Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.336
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Betrug bei Ebay


16.12.2007 16:08 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Hallo,

ich habe folgenden Sachverhalt.

Ich wurde im November 2006 durch einen Strafbefehl zu einer Geldstrafe von 45 Tagessätzen a 25,00 € wegen Warenkreditbetruges verurteilt.
Habe also eine Vorstrafe wg. Betruges.

Im Februar 2007 habe ich die eidesstattliche Versicherung abgelegt.
Danach kaufte ich im Juli 2007 Eintrittstickets (regulärer Warenwert laut Aufdruck insgesamt € 200 ) zum Sofortkaufenpreis von 800 € bei Ebay.
Diese habe ich erhalten und konnte Sie dann nicht bezahlen.
Es erfolgte eine Anzeige wegen Betruges, und nun wurde mir mitgeteilt das es zu einer Verhandlung kommt am Amtsgericht.

Mit welcher Strafe muss ich denn rechnen? Bin Student und bereue diese Dummheit.

Und habe ich dem Verkäufer nun einen Schaden in Höhe von € 800 oder von 200 zugefügt?

Bitte um Rat

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Der Schaden des Verkäufers liegt nach Ihren Angaben bei dem Sofortkaufpreis von € 800,00.

In jedem Fall haben Sie hier mit einer härteren Strafe als ein Ersttäter zu rechnen. Das genaue Strafmaß richtet sich nach den Umständen der Tat und der Schuld. Also sind auch Ihre Persönlichkeit und Ihre Entwicklung maßgebend. Ohne Akteneinsicht kann daher nur eine ungenaue Prognose abgegeben werden. Sofern Sie nur die bisherige Verurteilung wegen Betrugs im BZR Auszug stehen haben, sieht es noch nicht ganz schlecht aus. Sie müssen mindestens mit einer Geldstrafe rechnen. Die Anzahl der Tagessätze wird erheblich über der alten Strafe liegen. Die Höhe des Tagessatzes bestimmt sich an Ihrem monatl. Einkommen / 30.
Aufgrund der Vorgeschichte, der abgegebenen eidesstattlichen Versicherung, wie auch dem nicht mehr unerheblichen Schaden, den Sie vermutlich sehenden Auges verursacht haben, kann jedoch durchaus eine kurze Freiheitsstrafe von ein paar Monaten in Betracht kommen. Diese wird und kann grundsätzlich zur Bewährung ausgesetzt werden, sofern Sie eine günstige Sozialprognose bieten können. Es muss wahrscheinlich sein, dass Sie sich die Verurteilung als Warnung dienen lassen und keine weiteren Straftaten begehen werden. Auch muss die allgemeine Prognose für Sie günstig sein (Arbeitsplatz, Therapiemaßnahmen, Familie, fester Wohnsitz, Fortbildungen, etc.) Regelmäßig bietet es sich an, für die günstige Prognose ausreichend Nachweise vorzulegen.

In jedem Fall sollten Sie sich bemühen bis zur Hauptverhandlung den Schaden wieder gut gemacht zu haben (bezahlen!). Dies wäre ein weiterer begünstigender Aspekt für das Strafmaß. Sofern die Tat problemlos nachweisbar sein sollte, wäre auch an ein strafmilderndes Geständnis zu denken.

In jedem Fall sollten Sie alsbald einen Strafverteidiger vor Ort aufsuchen. Dieser wird sodann Akteneinsicht nehmen und die weitere Vorgehensweise mit Ihnen besprechen.


Der Ordnung halber weise ich darauf hin, dass bei Nichtbegleichung des ausgelobten Honorars ebenso eine Straftat des Betrugs vorliegen und zur Anzeige kommen würde.

Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 16.12.2007 | 16:24

Kann ich also ruhigen Gewissens sein, das ich nicht ins Gefängnis muss?

Das ist eigentlich meine allergrößte Angst, das ich ohne Bewährung verurteilt werde.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.12.2007 | 16:27

Sehr gehehrte(r) Fragesteller(in),

sofern Sie aktiv, wie bereits oben erwähnt, günstige Verhältnisse schaffen, scheint eine Bewährungsstrafe (sofern es nicht bei einer höhreren Geldstrafge bleibt) durchaus wahrscheinlich.

MfG

Andreas M. Boukai
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60143 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle und hilfreiche Antworten. Kompetent und freundlich. So wünscht man es sich als Mandant. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreiche Informationen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche, sehr gute Antwort. ...
FRAGESTELLER