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Betrug durch angeblichen Vermieter


15.04.2007 12:18 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Guten Tag,

wir haben folgendes Problem. Wir sind am 01.03.2007 in ein Haus eingezogen. Wir haben einen Standardmietvertrag abgeschlossen mit der uns bekannten Vermieterin. Soweit ist alles ganz normal gelaufen. Nun ist in einem Gesprüch mit unseren Nachbarn ans Licht gekommen das diese Person wohl nicht die Vermieterin ist sondern die Lebensgefährtin des Sohnes der Besitzerin die wohl noch im Grundbuch steht aber angeblich keinerlei Rechte mehr hat da der Besitz durch einen Verwalter (Insolvenz??) verwaltet wird.
Wie sich herausgestellt hat muss dieser auch schon bei uns gewesen sein und auch Post dagelassen und die Tür versiegelt haben. Das Siegel sowohl die Post wurden aber durch den Sohn? entfernt( Haben noch nen Schlüssel). Nach Aussagen der Nachbarn sind in ihrem Zusammenhang auch schon Unterschriften gefälscht und Post vom besagtem Verwalter wieder an diesen zurück gegangen. Nun meine Frage. Wie sieht unsere rechtliche Lage aus. Sehe ich das richtig das wir keinen gültigen Mietvertrag haben? Unsere Nachbarn haben nämlich nun eine Räumungsklage vom besagtem Verwalter bekommen. Und wenn ja wie lange haben wir Zeit uns was neues ähnliches zu suchen. Ich befürchte das Mietverhältniss wird von Seiten des Beraters nicht aufrecht erhalten da nach meinen Informationen eine Bank im Hintergrund ist die dieses Häuser verkaufen möchte und mit nem Mieter drin wird dieses wohl schwerer. Nätürlich werden wir Anzeige erstatten und alle weiteren rechtlichen Schritte einleiten. Aber ich denke Kaution und ähnliches dürfen wir wohl nicht mehr sehen. Würde mich pber eine rasche Antwort freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich - die Richtigkeit Ihrer Angaben vorausgesetzt - anhand der von Ihnen gemachten Angaben gerne wie folgt summarisch beantworten möchte:


Soweit die vermietete Immobilie unter Zwangsverwaltung steht, ist mit dem Zeitpunkt der Beschlagnahme des Grundstückes (der Zeitpunkt, zu dem die Zwangsverwaltung des Grundstücks angeordnet wird) dem Eigentümer die Verfügungsbefugnis gegenüber Dritten entzogen (vgl. § 148 Abs. 2 ZVG). Ab diesem Zeitpunkt kann ausschließlich der Zwangsverwalter neue Mietverträge abschließen. In diesem Falle hätten Sie auch keinen durchsetzbaren Anspruch auf Überlassung der Mietwohnung (denn den Mietvertrag hätte nur der Zwangsverwalter wirksam abschließen können).

Sie können jedoch Ihre „Vermieterin“ entsprechend auf Schadensersatz in Anspruch nehmen. Denn diese Vermieterin kann sich im Verhältnis zu Ihnen sehr wohl rechtlich wirksam verpflichten, Ihnen die Wohnung zu vermieten. Wenn sie aber nach Abschluss des Mietvertrages nicht ihrer Pflicht nachkommt, Ihnen die Mietwohnung zu überlassen (eben weil hier ein Zwangsverwalter eingesetzt ist, der die alleinige Verfügungsbefugnis über das Objekt hat), macht sie sich schadensersatzpflichtig. Die Schadensersatzpflicht kann dabei vom Ersatz anfallender Maklerkosten für eine Ersatzwohnung über Umzugskosten bis hin zur Zahlung von Differenzmiete erstrecken.

Außerdem würde das Verhalten der Vermieterin einen strafrechtlich relevanten Betrug darstellen, den Sie zur Anzeige bringen können. Auch die Kaution können Sie zurückverlangen. Es stellt sich lediglich die Frage, inwieweit diese Forderungen auch realisierbar sind (z.B. weil die Vermieterin keine weiteren Vermögenswerte hat, auf die Sie zugreifen können).


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine erste rechtliche Orientierung vermittelt zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Sofern Sie eine abschließende Beurteilung Ihres Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem konkret zu erörtern. Bitte beachten Sie, dass bei dieser Vorgehensweise weitere Kosten für die Beratung anfallen.

Gerne bin ich auch bereit, die weitere Vertretung und Beratung in der Angelegenheit für Sie zu übernehmen. Sie können mich jederzeit für eine weitere Beauftragung kontaktieren.



Mit freundlichen Grüßen


Jorma Hein
Rechtsanwalt, Mediator

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Gisselberger Straße 31
35037 Marburg

Telefon: 06421 - 167131
Fax: 06421 - 167132

hein@haftungsrecht.com
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