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Betrug bei Geldanlagen

29.07.2012 23:48 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth


Ich habe 10.000 € bei BCI (amerikanische Investmentgesellschaft) angelegt. Die Kündigung der Einlage 2010 schlug fehl. Heute scheint die Firma pleite zu sein. Einigen Ihrer Exponenten steht wohl ein Betrugsprozess bevor (Schneeballsystem, Staatsanwaltschaft Düsseldorf).
Nun teilt mir mein damaliger Berater/Vermittler
(der war Mitangeklagt) mit, daß im Verfahren 13. Mill. € sichergestellt worden seien und für einen Anspruch (den habe ich schon vor Langem aufgrund einer Pressemeldung an die StA Dü. angemeldet) ein "TITEL" (was ist das genau ?) notwendig sei.
Er bietet an, seinen Kunden, also auch mir, zusammen mit einer zu gründenden neuen Gesellschaft, deren Ansprüche "abzukaufen".
Dem Braten traue ich nicht.
Was meinen Sie dazu?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:


Das ganze Prozedere ist schwer zu beurteilen. Mit Titel ist ein Zwangsvollstreckungstitel zu verstehen.
Den erwirkt ein Glaeubiger dadurch, dass er bspw. eine Klage einreicht und ihm das Gericht am Ende des Verfahrens den Klageanspruch zuspricht und die Entscheidung in Rechtskraft erwaechst.

Die Anmeldung eines Anspruchs gegenueber den Ermittlungsbehoerden reicht insoweit nicht aus, um eine Auszahlung zu erwirken.

Die Frage ist, ob Sie bereit sind, die Verfahrenskosten einer zivilrechtlichen Klage zu tragen.
Sie sollten jedenfalls einen Kollegen mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragen.


Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.



Nachfrage vom Fragesteller 03.08.2012 | 00:25

Sehr geehrter Herr Roth,

danke für Ihre Antwort, aber zur Konkretisierung sende ich Ihnen per Fax das letzte Scheiben meines damaligen Beraters vom 20.07.2012 zur Information.
Ich bitte auf dem Hintergrund dieses Schreibens um Auskunft, welche Schritte zur Wahrung meiner Interessen ich unternehmen sollte.

Gruß!
KLAUS JUNG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.08.2012 | 13:55

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Das an Sie gerichtete Schreiben Ihres Beraters sollten Sie ignoriern, da dieser offenbar völlig falsch beraten hat.

Zusätzliche Investitionen, ohne konkretes Wissen, was die StA D ermittelt hat, sollten Sie unter keinen Umständen tätigen.

Wie schon bereits vorgetragen, sollten Sie einen Kollegen mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragen.
Zunächst wäre bei der StA D Akteneinsicht zu beantragen, da Sie als Geschädigter ein Akteneinsichtsrecht haben. Die Akteneinsicht selbst kann allerdings nur über einen Kollegen erfolgen.
Wenn über den Kenntnisstand der Ermittlungen Klarheit herrscht, wäre in einem weiteren Schritt zu prüfen, gegen wen eine Zivilklage erhoben wird, damit Sie einen Zwangsvollstreckungstitel erwirken.
Den in dem Titel verbrieften Anspruch könnten Sie dann gegenüber der Staatsanwaltschaft anmelden.


Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -

Rechtsanwaltskanzlei K. Roth
info@kanzlei-roth.de
www.kanzlei-roth.de
Tel. 040/317 97 380
Fax: 040/31 27 84
Johannisbollwerk 20
20459 Hamburg


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