, kann im Rahmen eines sogenannten "Rechtsgespräches" zwischen Verteidigung und Gericht geklärt werden ohne dass der Angeklagte dazu vorher den Vorwurf einräumen muss.

Für etwaige Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen



Rolf Tarneden
Rechtanwalt aus Hannover

0179 - 735 26 13



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